Wohnen wo andere Pilgern

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Eine sensationelle Neuigkeit habe ich heute für euch! Das Haus, dass wir gekauft haben, steht direkt an einem deutschen Jakobsweg! Also wirklich direkt. Wenn wir aus der Haustür gehen, stehen wir auf dem Jakobsweg.

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Wir haben das erst erfahren, als ein kleiner Trupp Rucksacksenioren an unserem Haus vorbei tingelte und nach dem Jakobsweg fragte. Da wir aber diesbezüglich total ahnungslos waren, konnten wir nicht weiterhelfen. Also zerstrubbelte einer der Pilger die Hecke unseres Nachbarn gegenüber und fand das Jakobswegzeichen an einer Straßenlaterne.

Jakobsweg Mühlhausen

Diese Entdeckung finde ich außerordentlich faszinierend. Nicht nur deshalb, weil das bedeutet, dass an unserem Haus immer wieder Pilger vorbeikommen werden, denen die kleine Waldmöwe später mal Limonade schenken kann. Vielmehr wegen der Geschichte, die dahinter steckt.
Es ist nämlich so, dass dieser Wegabschnitt ein alter Fernweg, eine so genannte “Hohe Straße”, war, der Nürnberg mit Speyer und europaweit betrachtet, Prag mit Paris verbindet. Angeblich wurde der sogar schon in der Jungsteinzeit verwendet und später auf jeden Fall von den Kelten.
Und wenn ich jetzt diese Straße betrachte, die unsere Adresse ist, dann sehe ich allerlei fahrendes Volk und Männer mit dichten Bärten und schweren Stiefeln, die diesen Weg benutzen, um Ihre Ware zum Beispiel nach Prag zu bringen.

Die Leute die heute vorbeikommen, sind wahrscheinlich weit weniger interessant und sie werden wohl auch nicht so viel Aufregendes zu berichten haben, wie die Pilger, die man auf dem Abschnitt von Vézelay nach Santiago de Compostela trifft. Aber ich mag Menschen mit Rucksack und ich werde mich über jeden freuen, der an unserem Haus vorbeipilgert.
Und jetzt stellt euch mal vor, wir würden selbst mal diesen Jakobsweg pilgern – dann würden wir an unserem eigenen Haus vorbeikommen und könnten daheim übernachten! Ist das nicht großartig?

Seid ihr schon mal gepilgert? Also, wenn ihr mal bei uns vorbeigepilgert kommen solltet, dann klingelt doch einfach und kommt auf eine Tasse Kaffee rein und erzählt mir eine aufregende Pilgergeschichte!

Schönzeugs für die oben-ohne-Küche

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Eigentlich kommt das Schönzeugs ja montags. Aber bei mir gibt´s im Moment keine Montage, nur Renoviertage und Sonntage.

Wir kommen mit der Renovierung gut voran, die Fliesen im Erdgeschoss sind schon raus. Meine Aufgabe war es, zeitgleich die Küche, die drin war, vom alten Fett zu befreien. Das Problem – die Küche ist aus Vollholz, das Fett ist also richtig schön eingezogen, was man auf den ersten Blick gar nicht richtig sieht. Aber wenn man das Holz anfasst – uhä!
Also hab ich erst mit Scheuermilch einen Tag lang alles abgeschrubbelt. Hat nichts gebracht. Im Baumarkt bekam ich dann ein Zaubermittelchen, einen Entfetter. Nach einem euphorischen Tschaka-damit-krieg-ich-alles-weg-Gefühl kam die Ernüchterung – das Zeug hat in diesem Fall kläglich versagt. Die Türen waren auch nach dreimaligen Einreiben noch so fettig, dass man kleine Fettflöckchen mit den Fingernägeln abkratzen kann. Und in der Garage stinkt es jetzt wie nachts im Dönerladen.
Diese Küche weiß zu lackieren ist unmöglich. Vom Kochen wil ich gar nicht reden!

Küche im Haus

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Es muss also eine neue Küche her. Das ist natürlich aufregend und schön, aber leider auch teuer. Und im Budget gar nicht eingeplant.
Ich hab da halt so meine Vorstellungen – Keramikspülbecken, freistehender Kühlschrank, nur Schubladen…



Wir waren heute im Küchenstudio und als ich dem Berater erzählt habe, dass ich eine weiß-grau marmorierte Arbeitsplatte möchte, die aber keinesfalls hochglänzend sein darf, weil das sonst beim Fotografieren spiegelt, hat er mich angeschaut, als hätte ich eine Küche aus rosa Zuckerwatte verlangt. Ich habe den Verdacht, dass der Mann keine Blogs liest. Das würde auch erklären, warum er denkt, dass Marmor nicht mehr angesagt ist. Wie kann man sich nur so irren?
Jedenfalls wird das ganze schon recht kostenintensiv und das, obwohl wir (also ich) nicht mal Oberschränke wollen. Ich möchte eine oben-ohne-Küche. Das heißt, ich möchte offene Regale haben, auf denen ich die Einmachgläser, Schneidebretter und Emailleschüsseln abstellen möchte.
Und wenn da alles offen ist, muss natürlich auch alles hübsch aussehen und zusammen passen. Da kann ich nicht die Gewürzstreuer vom Lidl hinstellen. Da kann man sich noch so viel Mühe geben, die sehen einfach immer doof aus.
Durch Nadine bin ich auf Casa Deli aufmerksam geworden. Da gibt es nicht nur gute Sachen, die sind noch dazu sehr schön verpackt. Die Gewürzdosen sehen echt schick aus und würden sich in einer weißen Küche bestimmt sehr gut machen.

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Bilder von Casa Deli

Letztes Jahr wollte ich mal was backen, wofür ich Cardamom gebraucht hätte. Ich hab das nirgends gefunden, deshalb brauch ich das jetzt. Im Winter gibt´s bestimmt wieder hunderte Rezepte mit Zimt und Cardamom und ich weiß nicht mal, wie das schmeckt. Hab ich da vielleicht was verpasst?
Richtig cool ist übrigends auch, wenn sogar das Ketchup optisch total was hermacht. Ich weiß, eigentlich ist es wurschtegal, wie derdiedas Ketchup aussieht, Hauptsache es schmeckt. Aber ich hab´s halt gern schön.

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Bild von Casa Deli

Ist natürlich auch alles wieder ein Bisschen teurer. Passend zur Küche quasi. Aber halt schön. Da werd ich echt immer schwach…

Auf Instagram findet ihr unsere Renovierungsfortschritte unter #WirSindDieDieManSpießerNennt oder ihr folgt einfach meinem Profil.

Shop around the Blog // August

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Wir sind schon fleißig am Sachen packen, jedesmal, wenn wir zum Haus rüber fahren, packen wir das Auto voll. Dabei fallen mir immer wieder Dinge in die Hände, die irgendwie nicht mehr so ganz zu meinem Stil passen.

Also habe ich gestern abend noch spontan ein paar der Sachen fotografiert und hoffe, dass sie heute einen neuen Besitzer finden!

Dieser Schlüsselkasten von Impressionen gefällt mir zwar immer noch, allerdings passt er nicht zu dem Stil, in dem wir das Haus einrichten werden.
Deshalb verkaufe ich ihn für 20€.Maße: 35 x 25 x 10
Versand als Paket für 7€

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Schals von Kaschmier House aus Wolle und Kaschmier. Einer ist beige/braun/grau (RESERVIERT) gestreift mit bunter Stickerei. Der Andere ist braun mit bunter Stickerei (RESERVIERT)
Maße: 215 x 65
Jeweils 20€
Versand als Päckchen (oder auf Wunsch versichert für 7€)

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Tuch von Codello aus Seide. Durch die vielen leuchtenden Farben ist es sehr gut mit allem kombinierbar.
Maße: 100 x 100
20€
Versand als Maxibrief für 2€ (oder auf Wunsch versichert für 7€)
RESERVIERT

Weißer Shopper mit abnehmbarem Schultergurt.
20€
Versand als Päckchen (oder auf Wunsch versichert für 7€)

weiße Handtasche

Designersonnenbrille von JeeVice
35€
Versand als Paket für 7€

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Wenn bei mir nichts für euch dabei ist, schaut doch mal bei Puppenzimmer vorbei, dort findet ihr die anderen “Shop around the Blog” Teilnehmer.

Body-Painting

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Vor ein paar Tagen hatte ich Lust, mal wieder was mit Stoffmalfarbe zu machen. Die Waldmöwe hat einige unifarbene Bodys, also hab ich auf diesen trübertaggrauen Body von H&M einfach mal ein Regenwölckchen aufgemalt. Ich kann mich allerdings nicht entscheiden, ob die Wolke noch ein Gesicht bekommen soll. Was meint ihr?

Eigentlich wollte ich daraus natürlich einen tollen Artikel mit schönen Bildern machen, aber zur Zeit ist es so trüb und da werden die Bilder von der kleinen Zappelmöwe immer irgendwie unscharf, trotz Sportmodus.
Ich hab also geknipst wie eine Verrückte und es war kein einziges scharfes Bild dabei.
Da hab ich gedacht: das ist mir jetzt Wurscht (obwohl ich ja jetzt Vegetarierein bin)! Es muss nicht immer alles perfekt sein, ich mach jetzt einfach ein Stop Motion Video aus diesem Regentanz!

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In the summertime, when the weather is high…

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Ich liebe den Sommer. Wer tut das nicht? Irgendwas ist daran immer schön. Wenn die Strohrollen auf den Feldern liegen, wenn die Luft flimmert und die Grillen im ausgedörrten Gras zirpen. Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren. Eis. Da macht mir auch die Hitze nichts aus.
Nur das Trinken, das kommt bei mir immer zu kurz. Ich habe fast nie Durst und deshalb vergesse ich es einfach. Und nur Wasser ist ja auch irgendwie langweilig. Aber Saft ist zu süß.
Der gesunde Mittelweg: Wasser mit Geschmack.
Das zieht euch jetzt die Socken aus, nicht wahr? Mit so etwas Innovativem hat hier keiner gerechnet!

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Dazu wird einfach Obst mit Wasser in eine Karaffe oder einen Geträngespender gegeben. Mit einigen Minzblättern wird das Ganze noch erfrischender. Wenn es besonders heiß ist, sollte das Alles natürlich möglichst kalt sein. Dafür kann man zum Einen natürlich Eiswürfel verwenden, in die man auch gleich Minzblätter oder Beeren mit einfrieren kann. Zum Anderen kann man gefrohrenes Obst mit dazu geben, wie hier die Zitronenscheiben und die Kirschen.

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Für mehr Geschmack gibt’s manchmal auch noch einen Schluck Holunderblütensirup dazu.
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Mit dem Vorsatz meinem Baby zu Liebe mehr zu trinken, vor allem, da jetzt zwei arbeitsreiche Monate auf uns zukommen, verabschiede ich mich in die Sommerpause.
So richtig, mit ganz wenigen vorbereiteten Artikeln. Jetzt ist nämlich erst mal das Haus wichtig. Und die wenige Freizeit, die neben dem Renovieren noch bleibt, die möchte ich mit meiner kleinen Familie verbringen.

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Ich wünsch uns allen einen wunderschönen Sommer! Und vergesst das Trinken nicht!

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Ich ess´ Blumen // Meine ersten Schritte auf dem Weg zur Vegetarierin

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Ich hab schon öfter darüber nachgedacht, mich vegetarisch zu ernähren. Geschafft hab ich´s aber irgendwie nie, obwohl ich der Überzeugung bin, dass es nicht so wahnsinnig gesund sein kann, etwas Totes zu essen.
Überhaupt, ich mache mir oft Gedanken über unsere Ernährung. Leider komme ich immer wieder zu dem Schluss, dass man heutzutage eigentlich nichts mehr ruhigen Gewissens essen kann.
Eine zeitlang habe ich versucht auf Milchprodukte zu verzichten, weil ich es für falsch halte, dass Menschen Kuhmilch trinken. Das wäre, als würden Kühe meine Muttermilch trinken. Die Milch der Kuh ist für das Kalb da und nicht für uns. Und dass die Haltung und der Umgang mit den Kühen nicht in Ordnung sind, das brauche ich ja wohl keinem erzählen.
Jedenfalls bin ich kläglich gescheitert. Milch ist einfach überall. Käse, Joghurt, Butter… Klar, es gibt pflanzliche Ersatzprodukte. Aber Kaffee mit Sojamilch – naja.
Vegane Ernährung ist mir ehrlich gesagt zu anstrengend. Ich bin keine leidenschaftliche Köchin und darauf zu achten, dass alles absolut vegan ist, das schaffe ich nicht. Schon allein deshalb, weil ich auf Leder nicht verzichten möchte.
Und die Alternative zum Wurstbrot ist für mich nun mal Käsebrot.
Eigentlich wollte ich letztes Jahr auch den Versuch starten, mich zuckerfrei zu ernähren. Zucker ist in den Mengen, die wir konsumieren, Gift für unseren Körper. Allerdings bin ich dann schwanger geworden und die Hormone haben die Stimme der Vernunft zum Schweigen gebracht.

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Aber Fleisch habe ich noch nie besonders gern gegessen und tue das daher auch nur sehr selten. Deshalb glaube ich, auf Fleisch könnte ich ganz verzichten, ohne mich sehr überwinden zu müssen.
Warum ich das jetzt plötzlich möchte? Ich habe in der ARD eine Reportage über Schweinezucht gesehen, in der kleine Ferkelchen brutal totgeschlagen wurden – weil sie unwirtschaftlich waren. Ich möchte so etwas nicht unterstützen und werde deshalb auf Fleisch verzichten. Auf jeden Fall erstmal für einen Monat, als Probezeit sozusagen und dann sehen wir weiter.

Klar, wir wissen eigentlich alle, dass die Massentierhaltung nicht in Ordnung ist. Aber trotzdem geht das Hackfleisch aus dem Discounter weg wie warme Semmeln. Ich hab das auch schon immer irgendwie gewusst, hab es aber nie so richtig an mich ran gelassen, das Leiden der Tiere. Vielleicht ein Bisschen aus Angst vor der Brutalität und vor allem vor der Konsequenz, die man zwangsläufig ziehen muss, wenn man so etwas sieht. Aber jetzt hab ich mich getraut, hab mir das angeschaut und musste weinen, weil mir die Schweine so leid tun.

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Wie das vegetarische Leben funktionieren kann, wenn der Mann weiterhin begeisterter Fleischesser bleibt, das muss ich erst herausfinden. Auf jeden Fall werde ich selbst kein Fleisch essen oder zubereiten und wenn mein Mann welches will, muss er in der Kantine essen. Wurst wird von ihm nur noch beim Metzger gekauft und in Maßen konsumiert. Das ergibt sich ja schon durch den Preis.
Was ich mir im Moment noch gar nicht ohne Fleisch vorstellen kann, ist Döner. Da bin ich sehr skeptisch und das wird mir auch sehr schwer fallen. Genauso bei Pizza, die ich am liebsten mit Schinken, Salami und Pilzen esse. Jetzt dann halt nur noch mit Pilzen.

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Wie das dann mit der kleinen Waldmöwe wird, darüber muss ich mich noch genau informieren. Ist es für das Wachstum ein Problem, wenn die Ernährung fleischlos ist?
Natürlich darf sie selbst entscheiden, ob sie Fleisch essen möchte, wenn sie soweit ist, dass sie sich dazu äußern kann. Vielleicht wird sie schon als Kleinkind verstehen, was es für die Tiere bedeutet, wenn wir Fleisch essen.
So wie dieser Junge:

Als Neuling auf diesem Gebiet freue ich mich natürlich über Tipps von denen unter euch, die schon Vegetarier sind. Kennt ihr gute Foodblogs oder Rezeptbücher? Ist euch der Verzicht am Anfang schwer gefallen? Welche Erfahrungen habt ihr bei der vegetarischen Ernährung von Kindern gemacht?

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Foto der Woche // I want to ride my bicycle

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Unser Haus hat eine Garage. Was daran so besonders ist, weiß man wahrscheinlich erst zu schätzen, wenn man zuvor garagenlos gelebt hat.
Unsere Fahrräder stehen im Keller und da ich weder die Lust noch die Kraft habe, mein Rad ständig die Treppen hoch und runter zu schleppen, fahre ich im Moment leider überall mit dem Auto hin.
Das wird sich ändern, wenn ich mein Rad endlich ganz bequem aus der Garagentür schieben kann.
Im Moment habe ich noch ein Herren-Mountainbike ohne Gepäckträger. Das ist schön, wenn man auf matschigen Waldwegen herumrasen will. Wenn man ein Baby hat, ist das eher unvorteilhaft. Deshalb will ich mir so ein herrlich kitschiges Damenfahrrad kaufen, am liebsten alt und klapperig. Das kann ich dann anmalen, wie mein Auto. Schade, dass Hollandräder so teuer sind. Wenn ich so eins hätte, würde ich vorne eine Weinkiste dranbinden und mein Baby reinsetzen, wie bei ET.

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Schon wieder Mittwoch, schon wieder Foto-der-Woche-Zeit! Das rosa Rad bei den Rosen fährt deshalb schnurstraks rüber zu Fee und Juli.

Bloggen mit Baby – gar nicht so einfach

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So langsam neigen sich die Artikel, die ich kurz vor der Geburt vorbereitet habe dem Ende zu. Ich hatte über 20 Artikel vorbereitet, damit ich mich selbst in den ersten Monaten nicht zu sehr unter Druck setze. Aber jetzt kommt immer öfter der Gedanke auf “eigentlich müsste ich mal wieder ein paar Bilder machen und Artikel schreiben”.
Kein Problem, ich bin ja den ganzen Tag zu Hause und so ein Baby schläft ja die ganze Zeit. Hahahahah.

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Nachts schläft sie tatsächlich und zwar von 22 Uhr bis 5 Uhr. Aber ich schlafe in diesem Zeitraum für gewöhnlich auch und das sehr gerne. Bis in den frühen Morgen hinein zu schreiben kommt also nicht in Frage.
Wir wachen also um 5 Uhr oder 6 Uhr auf, die Kleine wird gestillt und frisch gemacht und wir legen uns nochmal zusammen hin, bis der DHL-Fahrer uns aus dem Schlaf schrillt. Der gute Mann scheint allerdings unseren Stillrhytmus zu kennen, er kommt nämlich immer kurz vor der nächsten Mahlzeit, also zwischen 9 und 10 Uhr. Wunderbar, wenn der Tag schon so planmäßig beginnt! Die Waldmöwe wird also wieder gestillt, nachdem ich Pakete für das gesamte Haus angenommen habe, wird wieder frischgemacht und dann muss sie natürlich noch aufstoßen und ein Bisschen rumspucken, gerne auch auf ihre Kleidung. Sie wird also umgezogen und auf das Sofa gelegt. Nachdem sie einen ordentlichen Spuckefleck auf der Krabbeldecke platziert hat, schaffe ich es, mir einen Kaffee zu kochen und eine Banane in meinen Naturjoghurt zu schnippeln.

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Während dem Frühstücken wird der Schnuller gefühlte 100 mal rausgespuckt.
Irgendwann fällt sie endlich in einen leichten Schlaf.

Ein Tag mit Baby

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Jetzt kann ich mal wieder ein paar Einrichtungsbilder machen. So viele neue Sachen und Ideen, die ich zeigen möchte…

Hm. Im Moment kann ich nur zeigen, wie toll die allgegenwärtigen Spucktüchern zur Einrichtung passen. Also schnell noch aufräumen. Die nassen Spucktücher ins Bad. Kein Platz auf dem Badewannenwäscheständer. Also die Trockenen erst einmal abhängen. Schon wieder fast alle Tücher schmutzig! Da muss ich gleich mal die Waschmaschine einschalten. Das Waschmittel ist fast leer, gleich auf den Einkaufszettel schreiben. Wenn ich schon dabei bin, wir brauchen ja noch Lebensmittel für den Rest der Woche.

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Vom Sofa kommt ein Quieken. Der Schnuller ist rausgefallen und sie ist davon aufgewacht. Mist. Schnuller rein, Schnuller raus, Spucken, Schnuller rein, Schnuller mit der Hand auf den Boden katapultiert. Abwaschen.
So. Jetzt noch schnell die Kommode ein bisschen aufräumen. Glückwunschkarten in die Schublade, Kinderpass in die Handtasche. Ein Kugelschreiber fällt zu Boden. Quieken vom Sofa. Schnuller rein, Schnuller raus, Schnuller rein, Schnuller raus.
Rumschlecken an der Hand. Auch gut, Hauptsache ruhig.
Ich hole die Kamera und das Stativ, die Speicherkarte steckt noch im PC. Aus dem Ruhezustand hochfahren, auswerfen.
Quieken vom Sofa. Handlutschen ist doof, der Schnuller muss her. Wildes Armgefuchtel. Schnuller rein, Schnuller raus, Spucken. Umziehen.
Zeit zum Stillen, das wird lautstark und unmißverständlich bekannt gegeben. Also wieder stillen, frischmachen, Bäuerchen, Spucken, Spucken und Spucken. Plötzlich fröhliches Gekrächze und Grinsen. Die kleine Madamme hat ihre vormittägliche Müdigkeit überwunden, ist satt und möchte jetzt unterhalten werden. Wir setzen uns also auf die Couch, singen, spielen mit der Rassel, die sie bisher nicht die Bohne interessiert und ich mache merkwürdige Geräusche und Grimassen, die sie zum Lachen bringen.
Irgendwann wird das aber auch langweilig und sie kräht nach dem Schnuller. Langsam schläft sie wieder ein, ich streiche ihr über den Kopf, weil sie das beruhigt.

schlafende Waldmöwe

Bevor ich mit den Fotos weitermachen kann, ist die Waschmaschine fertig. Die nächste Ladung in die Maschine. Die Bodys sind nämlich auch schon wieder alle schmutzig.
Ich habe Hunger und esse ein paar Vollkornkekse. Ich muss mehr trinken.
Es klingelt. Hermes – ein Paket von H&M. Neue Bodys in Größe 74.
Während ich meinen Namen auf das Gerät kritzle, schallt Gejammer durchs Treppenhaus. Das Klingeln hat sie erschreckt. Schnuller rein, Kopfstreicheln.
Ich muss auf die Toilette. Das Telefon klingelt. Die Krankenkasse braucht irgendein Formular. Ob ich das schon ausgefüllt habe. Hm, ja ich glaube schon. Ich schau mal nach und rufe zurück. 15 Minuten später finde ich den Wisch endlich. Ist schon im Umschlag und frankiert, ist dann aber irgendwie in der Wickeltasche verschwunden. Zurückrufen, Bescheid geben. Jetzt aber auf´s Klo. Ich muss mehr trinken.
Angsterfülltes Geschrei vom Sofa. Die Kleine ist vom eigenen Zucken aufgewacht und hat sich so erschreckt, dass sie Panik bekommt. Diese Anfälle hat sie seit ihrer ersten Impfung. Ich lege sie auf meinen Bauch, weil sie nicht aufhört zu schreien. Streiche ihr über den Kopf und irgendwann dösen wir beide ein.

Ein Tag mit Baby-3

Ich wache auf, mein Bein ist eingeschlafen. In Zeitlupentempo, Millimeter für Millimeter, befördere ich die Waldmöwe von meinem Bauch herunter auf das Sofa. Geschafft, sie schläft weiter.
Die Waschmaschine ist fertig. Bevor ich die Wäsche aufhängen kann, muss ich erst die Wäsche von vor zwei Tagen abhängen. Was nicht gebügelt werden muss, lege ich gleich zusammen und räume es in den Schrank. Ich ziehe meinen Mundschutz an und lüfte. Mein Heuschnupfen ist zur Zeit so stark, dass mir schon vom Stoßlüften die Nase läuft. Deshalb der Mundschutz.

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Die Kleine wird unruhig, wacht auf und hat Hunger. Ich nehme sie auf den Arm und sie starrt mich verwirrt mit großen Augen an – Ach ja, der Mundschutz.
Stillen, frisch machen, Bäuerchen, Spucken. Natürlich nicht auf´s Spucktuch, sondern auf mein T-Shirt. Das gute Kind – tut alles um zu vermeiden, dass Langeweile aufkommt. Umziehen.
Sie lacht. Ich kann sie nicht weglegen wenn sie lacht. Wir sitzen also wieder auf der Couch, machen ein Bisschen Quatsch, ich lese ihr vor. Ich lege sie auf den Bauch, damit sie ihre Nackenmuskulatur trainiert. Sie versucht, sich zurück zu rollen und quäkt dabei. Davon muss ich ein Video machen!
Mein Mann schreibt, dass er Feierabend macht.
Sie spuckt und drückt ihr Gesicht hinein. Ich mache sie sauber und hole frische Spucktücher aus dem Bad.
Auf dem Rückweg sehe ich die Kamera auf dem Esstisch stehen. Was wollte ich nochmal fotografieren…?

Foto der Woche // Lichtkunst

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Vor einiger Zeit haben mein Mann und ich ein Bisschen mit Lichtschwertern herumgespielt. Das macht natürlich nachts am meisten Spaß, da kommt das Jedifeeling viel besser rüber.
Die Frage einer Anwohnerin, ob wir gerade vom Friedhof kämen, fanden wir allerdings etwas irritierend.
Was die Leute für Vorstellungen haben…

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Zugegeben, besonders durchdacht oder raffiniert sind die Bilder nicht. Da gibts im Netz deutlich bessere. Aber es macht irre Spaß, vor allem, weil man ja nie weiß, was am Ende dabei herauskommt.
Kann ich jedem sehr empfehlen. Ein Lichtschwert sollte sowieso jeder Zuhause haben. Oder besser gleich zwei.

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Das letzte Foto ist mein Foto der Woche für Julis und Fees Sammlung.