Früher war irgendwie mehr Weihnachten – die schönsten Weihnachtsfilme

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Als ich ein Kind war, war Weihnachten irgendwie weihnachtlicher. Ich glaube, das lag an meiner Mutter. Sie hat gebastelt, dekoriert, gebacken und Weihnachtsmusik gehört. Seit ich vor 9 Jahren bei meinen Eltern ausgezogen bin, ist Weihnachten irgendwie verblasst. Ich habe mir jedes Jahr vorgenommen, auch zu dekorieren, Plätzchen zu backen und eine Weihnachtsplaylist zu erstellen. Aber ich hab es nie geschafft. Ich krieg´s einfach nicht hin. Und das liegt nicht daran, dass ich am 1. Advent von der Tatsache überrascht werde, das schon bald Weihnachten ist, wie das bei manch anderem Blogger der Fall ist, wenn man ihren Artikeln Glauben schenken darf. Ich meine, hej, wir haben doch alle einen Kalender, oder?
Nein, ich glaube, man muss das lernen. Angeboren ist diese Weihnachtsstimmungserzeugungsgabe bei mir jedenfalls nicht. Und dagegen muss ich etwas unternehmen, wenn ich nicht möchte, dass meine Tochter in ihrem Nobelpreisträger-Interview mal sagt: “Weihnachten? Ja, das war immer eine schöne Zeit, da hat meine Mutter einen Tannenzweig in eine Vase gestellt und ich habe eine Mandarine bekommen.”

Dieses Jahr hab ich die Chance schon wieder verpasst. Ich habe zwar Plätzchen gebacken, habe aber die Stelle mit dem Eischnee überlesen und deshalb sind sie flach und speckig geworden. Jetzt hab ich schon keine Lust mehr noch welche zu backen.
Am Sonntag kam mir dann plötzlich in den Sinn, mal wieder “Kevin allein Zu Haus” zu schauen. Und warum nicht auch gleich noch “Kevin allein in New York”? Was haben wir den früher noch für Filme gesehen? Und schon war sie da, die Möglichkeit, doch noch in Weihnachtsstimmung zu kommen: Filme! Mein Mann und ich lieben Filme und haben eine Liste mit den schönsten Weihnachtsfilmen erstellt.

schneelandschaft

Zur Nummer eins auf dieser Liste, “Kevin allein Zu Haus” fällt mir immer eine Situation aus meiner Kindheit ein. Meine Schwester und ich waren abends allein zu Hause und im Fernsehen lief “Kevin allein Zu Haus”. Ob wir aufbleiben und Fernsehen durften, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls haben wir uns den Film angeschaut. Während des Films wurden wir immer unruhiger. Hatte da im Keller was geraschelt? Stand da jemand am Fenster? Die Panik stieg und ich konnte meine kleine Schwester nicht trösten, weil ich mir ja selbst vor Angst in die Hose machte. Verzweifelt rief ich meine Tante im Nachbarort an. Gerade als ich ihr unsere Angst vor zauselbärtigen Einbrechern schilderte, klepperte es an der Tür. Nach einem kurzen Herzstillstand folgte die Erleichterung: unsere Eltern waren zurück.
“Kevin allein zu Haus” ist ein toller Film, aber definitiv nicht für Kinder, die tatsächlich allein zu Haus sind.

Hier also unsere Liste, die von euch in den Kommentaren sehr gerne ergänzt werden darf!

  • Kevin allein zu Haus
  • Kevin allein in New York
  • Versprochen ist versprochen
  • Charlie und die Schokoladenfabrik
  • Eine Weihnachtsgeschichte
  • Spuren im Schnee (da muss ich immer an meine Oma denken, bei der wir den immer gesehen haben)
  • Der kleine Lord (da muss ich auch immer an meine Oma denken, weil sie den so gern gesehen hat)
  • Der Grinch
  • Tatsächlich Liebe
  • Der Polarexpress
  • Die Hüter des Lichts
  • Santa Clause
  • Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten
  • Das Wunder von Manhatten
  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  • Frozen
  • Morgen Findus wird’s was geben

Wie sieht es bei euch aus? Erzeugen Filme bei euch Weihnachtsstimmung? Und habt ihr auch das Gefühl, dass früher mehr Weihnachten war?

Dielen Laugen und Seifen nach traditioneller skandinavischer Art

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Ich weiß nicht, ob es mir nur so vorkommt, aber in den zwei Jahren in denen wir auf Haussuche waren, habe ich den Eindruck gewonnen, dass 95% der Deutschen ihren Wohnbereich mit Fliesen auslegen. Ich kann mich nur an ein Haus erinnern, das einen Echtholzdielenboden hatte und das war sehr alt und sehr klein.
Nun bin ich aber wie in vielen Dingen auch bei den Bodenbelägen sehr wählerisch. Ich laufe am liebsten Barfuß und ich hasse das Gefühl von kalten Fliesen an meinen Füßen.

Dielen Laugen und Seifen

Dass ich in unserem Haus Massivholzdielen in allen Räumen möchte, war eines der ersten Dinge, die feststanden. Die gängigsten Methoden, Dielen zu verlegen sind das Verkleben auf einer Folie und das Verschrauben auf einer Lattenkonstruktion. Es gibt allerdings noch eine dritte, relativ unbekannte Methode: das Klammern. Hier werden die einzelnen Dielen mit Hilfe von Metallklammern zusammengeklickt. Diese Verlegeart ist allerdings nur bei “Parkett Naturnah” erhältlich, da die das erfunden und patentiert haben.
Wir haben uns für diese Methode entschieden und die unbehandelten Lärchendielen, sowie das Zubehör für die Endbehandlung im Onlineshop bestellt. Mit Service und Lieferung waren wir zwar nicht zufrieden, aber in den sauren Apfel muss man eben beißen, wenn man diese Methode verwenden möchte. Außerdem sollte man schon bei der Bestellung mit einer gewissen Menge Ausschuss rechnen. Einige Bretter waren Aufgrund von Produktionsfehlern (Ecken abgebrochen, Schrammen vom Sägeblatt, fehlende Feder)nicht verwendbar und deshalb hat uns die bestellte Menge leider nicht gereicht.

Als Trittschalldämmung haben wir Styroporplatten bei Amazon bestellt, die man wie Puzzleteile zusammen steckt.

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Zum Verlegen an sich brauche ich denke ich nichts sagen, man sägt die Dielen zurecht und klickt sie dann mit den Klammern zusammen.
Das, was wirklich einer Beschreibung bedarf, ist die Nachbehandlung. Ich habe bei meiner Suche nach der optimalen Pflege leider keine ausführliche und informative Beschreibung des Laugens- und Seifens gefunden, deshalb will ich hier näher darauf eingehen.
Ich hatte bestimmte Vorstellungen, wie der Boden aussehen sollte: er sollte so hell wie möglich sein, aber trotzdem die schöne Maserung des Holzes zur Geltung bringen. Lackieren schied also aus. Außerdem wollte ich auf jeden Fall ein Nachdunkeln des Holzes verhindern. Nadelhölzer werden durch Sonneneinstrahlung je nach Art mit dem Alter gelblich bis rötlich. Diese Verfärbung setzt schon nach wenigen Tagen ein, wie wir selbst feststellen konnten. An den Stellen, an denen Gegenstände lagen, sah man schnell, dass das Holz ringsum schon nachgedunkelt war. Deswegen kommt auch Ölen nicht in Frage. Wenn man zum Verlegen und Behandeln länger braucht, also, wenn mal ein paar Tage nicht weiter gearbeitet werden kann, sollte man in den Räumen unbedingt die Fensterläden schließen!
Um diese beiden Eigenschaften – also eine natürliche, helle Farbe und das Verhindern von Verfärbung – zu erreichen gibt es nur eine Methode: Laugen und Seifen.
In Skandinavien war diese Methode früher die Standardbehandlung für Holzböden. Und was die Skandinavier für gut befinden, kann ja auch für uns nicht schlecht sein. Von Holz und schöner Optik haben die ja wirklich Ahnung. Noch dazu bin ich ja ein Anhänger des skandinavischen Einrichtungsstils, was könnte also besser passen, als diesen schon von Grund auf umzusetzen?
Also habe ich mich auf die Suche gemacht, um so viele Infos wie möglich darüber zu finden. Wäre ich der schwedischen Sprache mächtig, wäre mir das sicherlich gelungen. Auf deutschen Seiten war die Ausbeute aber mehr als dürftig. Nicht einmal die beiden großen Hersteller der erforderlichen Materialien, Woca und Faxe, liefern dazu ausreichende Informationen.
Wir haben beschlossen, es trotzdem zu machen. Ich weiß nicht, ob wir alles genau richtig gemacht haben, wir sind schließlich keine Fachleute auf dem Gebiet, aber es sieht gut und richtig aus, deshalb möchte ich euch unsere Erfahrungen hier weitergeben, falls irgendjemand da draußen auch auf der Suche nach einer ausführlichen Anleitung ist.

Am Anfang hatte ich starke Bedenken, das Holz mit soviel Flüssigkeit in Kontakt zu bringen. Es wird ja immer davor gewarnt, dass das Holz aufquillt und man Holzböden unbedingt nur nebelfeucht wischen darf. Ich hatte deshalb eine Mail an “Parkett Naturnah” geschrieben, habe aber bis heute keine Antwort erhalten. Ich habe versucht herauszufinden, wie die Eigenschaften von Lärchendielen im Bezug auf Feuchtigkeit sind. Auch hier bin ich nicht wirklich fündig geworden. Aber in einem Pferdeforum schrieb jemand, dass er einen Stall aus Lärchenholz habe, den er nie behandle und das würde dem Holz nicht schaden. Diese Info musste also ausreichen. No risk, no fun.

Was man allerdings schon beim Verlegen beachten muss, ist, dass das Holz sich durch die große Menge an Feuchtigkeit in der Breite sehr stark ausdehnt (Die Faser saugt sich voll und wird somit dicker, aber nicht länger) Zwar hatten wir ringsherum 2cm Platz zwischen Wand und Holz gelassen, aber das reicht nicht aus. Die Dielen haben sich so stark gedehnt, dass sie gegen die Wand gepresst wurden und sich der Boden gewölbt hat. Um zu vermeiden, dass die Dielen in der Raummitte reißen, hat Michael das letzte Brett mit einem Oszillator abgeschnitten, damit wieder ein Spalt zwischen Wand und Holz ist. Das Problem ist aber, dass das Holz sich beim Trocknen wieder zusammenzieht, der Spalt wird also am Ende größer. Aber es ist auf jeden Fall einfacher, das letzte Brett auszutauschen, wenn der Spalt nicht von der Fußleiste verdeckt wird, als einen Riss in der Raummitte zu flicken.
Im 1. OG haben wir das letzte Brett gleich ganz weg gelassen und erst nach dem endgültigen Trocknen wieder eingesetzt und entsprechend zugeschnitten. Sehr viel einfacher, muss man aber halt erst rausfinden.

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1. Der erste Behandlungsschritt ist, den Boden erst einmal gründlich abzusaugen.
2. Dann wird er einmal gelaugt. Dafür werden folgende Materialien benötigt:
Faxe Universallauge weiß
Flächenstreicher
Farbwanne

Die Lauge wird mit dem Laugenwischer möglichst gleichmäßig aufgetragen. Im ersten Moment ist es etwas befremdlich, dass die Flüssigkeit aussieht wie Farbe. Die Übergänge sollten möglichst sauber verwischt werden.
Das Holz sollte anschließend 24 Stunden trocknen.

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Nach dem Laugen

3. Als nächstes muss die Lauge, die vom Holz nicht aufgenommen wurde, wieder abgewaschen werden. Beim Hersteller der Lauge ist die Rede vom Abschleifen mit einem grünen Schleifpad, aber wer hat schon eine Schleifmaschine zu Hause? Und das Ausleihen im Baumarkt ist nicht gerade günstig. Deshalb kann die Lauge alternativ mit dem Faxe Universalreiniger und einem Bodenwischtuch aus 100% Baumwolle abgeschrubbt werden. Man benötigt also Folgendes:
Schleifmaschine oder
Faxe Intensivreiniger
Wasser
Eimer
Baumwollbodenwischer 
Knieschoner
Putzhandschuhe (der Reiniger trocknet die Haut so stark aus, dass sich die Haut ablöst. Ich hab´s ausprobiert.)

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Am nächsten Tag war´s noch schlimmer

Es empfiehlt sich, auf den Knien zu schrubben, um mehr Druck ausüben zu können. Zu Beginn habe ich noch den Wischer verwendet, aber das funktioniert überhaupt nicht.
Danach muss das Holz wieder 24 Stunden trocknen.

4. Nun kann man endlich mit dem Seifen beginnen. Es wird benötigt:
Faxe Holzbodenseife weiß
Laugenwischer
Eimer
Wasser
Die Seife wird mit Wasser verdünnt, die Angabe auf dem Kanister ist allerdings etwas schwammig. Wir haben fünf Tassen Wasser auf eine Tasse Seife gemischt. Diese Flüssigkeit wird dann, wie zuvor die Lauge, gleichmäßig mit dem Laugenwischer aufgetragen.
Auch hier müssen die Dielen 24 Stunden trocknen. Der Vorgang soll mehrmals wiederholt werden. Wie oft genau, ist wohl unwichtig, denn laut Faxe soll 2-4 mal geseift werden. Wir haben es also dreimal gemacht. Aus Zeitgründen. Man will ja irgendwann mal fertig werden.

Nach dieser recht aufwändigen Prozedur hat man einen grau-beigen (neudeutsch “greige”) Echtholzboden, der sich nicht verfärbt.

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fertig gelaugte und geseifte Dielen und unbehandelte Dielen

Zur Reinigung wird die gleiche Seife wie in Schritt 4, in einem anderen Mischverhältnis, verwendet. Dadurch wird der Boden immer wieder rückgefettet, ähnlich wie beim Waschen von Haut mit Olivenseife. Durch den Schutzfilm, den die Seife erzeugt, lassen sich Flecken einfach abwischen und Wasser zieht nicht sofort ein. Wir haben die Dielen ja auch in der Küche und in beiden Gästeklos verlegt und ich denke, wenn man nicht gerade einen Rohrbruch hat, ist das kein Problem. Die Waldmöwe hat inzwischen schon öfters Karrottenbrei auf den Boden gespuckt und das ging ohne Probleme weg.
Der Schreiner, der unsere Küche eingebaut hat, hat uns außerdem einen guten Tipp gegeben: wenn mal etwas runterfällt und einen Macken ins Holz schlägt, einfach ein wenig Wasser auf die Stelle tröpfeln und die Delle hebt sich wieder. Bisher ist noch nichts Derartiges passiert, aber wenn, dann werde ich das auf jeden Fall testen.
Zugegeben, der Boden ist schon recht empfindlich im Vergleich zu Fliesen. Aber mit Straßenschuhen läuft mir sowieso keiner im Haus herum und für die Renovierungsarbeiten und den Umzug haben wir Überschuhe gekauft und Malervlies ausgelegt.
Und dieses Gefühl von echtem Holz unter den Füßen und die Möglichkeit, sogar im Winter, auch ohne Fußbodenheizung, mit der Waldmöwe auf dem Boden zu spielen, macht alle Mühe und Pflegebedürftigkeit wieder wett!

Hier noch einmal die wichtigsten Dinge zusammen gefasst:

  • Beim Bestellen der Dielen großzügig rechnen, da einige Bretter unbrauchbar sein werden.
  • Die Verbrauchsangabe bei Lauge, Reiniger und Seife beachten. Das Holz schluckt eine Menge! Wenn nötig, kann auch bei Amazon nachbestellt werden.
  • Die Dicke des Holzes beachten. Eventuell müssen Türrahmen und Türblätter abgesägt werden.
  • Als Trittschalldämmung Styroporpuzzleteile, bei Amazon erhältlich
  • Beim Verlegen das letzte Brett noch nicht befestigen und separat behandeln
  • In der arbeitsfreien Zeit den Raum verdunkeln
  • Den Boden nach jedem Arbeitsschritt gründlich trocknen lassen – 24 Stunden
  • Holzböden nur mit Baumwolle wischen!

Im Schlafzimmer haben wir das Stäbchenparkett drin gelassen. Nach dem Abschleifen haben wir es genauso behandelt, wie die Dielen, obwohl wir nicht wussten, welches Holz es ist und es hat auch hier sehr gut funktioniert.

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Wie gesagt, wir sind keine Experten, aber wir sind mit dem Ergebnis zufrieden und froh, dass wir´s einfach gemacht haben. Auf Instagram haben mich einige Follower auf den Boden angesprochen und nach genaueren Infos gefragt. Ich hoffe, ihr findet in diesem Artikel alle Antworten auf eure Fragen und wenn nicht, schreibt mir einfach!

Shop around the Blog // Dezember

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Und wieder ist ein Monat um, das heißt, hier wird wieder geflohmarktet!

Ich hoffe, es ist was für euch dabei. Vom November sind auch noch Sachen zu haben. Leute, ich brauch Platz!

Diesel Seidenschal

Seidentuch von Diesel
30€ inklusive Versand

Hüftgold Tuch blau

Baumwolltuch von Hüftgold, türkis/weiß gestreift
Neu mit Etikett
15 € inklusive Versand

Hüftgold Tuch Taupe

Baumwolltuch von Hüftgold, taupe/weiß gestreift
Neu, ohne Etikett
15€ inklusive Versand

Geschirrset

Geschirrset von Westwing: Pastateller, zwei Tassen und zwei Untertassen. Nur für Foodfotos benutzt.
20€ + 7€ versicherten Versand

Japanische Schale

Porzellanschale aus Japan, handbemalt.
10€ + 7€ versicherten Versand

Wenn ihr Interesse an einem Artikel habt, dann schreibt mir an heimatbaum.design(at)gmail.com oder hinterlasst hier einen Kommentar.

Bei Puppenzimmer findet ihr die Liste mit den anderen Teilnehmern.
Viel Spaß beim Shoppen!

Wir brauchen das! Wirklich!

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Vor ein paar Tagen dachten wir darüber nach, was wir Freunden zum Einzug in die erste gemeinsame Wohnung schenken könnten. Mein Mann hatte direkt eine gute Idee:

“Bestell doch was bei ‘Home & Living’ ”
“Home & Living? Ach, du meinst ‘Westwing’ ?”
“Ja, genau. Das heißt doch ‘Westwing – Home & Living’ oder nicht?”
“Doch, schon. Aber mich wundert´s, dass du das weißt.”
“Klar weiß ich das! Ich muss mich ja jeden Tag an dem Kartonturm vorbeidrücken, da kommt man ja nicht drum herum, zu lesen, wie das heißt!”

westwing home & Living

Ähem, ja. Da hat er wohl Recht. Seit wir hier eingezogen sind, kommt mindestens einmal pro Woche ein Paket von Westwing. Mindestens. Mal größer, mal kleiner. Meistens größer.
Es gibt einfach so schöne Sachen – die brauchen wir alle! Bei manchen Dingen wusste ich das sogar schon, bevor ich sie im Shop gesehen habe. Ok, zugegeben, die meisten Sachen sehe ich bei den Sales und dann fängt mein Hirn sofort an, auf Hochtouren zu arbeiten. Brauchen wir das? Ja! Aber wo? In der Küche! Reicht eins? Nein, zwei sind immer besser. Ok, 3x in den Warenkorb. Und hier, was ist das denn? Ah, Regalmodule! Das ist die Lösung für das Platzproblem im Wohnzimmer. Genau das Richtige für meinen Schischikram. In den Warenkorb. Apropos Schischikram, in diese kleine Dose könnte ich eine Sukkulente pflanzen und in das neue Regal stellen. In den Warenkorb. Das würde auch gut zu diesem Kerzenhalter passen. In den Warenkorb. Und diese Lampe! Aber wohin damit? Hm. Arbeitszimmer! Aber an der Stelle ist eine Hängelampe ziemlich unpraktisch… Denk nach! Dir fällt was ein! Ah, ich weiß was! Das wird super! In den Warenkorb. Mensch, ist das eine coole Lampe…
Da kommen einem beim Shoppen die tollsten Ideen. Spontane Inspiration. Ich könnte grad noch ein paar mehr Häuser einrichten…
Vor allem bei den Scandi-Sales kann ich mich ja kaum nicht zurückhalten. Was ich da schon für Schnäppchen gemacht habe! Und für meinen Mann ist sogar auch ab und zu was dabei, seinen Elektroroller haben wir nämlich auch hier gekauft. Ein super schickes Ding!
Ihr kennt Westwing noch gar nicht? Unbewusst vielleicht doch, denn seit kurzem gibt es einen schönen neuen TV-Spot des Onlineshops.

Ich bin seit drei Jahren dort angemeldet und ich kann euch versprechen, da ist für so ziemlich jeden Geschmack etwas dabei! Es lohnt sich unbedingt, sich dort mal umzusehen!
Und das Beste – es gibt jeden Tag was Neues! Yeah!

Shop around the Blog // November

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Beim Ein- und Auspacken der Umzugskartons habe ich ein ums andere Mal gedacht, dass ich eigentlich gern alles wegschmeißen würde. Jetzt gibt es dabei aber ein entscheidendes Problem: ich steh total auf schöne Sachen. Wenn ich etwas sehe, was mir gefällt, dann muss ich es einfach haben. An manche Sachen, die ich trotzdem nicht gekauft habe, denke ich sogar jahrelang.
Leider bin ich meinem Geschmack sehr sprunghaft, sowohl was die Kleidung angeht, als auch bei Einrichtungsgegenständen. Vom Traum in Rosa bis zum Kolonialstil habe ich schon so einiges hinter mir.
Und deshalb passiert es recht oft, dass ich Sachen verkaufen muss, um Platz zu schaffen.
Bei den Verkaufsaktionen hier auf dem Blog haben schon einige Sachen eine neue Besitzerin gefunden und ich hoffe, das wird auch dieses Mal der Fall sein!

Es gilt wie immer: zu den genannten Preisen kommen noch die Versandkosten hinzu, unversichert 5€, versichert 7€.

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Zwei Holzschneidebretter, sehr rustikal und stabil. Aus unbehandeltem Teakholz
Jeweils 15€
VERKAUFT

Schneidebretter aus Teakholz Schneidebretter aus Teakholz

Ein antiker Werkzeugkasten den ich für Essig- und Ölflaschen und Gewürze verwendet habe.
20€
VERKAUFT

Werkzeugkasten

Mrs. Winterbottoms Serie: Ein Spaghetti Behälter, Essig- und Ölflasche und ein Teebehälter.
Alles zusammen 35€

Mrs. Winterbottoms

Eine Munitionskiste aus dem 2. Weltkrieg. Ich wollte sie eigentlich außen weiß und innen farbig lackieren und meine Nähsachen darin aufbewahren, aber mein Mann hat mir ein paar alte Karteikästen mitgebracht, die ich jetzt dafür verwenden werde. Vielleicht hat ja jemand von euch Zeit, dieses tolle Teil zu verschönern?
25€
VERKAUFT

Munitionskiste

Munitionskiste

Vier Knipsa-Körbe von Ikea aus Seegras. Die sind wirklich praktisch für’s Expedit, aber da wir das Expedit nun als Kleiderschrank nutzen, brauchen wir sie nicht mehr.
32x33x32
jeweils 8€
VERKAUFT

Knipsa IKEA

Die anderen Teilnehmer findet ihr hier: Puppenzimmer

Spätsommerfrühherbst

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Wie hab ich das vermisst, direkt am Haus ein Feldweg, der ins Grüne führt. Ein Weg, der sich durch eine grüne Hügellandschaft schlängelt, mal hier herum, mal dort herum.

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Am Wegrand wächst allerlei Obst – da gibt es Brombeerhecken außer Rand und Band, alte Apfelbäume, versteckte Holundersträuche und unzählige Walnussbäume. Sogar ein verwilderter Weinstock wuchert hier vor sich hin.
Ich schiebe meine Tochter vor mir her und halte immer wieder an, um Nüsse einzusammeln. Strolche um die Bäume und fülle meine Ledertasche.

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Ich laufe immer weiter den Hügel hinauf, verlasse den Weg und schiebe den Kinderwagen ruckelnd über eine Wiese, auf der ein paar Kornblumen davon erzählen, dass vor kurzem noch Sommer war. Ein einzelner Baum steht auf der Wiese. Ein Apfelbaum, schon abgeerntet, bis auf einen einsamen Apfel.

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Ich pflücke ihn und setze mich damit neben dem Kinderwagen ins Gras. Sauer schmeckt er, so wie ich es mag. Nirgendwo schmeckt ein Apfel besser, als direkt unter seinem Baum.

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Meine Tochter schläft fest und ein kleines Lüftchen streicht ihr durch die langen, federleichten Haare.
Unten, zwischen den Bäumen blitzen ein paar Häuser hindurch. Ansonsten bin ich von Bäumen und Wiesen umgeben. Alles ein Bisschen wild und vernachlässigt. Alt und echt.
Ich bin wieder Zuhause. Hier fühle ich mich wohl.
Den Bauch voll Apfel, die Tasche voll Nüsse und den Kopf voll Ruhe, mache ich mich auf den Heimweg. Mit ein Bisschen mehr Kraft für all die Arbeit, die dort auf mich wartet.

Übrigens wäre ja heute Shop around the Blog dran, aber am Handy dauert das Einfügen von Bildern in einen Artikel ewig! Und da ich dieses Mal Einiges zu verkaufen habe, müsst ihr euch noch bis November gedulden…

Achtung bewaffneter Klonkrieger!

Am Samstag sind wir umgezogen! Endlich! Nach dem Renovieren immer 20 Minuten mit einer Quengelmöwe auf dem Rücksitz nach Hause zu fahren, war auf Dauer schon ziemlich belastend. Aber jetzt ist zu Hause hier und wir haben die erste Nacht im Eigenheim hinter uns.
Da das Schlafzimmer im Dachgeschoss ist und sich das einzige Bad, das wir nicht zertrümmert haben, im Keller befindet, müssen wir jetzt nachts eine zeitlang durchs ganze Haus laufen. Das ist schon ein Bisschen komisch, aber zum Aushalten.
Alle Einbrecher seien hier darauf hingewiesen, dass sich ein bewaffneter Klonkrieger im Haus befindet, der durch seine perfekte Tarnung mit seiner weißen Umgebung geradezu verschmilzt und jeden Bösewicht einfach hinterrücks über den Haufen schießt! Wachhund war gestern.

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Wir haben jetzt vorerst mal keinen Internet – Anschluss und mein Datenvolumen vom Handy ist für diesen Monat auch schon aufgebraucht. Für mich ist die lange Ladezeit die reinste Folter. Die Waldmöwe schläft momentan mit Vorliebe und ausschließlich in meinem Arm so richtig fest ein, weshalb ich oft bis zu 2 Stunden im Bett sitze ohne selbst schlafen zu können. Da ist das Handy die einzige Beschäftigung und jetzt fällt die auch noch weg.
Internet haben wir schon bestellt, aber ihr wisst ja bestimmt selber wie das ist, das klappt ja nie auf Anhieb.
Jedenfalls kann ich im Moment nicht mal mehr Bilder auf Instagram hochladen, ihr müsst euch also noch gedulden, was Bilder vom Haus angeht.

Sobald das Internet wieder läuft und wir einen Schreibtisch gebaut haben, geht das hier los mit Renovierungsberichten und Vorher-Naher-Bildern.

Herzliche Grüße aus dem Karton-Chaos!

Wohnen wo andere Pilgern

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Eine sensationelle Neuigkeit habe ich heute für euch! Das Haus, dass wir gekauft haben, steht direkt an einem deutschen Jakobsweg! Also wirklich direkt. Wenn wir aus der Haustür gehen, stehen wir auf dem Jakobsweg.

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Wir haben das erst erfahren, als ein kleiner Trupp Rucksacksenioren an unserem Haus vorbei tingelte und nach dem Jakobsweg fragte. Da wir aber diesbezüglich total ahnungslos waren, konnten wir nicht weiterhelfen. Also zerstrubbelte einer der Pilger die Hecke unseres Nachbarn gegenüber und fand das Jakobswegzeichen an einer Straßenlaterne.

Jakobsweg Mühlhausen

Diese Entdeckung finde ich außerordentlich faszinierend. Nicht nur deshalb, weil das bedeutet, dass an unserem Haus immer wieder Pilger vorbeikommen werden, denen die kleine Waldmöwe später mal Limonade schenken kann. Vielmehr wegen der Geschichte, die dahinter steckt.
Es ist nämlich so, dass dieser Wegabschnitt ein alter Fernweg, eine so genannte “Hohe Straße”, war, der Nürnberg mit Speyer und europaweit betrachtet, Prag mit Paris verbindet. Angeblich wurde der sogar schon in der Jungsteinzeit verwendet und später auf jeden Fall von den Kelten.
Und wenn ich jetzt diese Straße betrachte, die unsere Adresse ist, dann sehe ich allerlei fahrendes Volk und Männer mit dichten Bärten und schweren Stiefeln, die diesen Weg benutzen, um Ihre Ware zum Beispiel nach Prag zu bringen.

Die Leute die heute vorbeikommen, sind wahrscheinlich weit weniger interessant und sie werden wohl auch nicht so viel Aufregendes zu berichten haben, wie die Pilger, die man auf dem Abschnitt von Vézelay nach Santiago de Compostela trifft. Aber ich mag Menschen mit Rucksack und ich werde mich über jeden freuen, der an unserem Haus vorbeipilgert.
Und jetzt stellt euch mal vor, wir würden selbst mal diesen Jakobsweg pilgern – dann würden wir an unserem eigenen Haus vorbeikommen und könnten daheim übernachten! Ist das nicht großartig?

Seid ihr schon mal gepilgert? Also, wenn ihr mal bei uns vorbeigepilgert kommen solltet, dann klingelt doch einfach und kommt auf eine Tasse Kaffee rein und erzählt mir eine aufregende Pilgergeschichte!

Schönzeugs für die oben-ohne-Küche

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Eigentlich kommt das Schönzeugs ja montags. Aber bei mir gibt´s im Moment keine Montage, nur Renoviertage und Sonntage.

Wir kommen mit der Renovierung gut voran, die Fliesen im Erdgeschoss sind schon raus. Meine Aufgabe war es, zeitgleich die Küche, die drin war, vom alten Fett zu befreien. Das Problem – die Küche ist aus Vollholz, das Fett ist also richtig schön eingezogen, was man auf den ersten Blick gar nicht richtig sieht. Aber wenn man das Holz anfasst – uhä!
Also hab ich erst mit Scheuermilch einen Tag lang alles abgeschrubbelt. Hat nichts gebracht. Im Baumarkt bekam ich dann ein Zaubermittelchen, einen Entfetter. Nach einem euphorischen Tschaka-damit-krieg-ich-alles-weg-Gefühl kam die Ernüchterung – das Zeug hat in diesem Fall kläglich versagt. Die Türen waren auch nach dreimaligen Einreiben noch so fettig, dass man kleine Fettflöckchen mit den Fingernägeln abkratzen kann. Und in der Garage stinkt es jetzt wie nachts im Dönerladen.
Diese Küche weiß zu lackieren ist unmöglich. Vom Kochen wil ich gar nicht reden!

Küche im Haus

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Es muss also eine neue Küche her. Das ist natürlich aufregend und schön, aber leider auch teuer. Und im Budget gar nicht eingeplant.
Ich hab da halt so meine Vorstellungen – Keramikspülbecken, freistehender Kühlschrank, nur Schubladen…



Wir waren heute im Küchenstudio und als ich dem Berater erzählt habe, dass ich eine weiß-grau marmorierte Arbeitsplatte möchte, die aber keinesfalls hochglänzend sein darf, weil das sonst beim Fotografieren spiegelt, hat er mich angeschaut, als hätte ich eine Küche aus rosa Zuckerwatte verlangt. Ich habe den Verdacht, dass der Mann keine Blogs liest. Das würde auch erklären, warum er denkt, dass Marmor nicht mehr angesagt ist. Wie kann man sich nur so irren?
Jedenfalls wird das ganze schon recht kostenintensiv und das, obwohl wir (also ich) nicht mal Oberschränke wollen. Ich möchte eine oben-ohne-Küche. Das heißt, ich möchte offene Regale haben, auf denen ich die Einmachgläser, Schneidebretter und Emailleschüsseln abstellen möchte.
Und wenn da alles offen ist, muss natürlich auch alles hübsch aussehen und zusammen passen. Da kann ich nicht die Gewürzstreuer vom Lidl hinstellen. Da kann man sich noch so viel Mühe geben, die sehen einfach immer doof aus.
Durch Nadine bin ich auf Casa Deli aufmerksam geworden. Da gibt es nicht nur gute Sachen, die sind noch dazu sehr schön verpackt. Die Gewürzdosen sehen echt schick aus und würden sich in einer weißen Küche bestimmt sehr gut machen.

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Bilder von Casa Deli

Letztes Jahr wollte ich mal was backen, wofür ich Cardamom gebraucht hätte. Ich hab das nirgends gefunden, deshalb brauch ich das jetzt. Im Winter gibt´s bestimmt wieder hunderte Rezepte mit Zimt und Cardamom und ich weiß nicht mal, wie das schmeckt. Hab ich da vielleicht was verpasst?
Richtig cool ist übrigends auch, wenn sogar das Ketchup optisch total was hermacht. Ich weiß, eigentlich ist es wurschtegal, wie derdiedas Ketchup aussieht, Hauptsache es schmeckt. Aber ich hab´s halt gern schön.

Eckart ketchup
Bild von Casa Deli

Ist natürlich auch alles wieder ein Bisschen teurer. Passend zur Küche quasi. Aber halt schön. Da werd ich echt immer schwach…

Auf Instagram findet ihr unsere Renovierungsfortschritte unter #WirSindDieDieManSpießerNennt oder ihr folgt einfach meinem Profil.