Dielen Laugen und Seifen nach traditioneller skandinavischer Art

Ich weiß nicht, ob es mir nur so vorkommt, aber in den zwei Jahren in denen wir auf Haussuche waren, habe ich den Eindruck gewonnen, dass 95% der Deutschen ihren Wohnbereich mit Fliesen auslegen. Ich kann mich nur an ein Haus erinnern, das einen Echtholzdielenboden hatte und das war sehr alt und sehr klein.
Nun bin ich aber wie in vielen Dingen auch bei den Bodenbelägen sehr wählerisch. Ich laufe am liebsten Barfuß und ich hasse das Gefühl von kalten Fliesen an meinen Füßen.

Dielen Laugen und Seifen

Dass ich in unserem Haus Massivholzdielen in allen Räumen möchte, war eines der ersten Dinge, die feststanden. Die gängigsten Methoden, Dielen zu verlegen sind das Verkleben auf einer Folie und das Verschrauben auf einer Lattenkonstruktion. Es gibt allerdings noch eine dritte, relativ unbekannte Methode: das Klammern. Hier werden die einzelnen Dielen mit Hilfe von Metallklammern zusammengeklickt. Diese Verlegeart ist allerdings nur bei „Parkett Naturnah“ erhältlich, da die das erfunden und patentiert haben.
Wir haben uns für diese Methode entschieden und die unbehandelten Lärchendielen, sowie das Zubehör für die Endbehandlung im Onlineshop bestellt. Mit Service und Lieferung waren wir zwar nicht zufrieden, aber in den sauren Apfel muss man eben beißen, wenn man diese Methode verwenden möchte. Außerdem sollte man schon bei der Bestellung mit einer gewissen Menge Ausschuss rechnen. Einige Bretter waren Aufgrund von Produktionsfehlern (Ecken abgebrochen, Schrammen vom Sägeblatt, fehlende Feder)nicht verwendbar und deshalb hat uns die bestellte Menge leider nicht gereicht.

Als Trittschalldämmung haben wir Styroporplatten bei Amazon bestellt, die man wie Puzzleteile zusammen steckt.

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Zum Verlegen an sich brauche ich denke ich nichts sagen, man sägt die Dielen zurecht und klickt sie dann mit den Klammern zusammen.
Das, was wirklich einer Beschreibung bedarf, ist die Nachbehandlung. Ich habe bei meiner Suche nach der optimalen Pflege leider keine ausführliche und informative Beschreibung des Laugens- und Seifens gefunden, deshalb will ich hier näher darauf eingehen.
Ich hatte bestimmte Vorstellungen, wie der Boden aussehen sollte: er sollte so hell wie möglich sein, aber trotzdem die schöne Maserung des Holzes zur Geltung bringen. Lackieren schied also aus. Außerdem wollte ich auf jeden Fall ein Nachdunkeln des Holzes verhindern. Nadelhölzer werden durch Sonneneinstrahlung je nach Art mit dem Alter gelblich bis rötlich. Diese Verfärbung setzt schon nach wenigen Tagen ein, wie wir selbst feststellen konnten. An den Stellen, an denen Gegenstände lagen, sah man schnell, dass das Holz ringsum schon nachgedunkelt war. Deswegen kommt auch Ölen nicht in Frage. Wenn man zum Verlegen und Behandeln länger braucht, also, wenn mal ein paar Tage nicht weiter gearbeitet werden kann, sollte man in den Räumen unbedingt die Fensterläden schließen!
Um diese beiden Eigenschaften – also eine natürliche, helle Farbe und das Verhindern von Verfärbung – zu erreichen gibt es nur eine Methode: Laugen und Seifen.
In Skandinavien war diese Methode früher die Standardbehandlung für Holzböden. Und was die Skandinavier für gut befinden, kann ja auch für uns nicht schlecht sein. Von Holz und schöner Optik haben die ja wirklich Ahnung. Noch dazu bin ich ja ein Anhänger des skandinavischen Einrichtungsstils, was könnte also besser passen, als diesen schon von Grund auf umzusetzen?
Also habe ich mich auf die Suche gemacht, um so viele Infos wie möglich darüber zu finden. Wäre ich der schwedischen Sprache mächtig, wäre mir das sicherlich gelungen. Auf deutschen Seiten war die Ausbeute aber mehr als dürftig. Nicht einmal die beiden großen Hersteller der erforderlichen Materialien, Woca und Faxe, liefern dazu ausreichende Informationen.
Wir haben beschlossen, es trotzdem zu machen. Ich weiß nicht, ob wir alles genau richtig gemacht haben, wir sind schließlich keine Fachleute auf dem Gebiet, aber es sieht gut und richtig aus, deshalb möchte ich euch unsere Erfahrungen hier weitergeben, falls irgendjemand da draußen auch auf der Suche nach einer ausführlichen Anleitung ist.

Am Anfang hatte ich starke Bedenken, das Holz mit soviel Flüssigkeit in Kontakt zu bringen. Es wird ja immer davor gewarnt, dass das Holz aufquillt und man Holzböden unbedingt nur nebelfeucht wischen darf. Ich hatte deshalb eine Mail an „Parkett Naturnah“ geschrieben, habe aber bis heute keine Antwort erhalten. Ich habe versucht herauszufinden, wie die Eigenschaften von Lärchendielen im Bezug auf Feuchtigkeit sind. Auch hier bin ich nicht wirklich fündig geworden. Aber in einem Pferdeforum schrieb jemand, dass er einen Stall aus Lärchenholz habe, den er nie behandle und das würde dem Holz nicht schaden. Diese Info musste also ausreichen. No risk, no fun.

Was man allerdings schon beim Verlegen beachten muss, ist, dass das Holz sich durch die große Menge an Feuchtigkeit in der Breite sehr stark ausdehnt (Die Faser saugt sich voll und wird somit dicker, aber nicht länger) Zwar hatten wir ringsherum 2cm Platz zwischen Wand und Holz gelassen, aber das reicht nicht aus. Die Dielen haben sich so stark gedehnt, dass sie gegen die Wand gepresst wurden und sich der Boden gewölbt hat. Um zu vermeiden, dass die Dielen in der Raummitte reißen, hat Michael das letzte Brett mit einem Oszillator abgeschnitten, damit wieder ein Spalt zwischen Wand und Holz ist. Das Problem ist aber, dass das Holz sich beim Trocknen wieder zusammenzieht, der Spalt wird also am Ende größer. Aber es ist auf jeden Fall einfacher, das letzte Brett auszutauschen, wenn der Spalt nicht von der Fußleiste verdeckt wird, als einen Riss in der Raummitte zu flicken.
Im 1. OG haben wir das letzte Brett gleich ganz weg gelassen und erst nach dem endgültigen Trocknen wieder eingesetzt und entsprechend zugeschnitten. Sehr viel einfacher, muss man aber halt erst rausfinden.

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1. Der erste Behandlungsschritt ist, den Boden erst einmal gründlich abzusaugen.
2. Dann wird er einmal gelaugt. Dafür werden folgende Materialien benötigt:
Faxe Universallauge weiß
Flächenstreicher
Farbwanne

Die Lauge wird mit dem Laugenwischer möglichst gleichmäßig aufgetragen. Im ersten Moment ist es etwas befremdlich, dass die Flüssigkeit aussieht wie Farbe. Die Übergänge sollten möglichst sauber verwischt werden.
Das Holz sollte anschließend 24 Stunden trocknen.

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Nach dem Laugen

3. Als nächstes muss die Lauge, die vom Holz nicht aufgenommen wurde, wieder abgewaschen werden. Beim Hersteller der Lauge ist die Rede vom Abschleifen mit einem grünen Schleifpad, aber wer hat schon eine Schleifmaschine zu Hause? Und das Ausleihen im Baumarkt ist nicht gerade günstig. Deshalb kann die Lauge alternativ mit dem Faxe Universalreiniger und einem Bodenwischtuch aus 100% Baumwolle abgeschrubbt werden. Man benötigt also Folgendes:
Schleifmaschine oder
Faxe Intensivreiniger
Wasser
Eimer
Baumwollbodenwischer 
Knieschoner
Putzhandschuhe (der Reiniger trocknet die Haut so stark aus, dass sich die Haut ablöst. Ich hab´s ausprobiert.)

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Am nächsten Tag war´s noch schlimmer

Es empfiehlt sich, auf den Knien zu schrubben, um mehr Druck ausüben zu können. Zu Beginn habe ich noch den Wischer verwendet, aber das funktioniert überhaupt nicht.
Danach muss das Holz wieder 24 Stunden trocknen.

4. Nun kann man endlich mit dem Seifen beginnen. Es wird benötigt:
Faxe Holzbodenseife weiß
Laugenwischer
Eimer
Wasser
Die Seife wird mit Wasser verdünnt, die Angabe auf dem Kanister ist allerdings etwas schwammig. Wir haben fünf Tassen Wasser auf eine Tasse Seife gemischt. Diese Flüssigkeit wird dann, wie zuvor die Lauge, gleichmäßig mit dem Laugenwischer aufgetragen.
Auch hier müssen die Dielen 24 Stunden trocknen. Der Vorgang soll mehrmals wiederholt werden. Wie oft genau, ist wohl unwichtig, denn laut Faxe soll 2-4 mal geseift werden. Wir haben es also dreimal gemacht. Aus Zeitgründen. Man will ja irgendwann mal fertig werden.

Nach dieser recht aufwändigen Prozedur hat man einen grau-beigen (neudeutsch „greige“) Echtholzboden, der sich nicht verfärbt.

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fertig gelaugte und geseifte Dielen und unbehandelte Dielen

Zur Reinigung wird die gleiche Seife wie in Schritt 4, in einem anderen Mischverhältnis, verwendet. Dadurch wird der Boden immer wieder rückgefettet, ähnlich wie beim Waschen von Haut mit Olivenseife. Durch den Schutzfilm, den die Seife erzeugt, lassen sich Flecken einfach abwischen und Wasser zieht nicht sofort ein. Wir haben die Dielen ja auch in der Küche und in beiden Gästeklos verlegt und ich denke, wenn man nicht gerade einen Rohrbruch hat, ist das kein Problem. Die Waldmöwe hat inzwischen schon öfters Karrottenbrei auf den Boden gespuckt und das ging ohne Probleme weg.
Der Schreiner, der unsere Küche eingebaut hat, hat uns außerdem einen guten Tipp gegeben: wenn mal etwas runterfällt und einen Macken ins Holz schlägt, einfach ein wenig Wasser auf die Stelle tröpfeln und die Delle hebt sich wieder. Bisher ist noch nichts Derartiges passiert, aber wenn, dann werde ich das auf jeden Fall testen.
Zugegeben, der Boden ist schon recht empfindlich im Vergleich zu Fliesen. Aber mit Straßenschuhen läuft mir sowieso keiner im Haus herum und für die Renovierungsarbeiten und den Umzug haben wir Überschuhe gekauft und Malervlies ausgelegt.
Und dieses Gefühl von echtem Holz unter den Füßen und die Möglichkeit, sogar im Winter, auch ohne Fußbodenheizung, mit der Waldmöwe auf dem Boden zu spielen, macht alle Mühe und Pflegebedürftigkeit wieder wett!

Hier noch einmal die wichtigsten Dinge zusammen gefasst:

  • Beim Bestellen der Dielen großzügig rechnen, da einige Bretter unbrauchbar sein werden.
  • Die Verbrauchsangabe bei Lauge, Reiniger und Seife beachten. Das Holz schluckt eine Menge! Wenn nötig, kann auch bei Amazon nachbestellt werden.
  • Die Dicke des Holzes beachten. Eventuell müssen Türrahmen und Türblätter abgesägt werden.
  • Als Trittschalldämmung Styroporpuzzleteile, bei Amazon erhältlich
  • Beim Verlegen das letzte Brett noch nicht befestigen und separat behandeln
  • In der arbeitsfreien Zeit den Raum verdunkeln
  • Den Boden nach jedem Arbeitsschritt gründlich trocknen lassen – 24 Stunden
  • Holzböden nur mit Baumwolle wischen!

Im Schlafzimmer haben wir das Stäbchenparkett drin gelassen. Nach dem Abschleifen haben wir es genauso behandelt, wie die Dielen, obwohl wir nicht wussten, welches Holz es ist und es hat auch hier sehr gut funktioniert.

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Wie gesagt, wir sind keine Experten, aber wir sind mit dem Ergebnis zufrieden und froh, dass wir´s einfach gemacht haben.

Ich habe inzwischen drei Artikel zu diesem Thema verfasst, die eigentlich alle Fragen beantworten sollten. Sollte doch eine Frage auftauchen, die in keinem der Artikel beantwortet wird, schreibt bitte einen Kommentar, damit alle Leser etwas von der Antwort haben.
Ich biete keine individuelle Beratung per Email an! Mehr als die Infos, die ich hier auf dem Blog weiter gebe, habe ich nicht.

Infos zur Reinigung und Pflege findet ihr hier: Erfahrungsbericht nach einigen Monaten
Die Antwort auf die meistgestellten Fragen könnt ihr hier nachlesen: FAQ

31 Kommentare

  1. Ich würd am liebsten kommen und mit Deiner Zuckerschnute über den Holzboden robben. Hach, wie vermisse ich warmes Holz unter meinen Füßen.
    Für die ganze Arbeit, die du Dir da machst, bewunder ich Dich immer immer wieder. Ich kann mir gar nicht vorstellen das alles durchzuhalten! Viel zu faul wahrscheinlich.
    Gruß!

  2. Schon lange wollte ich hier kommentieren. Ihr seid ja schon ein bisschen verrückt. So unglaublich viel Arbeit!! Aber Du weißt ja: mir gefällt Euer Ergebnis wirklich unglaublich gut! Danke für die ausführliche Anleitung! Ganz liebe Grüße, Annette

    • Das stimmt, ein Bisschen verrückt ist das schon. Aber man hat die Arbeit ja nur einmal und dafür sehr lange einen schönen Boden. Das gleicht die viele Arbeit wieder aus 🙂

  3. Super, dass du das Laugen so ausführlich beschrieben hast, Auch ich habe schon versucht herauszufinden, wie die Schweden das machen… Wir haben ein altes Bauernhaus und überall alte Pitchpinedielen verlegt und ich wünsche mir oft, dass der Boden heller wäre. Da wir jetzt den Dachboden ausbauen, werde ich mir deine Methode unbedingt merken und vielleicht demnächst ausprobieren (dauert noch ein bisschen)
    Dein Boden gefällt mir jedenfalls gut. Aber ich würde mir glaube ich die Schleifmaschine ausleihen. Geht nicht auch eine Poliermaschine?

    Liebe Grüße aus dem Norden vom Deich
    Claudia

  4. Hi, echt sehr interessanter Bericht und toll beschrieben!
    Wir sind aktuell ebenfalls dabei (bzw wollen dieses Wochenende starten …) einen lackierten Fichteboden aufzubereiten in einem fast 400 Jahre alten Haus. Es steht schon fest das wir ihn nach dem kompletten abschleifen laugen werden; allerdings schwanken wir noch zwischen „seifen“ und „ölen“ als Nachbehandlung. Kannst du nach den ersten 2 Monaten schon etwas zur Schmutzanfälligkeit, Pflege etc bei der seifung sagen?
    Wie du ja schon erwähnt hast gibt es leicher nicht wirklich viele deutschsprachige Infos zu dem Thema neben den Online-Anleitungen von Faxe und Woca wo natürlich nicht auf einen Vergleich zur Langzeitpflege, Beständigkeit und Instandhaltungsaufwand der verschiedenen Methoden eingegangen wird.
    Kinder können ja auch schon mal den Boden etwas mehr beanspruchen als einem lieb sein mag 🙂
    Wir sind echt noch unentschlossen …..
    PS: Toller Blog!

    • Hallo Marco,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich werde versuchen so schnell wie möglich einen kurzen Artikel zu schreiben, wie das mit der Reinigung bisher geklappt hat, mit Vorher-Naher-Bildern von Flecken.
      Herzliche Grüße
      Pepper

  5. Hallo, ich bin über sli hier hergekommen. Finde deinen ausführlichen Bericht sehr interessant, es stimmt wir haben letztes Jahr auch viel recherchiert und überall nur Brocken gefunden. Wir haben uns allerdings gegen Laugen und Seifen und für Ölen entschieden. Die beiden Varianten waren aber die Top 2. Wachsen sagte uns nicht zu und Lackieren erst recht nicht. Ich finde es allerdings unpraktisch alle Möbel rücken zu müssen, wenn man mal wieder nachwischt. WIe machst du das? Das Problem mit den ausdehnen hatten wir nicht, denn der Dielenboden bei uns liegt schon seit 100 Jahren und ist wohl mittlerweile zu faul sich zu bewegen 😉
    In der Küche war der Boden allerdings so kaputt, dass wir neuen verlegt haben. Den haben wir vor dem Verlegen geölt. Im Badezimmer haben wir eine Altholzverkleidung an einer Wand angebracht, die verzieht sich allerdings noch ordentlich oO
    Schöne Grüße, ich stöbere hier noch etwas…schöner Blog!

    • Schön, dass du hier vorbeischaust!
      Die Möbel lasse ich immer stehen. Außer den Küchenmöbeln haben wir auch gar keine, die direkt auf dem Boden stehen. Die haben alle Füße und man kommt überall mit dem Wischer drunter. Aber selbst wenn das nicht so wär, würde ich sie stehen lassen. An den Stellen, wo was direkt auf dem Boden steht, kommt ja eh nichts hin.
      Danke für das Kompliment!

  6. Christoph

    Hallo,

    eine wirklich sehr gute Beschreibung der durchgeführten Arbeit! Vielen Dank dafür! Euer Boden sieht wirklich super aus. Da ich überlege es euch gleichzutun wollte ich euch fragen, welche Dielen ihr genau von Parkett naturnah genommen habt. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Viele Grüße

  7. Christoph

    Hallo Peper,

    danke für die Antwort. Dir Frage zielte auf die Qualität der Dielen ab. Da gibt es bei bei Parkett naturnah ja diverse mit seht unterschiedlichen Preisen.

    Gruß Christoph

    • Achso! Bei uns gab es damals nur die eine Sorte von unbehandelter Lärche. Die hatte 26€ qm gekostet, glaube ich.

  8. Hallo Pepper,

    leider haben wir einen großen Fehler gemacht und unsere frisch verlegten Dielen ölen lassen… Jetzt beissen wir in den saueren Apfel und lassen die schönen Raumlangen Dielen nochmal abschleifen um zu Laugen und Seifen.
    Würde mir auch gerne die Poliermaschine ersparen… Aber bei 70qm? (und da kommen nochmal 35 dazu) Wieviel qm musstest du per Hand „abrubbeln“?

    Gruß Flo

    • Ok, dann schaff ich das auch 😛 Hast du wirklich zum Auftragen der Lauge einen Flächenstreicher verwendet und zum Seifen dann einen Laugenwischer? Gabs dafür nen Grund?

      Gruß Flo

  9. Hallo Pepper,
    mit Begeisterung habe ich deinen Bericht gelesen, da ich momentan in der Entscheidungsphase stecke.
    Mich würde interessieren, wie zufrieden du nach zwei Jahren mit dieser Methode bist und wie du den Boden reinigst/pflegst. Unternimmst du z. B. einmal jährlich eine zusätzliche Unterhaltspflege wie es bei geöltem Boden notwendig ist?
    Wir möchten den Boden in einer Wohnküche legen (am stärksten frequentierter Raum) und in anderen Beiträgen wird davon laufend abgeraten. Wie siehst du es mit der Empfindlichkeit? Mir ist klar, dass man auf einem Holzboden eher Gebrauchsspuren sieht als auf Laminat, aber wenn der Boden nach zwei Jahren „hinüber“ ist, müssen wir uns etwas Anderes überlegen.
    Vielen Dank & liebe Grüße
    Julia

    • Hallo Julia, schau doch mal meine beiden Folgebeiträge zu diesem Thema an: ‚Dielen Laugen und Seifen – Pflege‘ und ‚Häufig gestellte Fragen‘.

  10. Ich habe auch eine Frage! (:

    Muss man das laugen und seifen denn wiederholen?

    Wie sieht es mit Flecken aus? Was ist wenn ich Kaffee verschütte?

    Liebe Grüße
    Lisa

  11. Hey Pepper,
    auch von mir danke für deinen Artikel. Hat mich auf jeden Fall bestärkt mein Vorhaben nicht aus den Augen zu verlieren.
    Doku und kurze Anleitungen gibt es auch auf Deutch bei dem deutschen Vertreiber unter faxe.de
    Auch der telefonische Support war sehr nett und kompetent.
    Wenn man nach dem laugen mit der Seife (auch wenn sie Ölseife heißt) weiter arbeitet dann muss die überschüssige Lauge nicht von den Dielen entfernt werden. Da beides basisch ist vertragen sich die Komponenten ganz gut.
    Nur wer danach mit Öl weiter arbeiten will muss die Laugenreste entfernen da die Lauge das Öl zersetzen würde. Das kennen wir ja vom abwaschen.
    Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren.

    Grüße Falko

    • Hallo Falko,

      die Anleitung gab es vor zwei Jahren noch nicht und auch die Anwendungsbeschreibung auf den Produkten selbst hat sich seitdem geändert. Ich bestelle die Produkte ja immer wieder neu, deshalb fällt mir das auf. Da hat sich schon Einiges geändert, seit ich die Produkte zum ersten Mal angewendet habe.

  12. Hej Pepper,

    vielen Dank für deinen Bericht! Unsere Dielen haben sich zum Glück nicht ausgedehnt, sie liegen aber auch schon achtzig Jahre. Hier in Kiel gibt es tatsächlich auch einen Laden, der einen hervorragend berät (hat die Faxe-Produkte). Vielleicht liegt es an der Nähe zu Skandinavien…

    Eine wundervolle Weihnachtszeit,
    Lea.

  13. Hallo Pepper!

    Vielen Dank für Deine ausführlichen Erfahrungsberichte zum Laugen und Seifen.
    Wir werden unsere Dielen (Fichte oder Kiefer) im ganzen Haus wohl auch so behandeln. Da bei uns die Wände und Decke auch mit Holz vertäfelt sind, überlegen wir eventuell auch hier zu Laugen und zu Seifen.
    Was meinst Du mit Deiner Praxiserfahrung dazu?
    Wobei bei der Decke nur Ölen vielleicht die ungefährlichere Variante wäre…

    Schöne Grüße
    Klaus

    • Hallo Klaus, da ist die Methode an Decken und Wänden noch nicht angewendet habe, kann ich dir hier leider nicht weiter helfen.
      Gruß
      Pepper

  14. Sandra Krus

    Das ist ja mal eine super Seite die man mit großer Freude bis zum Ende durchliest. Leider haben wir schon einen fertig Behandelten aber trotdem wunderschönen Holzfußboden aus Eiche von der Dielenschmiede uns zugelegt, ansonsten hätte ich das gerne auch mal selber ausprobiert mit dem selber färben. Uns wurde gesagt das ein geseifter Boden nicht so Wasserbeständig ist wie ein geölter oder gewachster Holzfußboden ist das richtig? Bekommt Ihr Zuhause schnell oder überhaupt Flecken ? Und wie bekommt Ihr diese wieder weg? Wir überlegen uns in unserer Küche die Fliesen in Holzdielen zu ersetzen die wir auch im Rohzustand von der Dielenschmiede beziehen könnten und wollen diese dann auch selbst behandeln. Ich hoffe das bekommen wir auch so super hin wie ihr. Drück uns die Daumen. Liebe Grüße Sandra

  15. Ich habe seid 16 Jahren in Küche, Wohn- und Essbereich einen weiß geseiften Tannendielenboden. Trotz zweier aufwachsender Jungs ( Holzklötze, Fussball …. ) wird der Boden immer schöner. Im Gegensatz zum weniger benutzen Obergeschoss der geölt ist und bei dem man die Macken eher sieht. Kann ich jedem empfehlen.
    Margot

  16. Ursula Walker

    Hallo Pepper,
    dein Bericht hat mir sehr gut gefallen, So einen Holzfussboden moechte ich auch gerne haben.
    Die Arbeit scheue ich nicht. Da ich aber bereits fast 70 J. alt bin, wuerde mir diese Arbeit auf dem Boden doch etwas schwer fallen. Deshalb ist meine Frage: Kann ich die Holzdielen auch vor dem Verlegen laugen und seifen?
    Ursula

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!