Eine Qualle für´s Wohnzimmer

Wenn man neu in ein Haus einzieht, weiß man nicht unbedingt sofort, wo man welche Lichtquelle benötigt. Beim Kauf eines fertigen Hauses ist man außerdem durch die Lage der Steckdosen und Anschlüsse außerdem in der Flexibilität stark eingeschränkt. In den zwei Jahren, in denen wir jetzt hier im Haus wohnen, haben wir nach und nach gemerkt, wo welche Lampe gebraucht wird.
Im Wohnzimmer sind in der Decke Spots installiert, die wir so gelassen haben. Damit kann das Wohnzimmer großflächig beleuchtet werden, also brauchen wir noch Lampen für eine indirekte, gemütliche Beleuchtung und die ein oder andere konzentriertere Lichtquelle, zum Lesen oder Handarbeiten.
Sich bei der Auswahl Zeit zu lassen ist nicht nur sinnvoll, um den Bedarf besser einschätzen zu können, sondern auch, um überhaupt mal das Angebot zu sichten. Es gibt ja inzwischen so unglaublich viele schöne Lampen, dass einem die Entscheidung wirklich schwer fällt.
Eigentlich hatte ich mich schon ziemlich fest für die ODA von Pulpo entschieden, aber dann fand ich bei Connox {Kooperation} zufällig die Kurage von Foscarini. Es war Liebe auf den ersten Blick, das muss ich jetzt einfach mal so kitschig sagen. Ich glaube, es gibt unter all den schönen Exemplaren keine Lampe, die besser zu meinem Stil passt, als diese japanische Lampe aus Washi-Papier und Beinen aus Eschenholz.

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Das Design von Luca Nichetto und Nendo ist inspiriert von der Optik einer Qualle und der japanische Name „Kurage“ bedeutet auch genau das.
Der zarte Papierschirm balanciert auf einer Unterkonstruktion aus Kunststoff und ist nirgends fixiert, was der Lampe zusätzliche Leichtigkeit verleiht, als würde sie gleich davon schweben. Das Kabel ist ebenfalls ganz besonders, denn es ist nicht einfach nur ein Textilkabel, wie man es inzwischen bei vielen Lampen sieht. Das Kabel ist mit Papierfasern umwickelt, was die Struktur des Schirms wieder aufgreift und sehr hochwertig wirkt.

Das Licht der Lampe ist wunderbar warm und durch den Papierschirm sehr sanft und stimmungsvoll. Obwohl die Beleuchtung eher indirekt und diffus ist, hat sie doch eine große Reichweite und leuchtet hell genug, um die Lampe auch zum Lesen anzuschalten.
Mit ihrem Lichtschein unter dem Papier erinnert sie mich ein bisschen an die Laternen, die man in den Himmel aufsteigen lassen kann.

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Die Quallen-Lampe passt zu fast allem, was wir hier an Dekoration haben. Die weiße Koralle passt nicht nur farblich dazu, sie greift auch noch das Meeresthema wieder auf, während die Kokeshi das japanische Design ergänzt.
Das Bild in dem Rahmen vom Flohmarkt stammt aus einem alten Kalender und ist wie geschaffen für dieses Styling.

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Der Kontrast zwischen der filigranen Lampe und der rustikalen Optik der Werkbank gefällt mir so gut, dass ich diese am liebsten im Wohnzimmer stehen lassen würde, obwohl sie eigentlich als Schreibtisch für die Waldmöwe gedacht ist. Ich habe sie bei ebay Kleinanzeigen gefunden und der Besitzer hätte sie fast zu Brennholz verarbeitet. Ist das nicht unglaublich? Ich wusste gar nicht, dass es auch solche kleinen Kinderwerkbänke gibt.
Als Beine habe ich unseren alten Ikea Schreibtisch MICKE auseinander gebaut und für das zweite Bein habe ich noch einen bei ebay Kleinanzeigen gekauft.
In nächster Zeit braucht unsere Tochter ja sowieso nicht wirklich einen Schreibtisch, also kann die Werkbank ja auch noch ein wenig im Wohnzimmer stehen. Momentan benutzen wir sie als Couchtisch und ich kann mich gar nicht daran satt sehen.

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Das ganze Arrangement mit der Werkbank und der Lampe hat mein Herz im Sturm erobert (ich weiß, wieder kitschig, aber wenn man verliebt ist, wird man halt so) und jeden Morgen, wenn wir runter kommen, gehe ich zuerst ins Wohnzimmer und schaue mir alles nochmal an.
Das letzte Bild ist quasi ein visuelles Zitat meines Stils – ein gebrauchtes, rustikales Möbelstück, kombiniert mit einer außergewöhnlichen Lampe, die das allerschönste Licht verbreitet. Dazu ein minimalistischer Druck, afrikanische Körbe, ein flauschiger Teppich aus fairem Handel und ein Beistelltisch in modernem, nordischen Design. Das alles ergänzt durch Accessoires aus der Natur und Asien, sowie durch diverse Kunstbücher. Alles farblich aufeinander abgestimmt, aber in Material und Struktur völlig verschieden. Hach! Für mich ist das einfach perfekt! Von allen Stylings, die ich bisher gemacht habe, um euch irgendetwas Neues zu zeigen, ist dieses das Schönste, weil es eben genau das ausdrückt, was mir gefällt.

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Bei Connox habt ihr noch bis Weihnachten die Chance, im Adventskalender viele tolle Möbel und Wohnaccessoires zu gewinnen. Die „Kurage“ ist zwar nicht dabei, aber dafür jede Menge anderer Gewinne, die einige von euch vielleicht auf der Wunschliste haben. Zum Beispiel der Holzaffe von Kay Bojesen. Und als Hauptpreis könnt ihr sogar den legendären Lounge Chair von Vitra gewinnen! Aber an dem Tag solltet ihr vielleicht besser nicht mitmachen, auf den spekuliere ich nämlich selbst 😉

4 Kommentare

  1. Solltest du dich jemals an dieser Werkbank sattsehen – ich bin in zwanzig Minuten bei dir und nehm sie sofort mit ♥ Hut ab für deine Styling-Künste!

  2. Die Lampe ist der Hammer! Und die Werkbank ebenfalls! Ich beneide ein wenig den morgendlichen Blick ins Wohnzimmer 😉

  3. Einfach wunderschön! Die Kombination mit der Werkbank ist wirklich sehr gut gelungen. Es ist auch faszinierend, dass man sofort die Qualle in der Lampe erkennt. Echt ein tolles Stück! 🙂
    Liebe Grüße, Leonie von INDECORATE

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!