Hallo Knackpo! Vom Schicksalsberg zu den Emerald Lakes – Tongariro Alpine Crossing

24. März 2013

Um 9 Uhr sitzen wir im Shuttle vom Nationalpark zum Beginn der Alpine Crossing Strecke. Kostenpunkt: 35$ pro Person.
Leider hat einer der Vulkane auf der Strecke Blähungen, deshalb ist die Hälfte gesperrt. Wir dürfen nur bis zu den Emerald Lakes wandern und müssen dann den gleichen Weg zurück laufen, was wirklich schade ist.
Im Reiseführer stand, dass die Wanderung bis zu 10 Stunden dauert. Nachdem der Herr an der DOC Rezeption allerdings meinte, wir würden höchstens 7 Stunden unterwegs sein, habe ich nun das beschwingte Gefühl zu einem kleinen Spaziergang aufzubrechen.

Schicksalsberg 2

Tongariro Alpine Crossing 2

Der Weg beginnt als Schotterpfad durch dichtes Heidekraut, doch schon bald befinden wir uns auf dem Holzweg. Um die Planzen nicht zu beschädigen, gibt es hier einen langen Holzsteg, der sich durch die Berge schlängelt.

Tongariro Crossing

Tongariro Alpine Crossing 7_1Schon bald erreichen wir den Schicksalsberg. Andächtig blicken wir hinauf und stellen uns vor, wie Frodo und Sam sich hinaufquälen um den Ring zu zerstören. Natürlich sieht das hier alles um Einiges harmloser aus, als im Film. Aber trotzdem, ich habe Gänsehaut.

Schicksalsberg

Tongariro Alpine Crossing 12
Der Weg nach oben besteht aus vielen, vielen Stufen. Wenn ich heut Abend mal nicht einen super Knackpo habe! Ha! Das motiviert.

Was aber ziemlich nervt ist das ständige Aus- und Anziehen. Es ist windig und im Schatten empfindlich kühl. In der Sonne kommt man aber sofort ins Schwitzen.

Tongariro Alpine Crossing 11Weit oben erreichen wir eine Ebene, die von Felswänden gesäumt wird. Wir befinden uns in einem Vulkan. Uah! Aus dem Boden dampft es sogar ein Bisschen.
Wir würden zu gerne wissen, wie weit es noch bis zum Umkehrpunkt ist und halten zwei Frauen an. Deutsche, was denn sonst.

Das letzte Stück ist ziemlich anstrengend, da es hier keinen festen Weg mehr gibt, nur rutschiges Sandgeröll.
Und dann sind wir ganz oben und schauen auf die Emerald Lakes hinunter. Weiter hinten sehen wir den Blue Lake, an dessen Rand der Weg eigentlich entlang führen würde. Aber wir müssen ja hier umkehren. Gern hätten wir gesehen, was diese Strecke noch bereit hält.

Wenn ihr auf die Panoramabilder klickt, werden sie größer.

Tongariro Alpine Crossing 4

Tongariro Alpine Crossing

Tongariro Alpine Crossing 13

Tongariro Alpine Crossing 3Wir machen eine Pause, essen etwas und machen uns dann auf den Rückweg. Um 5 Uhr kommt das letzte Shuttle.

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Tongariro Alpine Crossing 10

Tongariro Alpine Crossing 8
Wieder im Nationalpark fallen wir erschöpft in unser Bett. Die Wanderung war echt anstrengend, aber nicht unerträglich. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Aussicht entschädigt für die Anstrengung.
Morgen fahren wir weiter. Zwar gibt es hier noch viele interessante Wanderstrecken, aber das ist das Problem, wenn man so viel wie möglich sehen will. Man kann an jedem Ort nur kurz bleiben.

Heidekrauthimmel

Tongariro Alpine Crossing 6

 

3 Kommentare

  1. Ohh, ich hab Neuseeland-Sehnsucht!! Wir haben die Wanderung letztes Jahr leider nicht geschafft. An dem Tag war ein Sturm mit Regen angekündigt und da haben wir uns nicht getraut. Deine Bilder sind grandios!
    Liebe Grüße, Daniela

  2. Ich bin immer noch baff, dass die Strecke aufgrund vulkanischer Blähungen gesperrt wird.
    Und den schicken Holzweg gab es bei uns damals noch nicht. Wir durften noch die letzten Pflänzchen kaputt trampeln.
    Also, wir haben für den kompletten Weg 6 Stunden gebraucht und haben uns echt Zeit gelassen. Es ging morgens um 05.00 Uhr los, so dass wir den Sonnaufgang schön miterleben konnten.
    …und ja, das Umziehen war wirklich etwas nervig. Aber was soll’s! Für diese Erfahrung hätte ich mich auch nackig gemacht…wenn’s keiner gesehen hätte.

    Ach, das war echt ein Erlebnis! Hallo Fernweh!

    Liebe Grüße,
    Vanessa

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!