Mein Gartenjournal und selbstgemachter Löwenzahnsirup

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Als ich vor einiger Zeit unsere Johannisbeersträucher im Garten genauer angeschaut habe, habe ich fest gestellt, dass wir dieses Jahr ziemlich wenig Beeren bekommen werden. Um herauszufinden, woran das liegen kann, habe ich ein wenig recherchiert und habe herausgefunden, dass ich die Sträucher längst hätte schneiden müssen und die Triebe teilweise viel zu alt sind, um noch ertragreich zu sein.

Ich kenne mich mit dem Gärtnern und Beschneiden überhaupt nicht aus, weshalb bei uns im Garten das meiste einfach so vor sich hin wächst. Bei Zierpflanzen ist mir das auch egal, aber wenn davon die Ernte beeinträchtigt wird, will ich auf jeden Fall Abhilfe schaffen.
Deshalb habe ich beschlossen, ein Gartenjournal zu führen, indem alle Pflanzen, die wir in unserem Garten haben, beschrieben sind. Das verschafft mir nicht nur einen Überblick, über das, was bei uns wächst und was man damit machen kann, sondern sorgt auch dafür, dass ich mich immer mal wieder in Ruhe mit Illustrationen beschäftige. Ohne einen bestimmten Grund gerät das immer in Vergessenheit, weil es mir dann irgendwie nicht wichtig genug erscheint. Dabei mache ich das eigentlich sehr gern. Ich liebe es, zu skizzieren, zu malen und schön zu schreiben. Für dieses Gartenjournal will ich mir immer mal wieder Zeit nehmen und es so schön wie möglich gestalten.

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Die Illustrationen von Pflanzen und Früchten fertige ich mit Aquarellfarbe an und ergänze sie gegebenenfalls mit meinen Zeichenstiften. Inzwischen habe ich eine große Auswahl an verschiedenen Farben und Modellen von Pilot Pen {Kooperation}, mit denen ich schon viele Karten und Etiketten gestaltet habe. Wenn ich etwas besonders schön schreiben möchte, wie hier die Überschriften und die Texte, verwende ich verschiedene Lettering Stifte von Pilot Pen. Mit den speziell geformten Spitzen ergibt sich der Wechsel von feinen und dickeren Linien automatisch während des Schreibens.
Damit beschrifte ich auch immer die Etiketten für Geschenke, wie hier an den Gläschen.
Natürlich klappt das nicht immer beim ersten Versuch, weshalb ich manche Letterings erst mit den Zeichenbleistiften von Pilot Pen vorzeichne und nach dem Nachzeichnen mit dem Lettering Pen die sichtbaren Reste wegradiere. Die Tinte verschmiert dabei zum Glück nicht.

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In unserem Garten wachsen viele Dinge, aus denen sich ganz tolle Geschenke machen lassen, aber oft ist mir die Wirkung und Nutzbarkeit vieler Pflanzen gar nicht bewusst. Wir haben zum Beispiel sehr viel Löwenzahn im Garten, den wir eigentlich vorrangig als Unkraut betrachten, obwohl man daraus eigentlich eine Menge machen kann. Dass man die Blätter als Salat essen kann, weiß ich schon aus dem Kindergarten, aber dass man aus den Blüten Sirup und Gelee herstellen kann, war mir neu. Man kann sogar die Wurzeln essen! Aus ihnen wurde in Kriegszeiten auch Kaffeeersatz hergestellt.
Als vor Kurzem meine Freundinnen Ann und Becca zu Besuch da waren, haben wir eine ordentliche Menge Blüten gezupft und ich habe daraus Sirup gekocht, der wie Honig aussieht und auch ähnlich schmeckt. Zusammen mit dem Löffel von Couleur Locale und einem selbst gebundenen Rezeptheftchen, wird daraus ein süßes Geschenk, in dem ganz viel Zeit und Mühe steckt.

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Als Geschenk zur Geburt unserer Nichte, habe ich eine ganz kleine Pusteblume in einem Einmachglas konserviert. Es war gar nicht so einfach, sie da hinein zu bekommen, ohne dass die Schirmchen davon fliegen! Man sagt ja, dass man sich etwas Wünschen soll, wenn man die Schirmchen auf die Reise schickt, deshalb finde ich die Idee, eine Pusteblume als Synonym für viele gute Wünsche zu verschenken ganz schön. Die Karte habe ich mit dem Schönschreibfüller von Pilot Pen beschriftet und mit Kleksen in Löwenzahnfarben verziert. Das Ganze soll ein bisschen an eine Löwenzahnwiese erinnern.

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Als Dankeschön für Hochzeitsgäste, die Freundin oder die Nachbarin, die im Urlaub immer die Blumen gießt, finde ich genähte Samentütchen eine tolle Idee. Dazu eine selbst gestaltete Karte und, ganz wichtig, auf der Rückseite des Tütchens oder auf einem Zettelchen im Inneren, einen kleinen Überblick über den Inhalt und den Zeitpunkt der Aussaat.

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Von all diesen Sachen mache ich Bilder, die ich dann irgendwann ausdrucken und in mein Gartenjournal einkleben will. So entsteht gleichzeitig eine Art Garten-Erinnerungsalbum.
Es gibt ja auch viele vorgefertigte Journale, aber die sind mir zu allgemein. Ich möchte ein Buch gestalten, dass genau auf unseren Garten abgestimmt ist, mit Rezepten, die ich ausprobiert habe und gut finde.

Ich hoffe, dass ich die Motivation für das Journal nicht verliere, denn es macht jetzt schon nach wenigen Seiten große Freude, darin zu blättern. Wenn ich mir vorstelle, was für eine großartige Sammlung in ein paar Jahren vielleicht daraus geworden ist, werde ich ganz aufgeregt!

13 Kommentare

  1. Das ist wirklich eine ganz tolle Idee! und schon jetzt schon total schön! Das werde ich mir für später merken, wenn wir irgendwann einen Garten haben!

  2. Mega schön !! Ich frag mich ja wirklich immer wieder, was du eigentlich nicht kannst 😉
    Echt toll und ich hoffe wir schaffen es dieses Jahr mal, gemütlich in eurem Garten zu grillen.
    Grüßle
    Dani

  3. Ganz zauberhaft. Die Idee ist wirklich klasse. Wäre schön, wenn du weiterhin darüber berichtest. Habe erst gestern einen Johannisbeerstrauch gekauft und sollte auch so ein Büchlein anlegen, da ich auch gerne alles so ein bisschen vor sich hinwachden lasse.

  4. Katrin Riedel

    Wie wunderschön. Du liebst was du tust und hast eine unheimliche Energie. Dazu kommt ein großes Talent. Wirklich zauberhaft. Tolle Idee, die Pusteblume zum weinen schön. Du bist ein glücklicher Mensch. Danke.

  5. So ein tolles Journal und so tolle Illustrationen, du bist wirklich begabt.
    Da könnteste direkt ein Buch daraus machen, von dem alle etwas haben. Denn so schöne illustrierte und mit kurzen, aber aussagekräftigen Texten (bzw. Informationen) verzierten Bücher findet man so gut wie gar nicht…

    Liebe Grüße,
    Linda

  6. Wow, kannst du schön schreiben, da beneide ich jeden, der nicht so eine Sauklaue hat wie ich. Mit meiner Tochter mache ich gerade ein Naturtagebuch, wir pressen die Pflanzen, kleben sie ein und sie schreibt dann Name und ein bisschen Info dazu.

    Wenn ich dir für die Pusteblume einen Tipp geben darf: sprüh sie ein bisschen mit Haarspray oder durchsichtigen Lack ein – von ganz weitvweg und nur einen Hauch. Das hält super… Achja: der Löwenzahnkaffee schmeckt ekelhaft :-)

    Glg Uli

  7. Ein wunderbares Werk hast du da begonnen!
    Ich wollte mich auch schon ewig mal wieder mit Zeichnen beschäftigen, komme aber irgendwie nicht dazu (bzw.: ich stelle das irgendwie immer hintenan).
    Dein Stil gefällt mir unglaublich gut und ich kann den Vorkommentator*innen nur zustimmen: Du hast ein großes Talent!

    Liebe Grüße
    Jenni

  8. so schön, wie du das vorstellst. Ich bin auch dran ein Journal zu starten, weiß noch nicht genau mit welchem Thema. Ob Tagebuch, Kochbuch oder anderes. Wunderbare Schrift. Wir kochen auch Marmelade im Sommer, solche Anhänger sind so hübsch. Danke für deine Ideen.

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!