Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad {Urban Jungle Bloggers}

Alle Urban Jungle Bloggers, die jetzt vielleicht verwirrt sind: nein, ihr habt das neue Thema nicht verpasst! Dieser Artikel ist ein zweiter Beitrag zum Thema Plantshelfie. Kurz nachdem ich nämlich meinen Artikel zum Novemberthema der Urban Jungle Bloggers vorbereitet hatte, war ich zu Besuch bei meiner Oma Rosi. Sie ist eine von diesen Omas, für die das Lied „meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ geschrieben wurde. Mit ihren knapp 80 Jahren ist sie immernoch quitschfidel und voller Energie. Während die Waldmöwe dort genüßlich Kekse in sich hineinstopfte (wirklich, das kann man nicht als essen bezeichnen), betrachtete ich die Fensterbank. Schon allein diese eine Fensterbank beherbergt Verkaufsmaterial für einen kleinen Flohmartstand. Meine Großeltern sind nämlich leidenschaftliche Sammler und Flohmarktverkäufer. Seit Jahrzehnten sind sie Stammgäste auf allen Flohmärkten in der Umgebung.
Mein Blick bleibt an einer Pflanze hängen, die aussieht wie… kann das sein, dass meine Oma sowas hat? So ohne Brille und mit Spitzengardienen im Sichtfeld schwer zu beurteilen. Ich nähere mich vorsichtig dem Objekt um keinen allzu krassen Bestätigungsfreudenschock zu erleiden. Einige werden sich jetzt fragen: spricht sie immernoch von einer Zimmerpflanze, oder habe ich das Wort „Goldnugget“ irgendwo überlesen? Nein, es geht tatsächlich immernoch um eine Pflanze. Aber nicht um irgendeine – auf der Fenterbank meiner Oma steht eine prächtige Pilea! Diese, auch Glückstaler genannte Pflanze, kommt wildwachsend nur in China in der Provinz Sichuan vor.
Wir haben hier in Mühlhausen zwar elektrischen Strom und fließendes Wasser, aber wenn man in den Gärtnereien der Umgebung nach Trommelstöckchen, Eukalyptus oder Pilea fragt, wird man schnell als exzentrisch eingestuft.

 

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„Guck mal, da ist wieder die Frau Schmidt. Bin mal gespannt, was sie jetzt wieder will. Bestimmt wieder so eine Bloggerpflanze, die nur im Himalaya wächst.“
„Mich hat sie neulich nach einer articularia nelumbipholia gefragt. Die spinnt doch!“

Jedenfalls könnt ihr euch ja denken, dass meine Oma mir die Pflanze geschenkt hat, sonst würde sie ja nicht bei mir im Regal stehen. Meine Oma ist nicht nur quitschfidel sondern auch sehr großzügig. Die Waldmöwe hat bei diesem Beusch zum Beispiel ein paar neue Bären für ihre „Bärenwald Familie“ bekommen. Dass meine Oma so ziemlich alles hat, weiß ich ja schon lange. Aber, dass sie sogar eine Pilea hat, hat mich dann doch etwas überrascht!

 

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Die Pilea peperomiodis wird hauptsächlich durch die Weitergabe von Ablegern verbreitet. Die Pflanze von meiner Oma hat sogar welche, ich traue mich nur nicht, sie herauszunehmen, weil der Wurzelballen sehr kompakt verwachsen ist. Demnächst werde ich sie umtopfen. Den passenden Topf dafür habe ich schon gekauft, allerdings ist er noch nicht angekommen. Zeig ich euch dann natürlich hier! Ob ihr wollt oder nicht.

 

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Bezugsquellen

String Pocket Regal: Petite Catrin
Skandinavisk Duftkerzen: Petite Catrin
Marmor Dose und Schale: Westwing
Schwarze Vase: Studio OINK

5 Kommentare

  1. Hach ja, die ist sooo schööön! Deine Omi ist wirklich dufte, dass sie sie dir gleich mit gegeben hat. Ich suche noch …nach der passenden Oma oder der Pflanze, egal.
    Liebe Grüße, Rahel

  2. Oh, ich glaube, ich hätte auch zu gerne das Fensterbrett deiner Oma gesehen.
    Brauchst keine Angst haben, beim Ableger nehmen. Die Pileas sind sehr robust. Manche Ablager kann ich gar nicht anders als abbrechen, wachsen tun die Ableger trotzdem und auch die Mutterpflanze selber nimmts gelassen. Meine ist zwar nicht ganz so toll verzweigt, aber das kommt, denk ich, noch. Ist noch jung.
    Wichtig ist nur – sie sind recht durstig und sollte häufig gegossen werden (sobald die obere schicht erde angetrocknet ist) und sie mögen unglaublich gerne Fenster, in die abends die Sonne scheint (also eher wenig direkte Sonneneinstrahlung).

    Liebe Grüße und ganz viel Freude mit der Pilea!
    Linda

  3. Oh Rosi! Haha, da fiel mir gerade ein wie ich sie das erste Mal getroffen hab. Ich war schüchterne neun Jahre alt und sie hat laut (!) gelacht…
    Hoffentlich kommt der Topf bald, und ein Rosileababy das so gerne zu den Rucksacks reisen mag!?
    Lieben Gruß!

  4. Ein schöner zweiter Beitrag. Klingt nach einer tollen Oma! Das Pflänzlein kenne ich nur zu gut…eben auch vom Fensterbrett meiner Oma. So in deiner Umgebung sieht es ganz anders aus als bei ihr. Ob ich auch mal nach einem Ableger frage?

    Eine schöne Adventszeit!

    Antje

  5. Genau das gleiche Problem habe ich auch immer in den Blumenläden. Meist bin ich dann aber auch noch so ratlos und weiß leider noch nicht mal den botanischen Namen. Ich suche auch noch immer nach einem Zickzackstrauch, nachdem ich den bei dir gesehen habe und der meiner Mutter leider eingegangen ist.
    Liebe Grüße

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!