Weniger DVDs und PC Spiele [Minimalismus]

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Ich habe euch ja schon vor ein paar Wochen erzählt, wie ich beim Ausmisten des Bücherregals und der CDs vorgegangen bin. Dabei habe ich allerdings einen wichtigen Punkt vergessen: die DVDs. Da wir beide sehr gerne Filme schauen, haben wir davon sehr viele. Beim Umzug vor 3 Jahren haben wir schon mal ordentlich aussortiert, aber es sind immer noch genügend übrig.

Da wir inzwischen ein Filmabo haben und auch viele Filme über Amazon Prime anschauen, verwenden wir die DVDs nur noch recht selten. Es gibt ein paar Filme, die wir regelmäßig anschauen, wie zum Beispiel Avatar (mindestens einmal im Jahr), Star Wars, Herr der Ringe, Der Hobbit, Batman, Ironman usw.
Früher war es so, dass mein Mann bei jedem Einkauf im Elektrofachgeschäft zum Schluss bei den DVDs nachschaute, ob irgendein interessanter Film dabei war. Darunter waren dann natürlich auch einige Fehlkäufe, wie zum Beispiel „Walhalla Rising“ einer der schlechtesten Filme unserer Zeit. Heute kaufen wir DVDs nur noch dann, wenn wir wissen, dass das ein Film ist, den wir auf jeden Fall öfter anschauen möchten. Dadurch wird die Menge der Neuanschaffungen natürlich deutlich reduziert.

Bei unseren Filmen sind aber viele dabei, die aus heutiger Sicht schon ziemlich alte Streifen sind und die man deswegen auch nicht mehr so gerne anschaut. Überlegt mal, wenn ein Film von 2000 ist, dann ist der jetzt schon 17 Jahre alt! Ich bin immer wieder erstaunt, wie alt das neue Jahrhundert schon ist.

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Da man mit dem Verkauf von DVDs aus oben erwähnten Gründen leider nicht mehr wirklich viel verdienen kann, habe ich mir das Einstellen auf Ebay oder Amazon komplett gespart, da der Aufwand dort schon relativ groß ist, wenn man bedenkt, dass man dann nur ein paar Euro dafür bekommt. Außerdem habe ich in den letzten Monaten so viele Pakete zur Post gebracht, dass ich langsam einfach keine Lust mehr habe. Klar ist es schön, wenn man ein wenig Geld für die aussortierten Sachen bekommt, vor allem, wenn es für einen guten Zweck ist. Aber je nachdem, wie viel es ist, kann es ganz schön anstrengend sein. Vor allem, weil man ja auch das ganze Verpackungsmaterial besorgen muss. Unser Keller sieht aus wie ein Logistikzentrum, aber für die DVDs hätte ich trotzdem längst nicht genügend Umschläge.
Zu Beginn meiner Ausmist-Laune fiel es mir echt schwer, Dinge „unter Wert“ zu verkaufen. Da hat Vieles den Weg zurück ins Regal gefunden, weil es keiner kaufen wollte, ich es aber auch nicht verschenken wollte, weil es mal richtig teuer war. Inzwischen will ich die Sachen aber einfach nur los werden und versuche, nicht daran zu denken, welche Verluste ich dabei mache. Denn ob etwas ungenutzt im Keller liegt, oder verschenkt wurde, macht in der Spardose keinen Unterschied.

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Im Artikel über die Möglichkeiten, die aussortierten Sachen loszuwerden, habe ich die App Momox [Kooperation] schon mal angesprochen. Allerdings fand ich bei den Büchern, dass der Preis, den man für oft noch neuwertige Bücher bekommt, ziemlich gering ist. Das liegt daran, dass sich die Preise bei Momox an der Nachfrage orientieren und nicht am Ursprungspreis des Artikels. Deshalb stelle ich Bücher mit einem sehr geringen Ankaufswert dann lieber in mein Tauschregal.
Bei den DVDs sieht das schon anders aus, da sind einige dabei, für die man ein paar Euro bekommt. Das liegt vielleicht daran, dass DVDs grundsätzlich gefragter sind als Bücher, da viele inzwischen einen E-Reader besitzen. Jedenfalls fand ich die App für das Loswerden von DVDs sehr nützlich, vor allem, wenn der Fokus auf dem möglichst schnellen Loswerden liegt.
Die alten PC Games meines Mannes würde ich ja ohne zu zögern alle direkt einpacken, aber ich glaube, damit komme ich nicht durch…
Bei den DVDs ist das Tauschregal auch nicht immer die beste Lösung, weil da auch viele Kinder vorbei laufen und einige der Filme ab 18 sind.
Die Bedienung der App ist sehr einfach, man muss nur das Vorschaufenster auf dem Display auf den Barcode auf der DVD richten und bekommt angezeigt, wie viel Geld Momox einem dafür bezahlt. Dann kann man entscheiden, ob sie mit ins Paket kommt, oder nicht. Die ganz alten Streifen werden allerdings oft schon beim Scannen nicht angenommen, weil dafür einfach keine Nachfrage da ist. Zum Schluss bekommt man ein Versandetikett und nach dem Eintreffen des Paketes wird der Betrag überwiesen.
Reich wird man damit natürlich nicht, aber man wird seine alten Filme los, ohne dass man sie wegwerfen muss und ohne großen Aufwand beim Verkauf. Das war mir momentan am Wichtigsten, weil ich endlich mal fertig werden will mit dem Aussortieren.

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Im DVD/Bücherregal ist jetzt wieder Platz und damit kann ein wichtiger Punkt beim Sortieren endlich erfüllt werden: alle Bücher befinden sich an einem Platz. Außer die Kinderbücher natürlich, aber die sind in meinen Augen eher dem Spielzeug zuzuordnen. Bisher haben die DVDs einen Großteil des Regals gefüllt, der Rest war mit Büchern vollgestopft. Ein paar Bücher standen unten, ein paar im Regal im Treppenhaus.
In den Bereichen Kleidung, Bücher, DVDs und Zeitschriften sieht man nach solchen Ausmist-Aktionen immer gleich den Erfolg, weil man davon oft große Mengen auf einmal weg gibt, was wirklich gut tut und motiviert.
Bei den Wohnaccessoires bleibt dieser Aha-Effekt leider noch aus, da scheint es einfach nicht weniger zu werden, auch wenn ich immer wieder etwas beim Instagram-Sale einstelle. Aber da muss ich jetzt einfach dran bleiben, irgendwann wird man da bestimmt genauso Fortschritte sehen, wie bei den Büchern und DVDs.

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Als ich bei Momox auf der Homepage nachschauen wollte, wie das beim Verkauf von Computerspielen mit einer Benutzergebundenen Freischaltung ist, habe ich zufällig entdeckt, dass man über die Plattform auch Kleidung verkaufen kann! Das trifft sich gerade super, da ich vom Second Hand Shop im Nachbarort einige Teile aus der Wintersaison wieder zurück bekommen habe, weil sie nicht weg gingen. Man gibt dann auf der Seite an, ob es sich um Damen-, Herren- oder Kinderkleidung handelt und um welche Art von Kleidungsstück es sich handelt. Dann gibt man die Marke an und bekommt einen Preis angezeigt. Aus welchem Material das Kleidungsstück ist, ist dabei unwichtig. Das ist natürlich blöd, wenn man ein teures Seidenoberteil verkaufen möchte, aber wenn man so wie ich, viele markenteile hat, die man auf allen anderen Wegen bisher nicht verkaufen konnte, dann sind die 10-20 €, die man dafür bekommt ganz in Ordnung. Natürlich werden die Kleidungsstücke vor dem Überweisen des Ankaufbetrags genau unter die Lupe genommen. Ich bin gespannt, wie viel ich von den 115€ dann letztendlich tatsächlich ausgezahlt bekomme.

Wie sieht es bei euch mit DVDs aus? Benutzt ihr noch welche, oder schaut ihr Filme auch nur noch über Online-Angebote?

2 Kommentare

  1. Ich habe Momox und Co auch schon benutzt, aber da eher die gegenteilige Erfahrung gemacht. Bücher sind ganz ok, vor allem, wenn man einen ganzen Karton voll verkauft, sind es auch mal 20€, aber DVDs/CDs und Klamotten haben sich bis jetzt nicht gelohnt. Bei 0,15€ pro DVD streikt mein Mann und behält den Kram lieber.
    Aber wie gesagt für Bücher mache ich es gern ab und zu.. Gerade neuere Bücher bringen manchmal noch 1/3 des Neupreises.
    Neue DVDs kaufen wir kaum noch, da wir auch Prime oder die Mediatheken der Fernsehsender benutzen :-)

  2. Liebe Pepper,
    was mir beim Lesen deines Beitrages ganz klar bewusst wurde: Sobald ich etwas kaufe und es somit, danach nur noch „gebraucht“ verkauft werden kann – selbst wenn es wie neu oder neu ist, dann habe ich einen großen Wertverlust. Einfach durch den Kauf – nicht mal durch die Benutzung.

    Ich habe schon vor einigen Jahren reduziert und ausgemistet auf ein minimalistisches Wohlfühlniveau und dann ein Kind bekommen. Zusätzlich zu den Sachen, die mit Kind in die Wohnung gekommen sind, habe ich danach auch wieder mehr gekauft. Bücher, Zeitschriften, Kleidung, die größtenteils notwendig gewesen ist. Jetzt bin ich gerade aufgrund eines bevorstehenden Umzuges damit beschäftigt wieder alles einmal in die Hand zu nehmen, entweder mit umziehen zu lassen oder zu verkaufen oder zu verschenken. Aber am Wichtigsten finde ich: Wirklich noch gezielter auszusuchen, was zu uns kommen darf. Mein Kaufverhalten zu ändern. Alles, was hier rein kommt (und das zu 95 Prozent durch mich), muss schließlich wieder raus.

    Dein Büchertauschschrank ist super!!!
    Viele Grüße!
    Nanne

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