Weniger im Bad {Minimalismus}

Wie bereits angekündigt, möchte ich Raum für Raum nach und nach von allem befreien, was ich nicht wirklich brauche.
Angefangen habe ich mit dem Badezimmer, da mir das Aussortieren von Kosmetik am wenigsten Schwierigkeiten bereitet. Ich besitze nämlich kaum welche.
Aber hin und wieder sammelt sich doch etwas an und das habe ich als Einstieg in Angriff genommen.

Für alle, die auch den Wunsch verspüren, ein bisschen Ballast loszuwerden, werde ich hier hin und wieder versuchen, ein paar Impulse zu geben und freue mich über eure Ergänzungen!

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Kosmetik
Auch Kosmetik hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum, was häufig vergessen oder einfach missachtet wird. Bei den meisten Produkten macht es aber durchaus Sinn, sie nicht Jahre nach dem angegebenen Datum zu benutzen. Ich bin da immer ziemlich vorsichtig, gerade bei Naturkosmetik, die ja weniger bis keine Konservierungsstoffe enthält. Wobei man sich ja sowieso die Frage stellen muss, ob man etwas aufbewahren sollte, was man so selten benutzt, dass es mehrere Jahre alt wird.
Jedenfalls kann es nicht schaden, sich die Sachen, die man angesammelt hat, mal genauer unter die Lupe zu nehmen und zu entscheiden, ob man sie überhaupt noch verwenden möchte. Oft kauft man ja zum Beispiel Make-up und stellt dann nach mehrmaligem Benutzen fest, dass man damit doch nicht so gut klar kommt. Aber entsorgen will man es dann auch nicht, weil man ja gerade Geld dafür ausgegeben hat.
Sonnencreme kommt bei uns in Deutschland ja leider nur saisonal zum Einsatz, deshalb sollte man vor dem nächsten Sommer unbedingt mal darauf achten, wie lange sie schon über dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist. Gerade bei Produkten, die eine Schutzfunktion erfüllen sollen, würde ich da kein Risiko eingehen.

Medikamente
Noch wichtiger, als bei Kosmetik – unbedingt alles entsorgen, was angebrochen und über dem Haltbarkeitsdatum ist. Außerdem entsorge ich auch Medikamente, die ich nicht mehr zuordnen kann, wenn zum Beispiel irgendwo eine einzelne Blisterpackung herumliegt und ich nicht mehr weiß, wofür das eigentlich gut war.

Bürsten, Haargummis, Bobby-Pins
Auch Bürsten werden alt und überhaupt, wie viele braucht man denn davon? Eigentlich hat man ja die meisten gekauft, weil man mit der vorherigen nicht zufrieden war, also kann man diese ja auch gleich entsorgen. Auch ausgeleierte Haargummis und Bobby-Pins kann man ab und zu mal aussortieren.

Handtücher
Ich weiß nicht, wie das passiert, aber Handtücher vermehren sich. Auf einmal sind da welche, die man gar nicht kannte und fragt sich, wo die denn jetzt so plötzlich herkommen. Da sie meist nicht zu den üblichen, farblich abgestimmten Handtüchern passen, verwende ich sie dann beim Haarefärben, aber irgendwann ist es für die auch Zeit, in die Abstellkammer zu den Putzlappen umzuziehen.

Deko
Wenn man ein geräumiges Bad hat, kann man das natürlich auch gut dekorieren. Aber was rumsteht, muss auch geputzt werden und besonders im Bad finde ich das sehr lästig. Alle wichtigen Dinge, wie Wattestäbchen und Reinigungspads sind bei uns in blickdichten Behältern verstaut, Schmuck liegt teilweise in offenen Schalen, aber ansonsten steht kaum etwas herum, das keinen Nutzen hat. Das ist bei einem so kleinen Bad auch unumgänglich. Aber, wie in allen Bereichen, gilt auch für ein minimalistisches Badezimmer: So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Elektrogeräte
Wie sich beim Aussortieren herausgestellt hat, befanden sich unter den Elektrogeräten auch zwei defekte Rasierapparate und ein unnötiges Glätteisen. Ich meine, ich hab ja nur einen Kopf und zwei Hände, was soll ich also mit zwei Glätteisen?

Was ihr mit den aussortierten Sachen tun könnt, habe ich in dem Artikel Wohin damit? schon beschrieben. Bei angebrochener Kosmetik ist das ja nun nicht so einfach, sie weiterzugeben, aber innerhalb der Familie oder unter Freunden kann man ja mal nachfragen, ob jemand Interesse hat, so muss man zumindest nicht alles weg werfen.

Für alle, die einen kleinen Tritt in den Hintern brauchen hier eine Aufgabe für die kommende Woche, oder auch für einen längeren Zeitraum, wie es bei euch eben passt:

Sortiere mindestens fünf Dinge aus deinem Badezimmer aus und lege weitere fünf, bei denen du nicht sicher bist, zur Seite. Schaue dir diese fünf in den nächsten Tagen immer wieder an und versuche, dich auch von ihnen zu trennen. 
Wie sind eure Erfahrungen damit? Fällt es euch leicht? Oder braucht ihr länger, bis ihr loslassen könnt?

Ich freue mich über eure Erfahrungen bei dieser Aufgabe und wenn ihr eure Ergebnisse auf Instagram mit mir teilen möchtet, könnt ihr dafür den Hashtag #livemorewithlesschallenge verwenden. ich würde mich freuen, wenn wir uns so gegenseitig motivieren und unterstützen könnten!

6 Kommentare

  1. Meike Wagner

    Ich finde deine Minimalismusbeiträge ganz toll, ebenso wie deinen Blog!

    Minimalismus ist bei mir auch gerade ganz aktuell, da wir mit zwei kleinen Kindern eine 3-Zimmer-Wohnung haben.

    2 Tipps fallen mir zum Bad-Ausmisten ein: ich verzichte mittlerweile auf Wattestäbchen und Wattepads, also wieder weniger Kleinkram. Als Bonus auch noch besser für die Umwelt. Ich habe festgestellt, bei diesen Produkten ist es eher die Gewöhnung daran als dass ich sie wirklich brauche. Ohren werden auch mit Finger und Wasser oder unter der Dusche sauber ? und zum Reinigen kann man auch Lappen nehmen. Oder ganz Ambitionierte nähen aus den aussortierten Handtüchern wiederverwendbare Wattepads.
    Das war der Tipp vom Mittwoch! Liebste Grüße!

  2. Liebe Pepper,

    ich habe auch im Bad mit dem Ausmisten begonnen und mich in Deinem Text voll wiedergefunden. 😉 Dann viel Spaß beim weiteren Ausmisten, ich werde auch dran bleiben – Ausmisten macht glücklich!

    Viele Grüße
    Birgit

  3. Liebe Pepper,
    ich bin momentan auch gerade am Aussortieren, vor allem animiert durch deine Blogbeiträge. Ich finde es immer wieder befreiend, wenn sich meine „Besitztümer“ verringern und alles so luftig und leicht wirkt. Oft habe ich aber mit dem Weggeben mancher Dinge Probleme, will ihnen eine zweite Chance geben. Meist stelle ich dann erst fest, dass die Belastung größer ist als die Freude damit.
    Dein Blog fasziniert mich übrigens sehr und ich habe alle deine bisherigen Blogbeiräge nachgelesen. Dein Stil gefällt mir so sehr, danke für die Inspirationen!
    Alles Liebe,
    Sandra

  4. Liebe Pepper,

    so ein toller Holz-Leder – Handtuchhalter, finde ich einfach wunderschön, werde es mal ausprobieren statt Holz Bambus zu nehmen, so ein bisschen mehr in den Kolonialstil.
    Auch sonst ist dein Blog superinspirierend! Werde jetzt in Ruhe alles durchforsten :-)

    Lieben Gruß,
    Evelyn

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