Afrika-Feeling auf dem Maimarkt in Mannheim

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Etwa vier Jahre ist es her, seit ich das letzte Mal auf dem Maimarkt war. Als Teenager war ich sehr oft dort und während sich damals die Begeisterung hauptsächlich auf Aussteller von Küchengeräten, die Eis herstellen konnten konzentrierte, haben sich meine Interessen inzwischen deutlich verlagert.
Die meiste Zeit unseres diesjährigen Besuches verbrachten wir im Afrikanischen Dorf. Dieser Teil des Maimarktes unterscheidet sich deutlich von der restlichen Messe. Die kleinen Stände befinden sich in einzelnen Pavillonzelten und erinnern eher an einen Bazar oder Jahrmarkt, während die restlichen Aussteller in großen Hallen aneinandergereiht sind.

Schon als wir das Dorf betraten war klar – das wird eine Weile dauern! Für meinen Scethno-Einrichtungsstil sind die angebotenen Waren dort natürlich ein Traum!
Da gibt es neben nordafrikanischer Keramik alte Holzmasken, Tücher, Kleidung, Schmuck…
Man könnte beim Stöbern fast vergessen, dass man sich in Mannheim befindet und nicht auf einem Bummel über einen Markt in einem afrikanischen Land. Auch das Wetter unterstütze dieses Gefühl mit sonnigen 27°C.

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An einem der ersten Stände gab es interessante Skulpturen und Masken zu fotografieren, das ganze drapiert vor einer schwarzen Decke mit weißem Muster. Halb mit einer Absage rechnend fragte ich den freundlichen Aussteller, ob die Decke denn auch zu verkaufen sei und was sie kosten würde. Klar, die könne ich auch kaufen, für 80€. Einerseits schon viel Geld, andererseits alles Handarbeit. Und dafür dann doch wieder ein guter Preis. Und dann dieses Muster.
Die Entscheidung wurde zunächst verschoben, da wir ohnehin nicht genug Bargeld dabei hatten.

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Erstmal schauten wir uns den Rest des Dorfes an und stießen dabei auf einen Aussteller, der viele merkwürdige Zapfen und Samen im Angebot hatte. Er erzählte mir, dass er in Ghana einen Wald mit australischen Bäumen angelegt hat, um deren Art zu erhalten. Um das Projekt zu finanzieren, verkauft er die Zapfen. Ich habe mir einen “Banksia grandis” gekauft. Sieht er nicht außergewöhnlich aus? So fremd und merkwürdig. Ich mag Sachen, die aussehen, als kämen sie direkt aus Pandora.
Ich habe außerdem erfahren, dass man die Zapfen auch drechseln kann und habe mich im Internet gleich einmal umgesehen und bei Dawanda einen Händler gefunden, der das macht. Wunderschön ist das! Leider gibt es nur wenige, die mit Banksia arbeiten und so ist die Auswahl an Produkten nicht besonders groß.
Michael hat sich einen Handschmeichler gekauft, der aussieht, wie eine platte Kastanie. Die Farbe ist toll und die Oberfläche wunderschön glatt. Es handelt sich dabei um den Samen der Kletterpflanze “Entada gigas”.
Der Aussteller muss übrigens ein Blogger gewesen sein – als er gesehen hat, dass ich die Zapfen fotografieren möchte, hat er sie extra in die Hände genommen und vor sich gehalten, mit seinem dekorativen Gewand im Hintergrund. Also besser hätte ich das auch nicht gekonnt!

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Ach, ich hätte so vieles gerne gekauft! Zum Beispiel eine der CDs, mit der im Dorf für gute Laune gesorgt wurde. Aber wir haben ja nicht mal mehr einen CD-Spieler. Oder eine der Trommeln, mit der am Ende des Dorfes zugunsten eines Schulprojektes im Kongo eine Percussion-Vorstellung gegeben wurde. Oder den schönen Tuareg-Schmuck. Oder noch mehr Körbe, in die ich dann nichts reinlege, weil ich nicht weiß, was.

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Was ich aber auf jeden Fall irgendwann kaufen möchte, ist ein Kalaha-Spiel. Auf dem Maimarkt habe ich gelernt, dass in den verschiedenen afrikanischen Ländern unterschiedliche Versionen davon gespielt werden und auch das Aussehen des Spielbrettes variiert.

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Auch schön waren die vielen Specksteinschnitzereien, aber mit dem Dinosaurier, den ich meinem Mann zum Geburtstag geschenkt habe, konnten sie leider nicht mithalten.

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Viele der Stände boten alte Holzmasken an, deren kunsthandwerklicher Hintergrund mich immer wieder fasziniert. Bei uns Zuhause kann ich solche Ritualgegenstände nicht aufhängen, da sie meist für okkulte Praktiken und Zeremonien verwendet wurden, aber ich finde es sehr interessant, wie die afrikanischen Völker mit einfachsten Mitteln diese Ausdrucksstarken Skulpturen schnitzen.

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Die Füße dieses Tisches sind aus einem Stück Holz geschnitzt! Ich scheitere schon bei der Überlegung, wie man so etwas am besten anstellt!

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Ziemlich verliebt habe ich mich außer in die Decke auch in dieses Dekoelement aus Muscheln. Aber mit 190€ war das dann doch etwas teuer. Aber es wäre ein absoluter Blickfang auf einer Konsole oder dem Sideboard im Schlafzimmer.

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Nach den vielen schönen Eindrücken haben wir im Dorf eine kurze Pause gemacht und uns mit einem leckeren Wrap gestärkt. An dem Stand gab es auch marokkanische Getränke und der Anblick des Minztees hat mich dazu inspiriert, zum Geburtstag der Waldmöwe ein paar Eisteesorten in dem Stil zu servieren.

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Unser nächstes Ziel war die Fairtrade-Ausstellung in Halle 16. Hier wurde anhand verschiedener Schautafeln das Prinzip und die Hintergründe des Fairtrade-Gedankens erklärt. Außerdem gab es ein paar Aussteller, die den Richtlinien entsprechenden Waren anboten.
Unter anderem auch wunderschöne Körbe, die bei mir einen inneren Konflikt ausgelöst haben. Ihr wisst ja – ich habe eigentlich nichts zum Reintun. Was ja auch gut ist. Aber ich kann ja auch nicht überall leere Körbe hinstellen. Also habe ich mich mit Fotografieren zufrieden gegeben. Schweren Herzens!

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Eigentlich wollten wir uns noch zum Thema Garten, Terrasse usw. informieren, aber die Vielfalt an Angeboten war einfach zu groß und wir waren schon ziemlich erschöpft.
Mehr oder weniger aus versehen sind wir dann noch an einem Bonsai-Stand vorbei gestolpert.
Was es da für Bäumchen gab! Ganz viele verschiedene Sorten, die ich bisher noch nirgends zu kaufen gesehen habe. Aber leider auch recht teuer und weil man ja nie so richtig weiß, ob das dann auch wirklich klappt mit der richtigen Pflege, ist das dann schon ein Risiko. Dafür bin ich dann doch noch zu sehr Anfänger in Sachen Bonsai, als dass ich mir ruhigen Gewissens ein Exemplar für 300€ kaufen könnte. Ich glaube, da könnte ich vor Angst etwas falsch zu machen nachts nicht mehr ruhig schlafen.
Mit den Bonsai ist es ja leider auch so, dass sie süchtig machen. Jeder Baum hat seine eigene Besonderheit und so hat man beim Anblick eines schönen Bonsais sofort den Wunsch, ihn zu besitzen, auch, wenn man eigentlich schon viele hat. Ich habe am Fenster ja schon bald keinen Platz mehr, aber es gab auch Olivenbonsais und so eine süße kleine Zwergmispel…
Gekauft haben wir aber nur einen für Michaels Mama zum Muttertag. Keinen für mich. Hm.

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Beim Versuch, Michael von einem Gorilla für den Garten zu überzeugen, bin ich leider gescheitert. Aber ansonsten war es wirklich ein toller Tag und am Ende des Maimarktbesuches sind wir noch einmal zurück ins Afrikanische Dorf und haben die Decke gekauft. War klar, oder?

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2 Kommentare

  1. Liebe Pepper,
    obwohl ich einige Jahre in Mannheim gewohnt habe, habe ich es nie geschafft, den Maimarkt zu besuchen – ich bin immer nur am Maimarktgelände vorbeigefahren oder war dort auf Konzerten.
    Gibt es das Afrikanische Dorf denn immer oder gab es das nur in diesem Jahr?
    Deine Afrika-Impressionen sind einfach traumhaft schön.
    Eine Freundin besucht jährlich das Afrika-Fest in Freudenstadt und ist immer sehr begeistert. Vielleicht schaffe ich es ja in diesem Jahr einmal, das Fest dort zu besuchen.

    Liebe Grüße und hab noch eine schöne Woche,
    Sabine

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!