Alles neu // Blogdesign

Die letzten Monate haben in meinem Leben viel verändert. Mein ganzes Leben hat sich in eine neue Richtung bewegt und damit auch dieses Blog. Der Schwerpunkt liegt nun noch mehr auf dem Thema ‘Wohnen‘ und das Thema ‘Familie‘ ist ganz neu dazu gekommen.
Seit wir dabei sind, unser Haus zu gestalten und einzurichten, kreisen meine Gedanken fast ausschließlich um Design, Trends, Farben und Stile. Das hat auch dazu geführt, dass ich mich mit meinem Blogdesign nicht mehr so wohl gefühlt habe.
Also habe ich vor einiger Zeit damit begonnen, ein neues Logo zu entwerfen. Das war alles andere als einfach. Nicht, weil mir dir Ideen dafür gefehlt haben, im Gegenteil. Kaum hatte ich etwas entworfen, von dem ich überzeugt war, das sei nun das Richtige, hat mich am nächsten Tag irgendetwas zu einer neuen Idee und neuen Entwürfen inspiriert. Ideen zu haben ist toll, aber in meinem Fall führt das meist zu einer Art Umsetzungslähmung, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann. Und wir reden hier nicht von einem Strich hier oder da, sondern von komplett verschiedenen Ansätzen. Mal sollte es ein Foto von einem Baum sein, dann ein Sechseck, dann ein Tannenzapfen, dann wieder etwas Geometrisches. Das ist anstrengend und überfordernd.
Umso erleichterter bin ich, dass ich mich jetzt doch entschieden habe. Dass einer der großen Punkte auf der endlosen To-Do-Liste nun abgehakt ist.
Einen sehr großen Teil zu dieser Erleichterung hat unser Freund Patrick beigetragen. Ihm möchte ich an dieser Stelle nochmal Danke sagen. Er hat sich sehr viel Zeit dafür genommen, mich durch die Abgründe der Photoshop-Funktionen zu führen. Wahrscheinlich hat er sich gewundert, warum ich jedes Mal, wenn ich ihn etwas gefragt habe, mit einer komplett neuen Idee daherkomme (Mach mal ein geometrisches Diamantmuster / Mach mal mit so Wasserfarbe ein Sechseck / Mach mal Diagonalen in ein Sechseck / Mach mal zwei Kreise mit gleichem Mittelpunkt / Mach mal so Zickzacklinien), aber er hat nie etwas gesagt und alles geduldig erklärt. Hat mir die einzelnen Schritte vorgemacht und dann alles wieder gelöscht (Aaaargh!) damit ich das Gelernte gleich selbst anwenden muss. Hat sich auf meinen PC geschalten um zu sehen, was ich im Photoshop alles verstellt hab (auf einmal geht nichts mehr und keiner weiß warum. Ich am allerwenigsten).
Wenn man sich immer wieder fragt, warum man gelernt hat, was man gelernt hat und warum man nicht stattdessen Grafikdesigner geworden ist und jede freie Minute mit dem Versuch verschwendet, eine Linie (kein Witz!) in Photoshop zu zeichnen, dann ist es gut, wenn man Freunde wie den Patrick hat. Die einfach helfen, sich Zeit nehmen, für einen da sind. Obwohl sie selbst davon keinen Vorteil haben.
Vielen, vielen Dank Patrick!

Was steckt dahinter?

Ein Logo soll nicht nur optisch ansprechend sein, sondern auch einen Hintergrund haben. Es soll zum Blog und zu mir passen. Das macht das Ganze natürlich nicht einfacher. Während ich mir Gedanken gemacht habe, sind diese ungefragt immer wieder um das Lied gekreist, das ich der Waldmöwe immer zum Einschlafen vorsinge. Es ist ein Lied aus meiner Pfadfinderzeit, das jedes Mal, wenn ich es singe (das ist oft. Sehr oft.) ein ganz bestimmtes Gefühl in mir auslöst. Die Erinnerung an einen wunderbaren Abschnitt meines Lebens, meine Jugend als Royal Ranger. Nächte am Lagerfeuer, Kanufahrten und kilometerlange Wanderungen. Überlebenstraining, Gemeinschaft, Abenteuer, Freundschaft.
Wenn ich dieses Lied singe, will ich einen Rucksack packen, meine Wanderstiefel schnüren und nach Norden wandern. Ohne Ziel, ohne Zeitdruck.
Auf einem Berggipfel im Nebel stehen, durch Kiefernwälder streunern, mit einer Wolldecke am Feuer sitzen.
Ich weiß, dass ich das nicht tun werde. Weil ich ein Kind habe, dessen Versorgung mich oft schon im geregelten Alltag stresst und weil ich von Geburt an unter starkem Heimweh leide. Aus diesem Grund versuche ich, mein zu Hause so zu gestalten, dass es diesem von dem Lied hervorgerufenen Gefühl gerecht wird.
Natürlich, nordisch und unkompliziert.

cropped-heimatbaum-logo-tannen.jpg

roter mond überm silbersee

Dies alles hat dazu geführt, dass ich mich für dieses Logo entschieden habe. Wenn ich es anschaue, sehe ich das Lied.
Der Kreis stelt einen Vollmond dar, die Zacken einen Kiefernwald. Ich weiß, man könnte sie auch für Berge halten und das macht überhaupt nichts. Berge sind auch schön.
Der neue Untertitel ‘wild & schön’ steht für das Leben im Allgemeinen, für das Leben mit der Waldmöwe im Speziellen und für den Wunsch, nach mehr Mut zu Echtheit und Natürlichkeit. Denn nur das ist wirklich schön.

4 Kommentare

  1. Franziska

    Ich habe mir das Lied grade angehört und ich kann voll verstehen, was du meinst. Ich hab den Kiefernduft quasi gerochen.
    Und ich finde, dass dein Blog genau dieses Feeling widerspiegelt.
    Achja: unsere Tochter ist ähnlich temperamentvoll wie die Waldmöwe. Viel Action. Kaum Schlaf. Da sind Menschen (Mütter) die verstehen dich voll und ganz.
    Liebe Grüße vom Niederrhein
    Frau Kahpunkt

  2. Guten Morgen,
    dein neues Design mag ich sehr, besonders, weil es DIR viel bedeutet.
    Das alte Design mochte ich aber auch super gut leiden. Ich mag es, Geschichten “hinter den Dingen” zu hören/ zu lesen…
    Liebste Grüße
    Julia

  3. Was glaubst Du wie oft mein Waldblümchen schon das Lied gehört hat… es ist aber das dritte in der Reihenfolge, es ist so besonders für mich, dass es eben was Besonderes bleiben sollte. Ich selbst hätt mir Moos & Heidekraut aus dem Lied gepickt. Inzwischen sagt sie aber immer vorher an, welches Gute-Nacht-Lied gewünscht wird bzw. von was es handeln soll.
    Ich find es unterwegs ja oft einfacher das Kind zu versorgen als im Alltag, von wegen geregelt.
    Hab ne schöne Woche!

  4. Ich schließe mich den übrigen Kommentaren an: Es ist schön, Hintergründe zu erfahren und wenn ein Logo nicht einfach kühl und stylish ist, sondern “wild und schön”. 🙂 Es gefällt mir auch ausnehmend gut, und obwohl ich nie bei den Pfadfindern war, kann ich das Gefühl doch nachvollziehen, glaube ich. Vielleicht kannst Du Deiner Tochter genau das langfristig auch mitgeben: Das Naturverbundensein, die Sehnsucht nach der Wildnis und den respektvollen Umgang mit all dem. Und früher oder später kannst Du ihr gegen das erste Heimweh helfen, wenn Du mit ihr gehst, auf den ersten Trip irgendwo in’s Nirgendwo. 🙂

    Liebe Grüße von einer kürzlich hinzu gestoßenen Leserin Deines Blogs, die gar nicht so weit weg aufgewachsen ist und nicht viel weiter weg inzwischen lebt. 🙂

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!