Blogpause, ein Geständnis und ein Selbstversuch

Wo fange ich an? Vielleicht einfach mal mit der Ankündigung einer kleinen Blogpause. Ich werde mir ein paar Wochen frei nehmen. Das klingt seltsam, wenn man eigentlich in Elternzeit ist. Aber es ist tatsächlich so, dass ich in letzter Zeit sehr viel Arbeite. Nämlich hier.
Ich habe vor einigen Wochen die Serie “Shoppingtipps” gestartet, weil ich ständig gefragt werde, wo ich dies und jenes gekauft habe. Damit ihr die Möglichkeit habt, in meinen Lieblingsshops rechtzeitig Weihnachtsgeschenke zu kaufen, habe ich in den letzten Tagen vor Weihnachten sogar täglich einen Post veröffentlicht. Hinter jedem Artikel steckt sehr, sehr viel Arbeit, was zum Teil aber meine Schuld ist. Mit jedem Foto, das ich bei Pinterest pinne oder bei Instagram like, wachsen meine Ansprüche an meine eigenen Bilder. Ich sehe, wie schön hell und leicht die Bilder von Blogger-Kolleginnen sind und klicke mich durch duzende Lightroom-Tutorials, arbeite an eigenen Presets und bin am Ende meist doch nicht 100% zufrieden. In letzter Zeit habe ich sogar in fast jedem fertigen Artikel die bereits hochgeladenen Bilder noch einmal überarbeitet und ersetzt. Nur, weil sie zu gelb- oder zu blaustichig waren und der Eukalyptus nicht saftig genug aussah.

 

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Überhaupt – Unzufriedenheit ist mein großes Problem zur Zeit. Ich habe ein schönes Haus, gute Kleidung und mehr als genug zu Essen. Ich habe alles, was ich brauche und noch viel mehr. Aber wenn ich im Netz sehe, was andere für tolle Häuser haben, wie hell ihre Lofts sind und wie hoch die Decken ihrer Altbauwohnungen, dann kommt mir mein Haus so klein, dunkel und vollgestopft vor. Ich sehe, wie perfekt der schneeweiße Zuckerguss von den Torten der Foodblogger fließt und mag schon keinen Kuchen mehr backen, weil sie nie so werden, wie ich sie gerne hätte. Nämlich perfekt. Sowohl im Aussehen, als auch im Geschmack. Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass ich nicht alles perfekt kann. Das war schon immer so. Ich nehme mir viele Dinge vor, die ich dann nie umsetze, weil ich Angst davor habe, zu scheitern. Stricken zum Beispiel. Und nähen. Ich habe eine Kiste mit schönen Stoffen im Keller, die ich aber noch nie angerührt habe. Weil ich weiß, dass ich nicht gut nähen kann und schon der Gedanke daran, den Stoff durch meine Nichtfähigkeit unnötig zu zerstören, hält mich davon ab, ihn zu verarbeiten. Das gleiche Problem habe ich mit Notitzbüchern. Ich habe eine Schwäche für schöne Bücher. Aber der Gedanke, etwas Unbedeutendes, Banales hineinzuschreiben oder etwas zu zeichnen, was der Schönheit des Buches dann vielleicht nicht gleich kommt, sorgt dafür, dass sie leer bleiben.
Ich weiß, das klingt ziemlich bescheuert. Und deshalb will ich aussteigen. Raus aus dieser Welt der künstlichen Perfektion, raus aus diesem Ästhetikdruck.
Das soll nicht heißen, dass ich aufhöre zu bloggen – das macht mir ja Spaß und ich habe in den letzten drei Jahren so viel Zeit und Energie hier rein gesteckt. Und ich werde mich auch nicht schlagartig bei allen Social Media Kanälen abmelden. Aber ich werde eine kleine Pause machen. Ich möchte versuchen, zwischen Weihnachten und Neujahr komplett auf diese digitalen Einflüsse zu verzichten. Ich will herausfinden, ob sich da in mir etwas ändert. Wenn ich freie Zeit habe, will ich sie nicht mit dem nutzlosen Pinnen von Bildern verbringen, die mich vergessen lassen, wie reich Gott mich beschenkt hat. Statt zu bedauern, dass ich nicht nähen kann, will ich mich einfach mal rantrauen. Stofftiere nähen. Kleider für die Puppen. Kissen besticken. Egal, wie das Ergebnis aussieht, nicht mit dem Gedanken, dass es irgendjemand gut finden soll. Sondern einfach so, um des Machens willen.
Ich bestaune immer die Kunstwerke anderer bei Instagram – die Skizzen, das Handlettering – und vergesse dabei immer wieder: ich kann das auch! Das kann ich nämlich wirklich. Was hält mich davon ab, es dann auch zu tun? Ich habe keine Zeit. Weil ich ständig auf Instagram herumlungere. Ich mag Instagram, keine Frage. Aber es stielt mir soviel Zeit! Zeit, in der ich meine eigene Kreativität ausleben könnte, statt die anderer zu bewundern. Zeit, in der ich ausprobieren und lernen könnte. Im Februar 2017 gehe ich wieder arbeiten und wenn ich auf meine Elternzeit zurückblicke, will ich nicht sagen: ich habe die drei Jahren genutzt, um 213 Blogartikel zu verfassen, 4063 Bilder zu pinnen und 1345 Bilder bei Instagram zu posten. Sondern: ich habe komische Sachen für die Waldmöwe genäht, habe getöpfert und gezeichnet und die Zeit in vollen Zügen genossen.
Vielleicht gefällt mir das ja so gut, dass ich es noch länger machen möchte. Hier auf dem Blog ist auf jeden Fall jetzt erst einmal drei Wochen Pause. Ich habe ein paar Artikel vorbereitet, damit ihr nicht ganz auf dem Trockenen sitzt. Aber eigentlich kann ich euch nur raten: macht die Kiste aus und nehmt mit mir zusammen eine Auszeit!

 

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28 Kommentare

  1. Liebe Pepper,
    danke für diesen Post! Ich kann vieles von dem, was du da geschrieben hast, sehr gut nachfühlen – auch wenn ich nicht mehr zur bloggenden Gemeinde höre (mein Blog liegt schon seit über einem Jahr still).
    Ich verfolge deinen Blog immer noch gerne, aber mir ist auch aufgefallen, dass dein Stil sich geändert hat. Ja, immer mehr zur “perfekten Welt”, was ich schade finde. Ich mochte deine Artikel früher, wenn du über deinen Umgang mit Lebensmitteln (der war wirklich der Hammer!) oder über deine Oma und wie du das Auto angemalt hast und solche Sachen geschrieben hast. Da dachte ich immer: “Toll, die zeigt hier Interesse und Freude am Leben!”. Jetzt verfolge ich deine Posts immer noch, nur geben mir die Shoppingtipps und Wohneinrichtungsdingsbums nichts – auch wenn es fast jeden Tag einen Post gibt.
    Das mag auch daran liegen, dass ich mich eher von den Konsumdenken löse und tatsächlich auch bewusst “schütze”. Wenn man sich viel mit dem beschäftigt, was es gibt, was man alles “brauchen” könnte, was andere Menschen besitzen und davon behaupten, es mache sie glücklich, dann werden auch Wünsche geweckt und das, was man hat, vielleicht eher schlecht bewertet. Auch wenn man, wie du und ich, “eigentlich” alles hat, um glücklich zu sein!
    Ich wünsche dir eine tolle analoge Zeit! Seit ich nicht mehr blogge und zusätzlich seit Mai 15 den Fernseher abgeschafft habe, habe ich deutlich mehr Zeit mit kreativem Basteln&Nähen, Freunden&Familie und Büchern verbracht.
    Ich wünsche dir (und mir), dass du nicht ganz mit dem Bloggen aufhörst, aber vor allem soll es dich zufrieden machen!
    Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2016!
    Lisa

    • Liebe Lisa,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Du hast Recht, früher ging es hier etwas persönlicher zu. Im Moment ist das weniger geworden, weil ich die Balance von `zu viel`und `zu wenig` persönlichen Inhalten im Leben mit Kind noch nicht gefunden habe. Dass das Thema Wohnen und Einrichten im Moment den Hauptteil des Blogs ausmacht, liegt eben daran, dass mich das im Moment am meisten beschäftigt. Seit wir das Haus gekauft haben, ist das ein großes Thema in meinem Leben.
      Dir auch frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

  2. Hey – du bist für mich mit deinem Blog und deinen Fotos von 0 auf 100 geschossen und ich schaue hier erst seit ein paar Wochen vorbei. Für mich ist gerade das Unperfekte perfekt. Bei dir gibt es gefühlt gar keine Steigerung. Aufgrund deiner eigenen Fotos warst du mir auf Anhieb sympathisch, weil sie eben nicht die typischen Blogger Portraits sind. Und deine Beiträge finde ich immer hammer. Aber ich kann dich auch verstehen. Ein Perfektionist gibt nie Ruhe und steht sich damit oft selbst im Weg. Ich wünsche dir für deine Auszeit, dass du genau das für dich findest und erlebst, was du dir versprichst. Und wenn du hinterher mit genähten Keinohrhasen wieder kommst, werden die bestimmt auch großartig sein – einfach, weil sie von dir sind. Und deine Persönlichkeit widerspiegeln. Geht es noch schöner?
    Dir und deinen Lieben ein zauberhaftes Weihnachtsfest und einen super Start ins neue Jahr!

    • Hallo Rahel,

      es freut mich, dass ich dir sympathisch bin, ich selbst bin mit Bilder von mir immer sehr kritisch 🙂
      Ich arbeite gerade wirklich an einem Hasen – aber mit Ohren 😀

      Dir auch frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

  3. Moin moin,
    ich weiß nicht mehr genau, wann und weshalb ich dich abonniert habe, aber ich weiß, dass ich schon öfter überlegt habe, das Abo zu kündigen. Und zwar ziemlich genau wegen der Punkte, wegen denen du an dir zweifelst: Der Perfektion, der Künstlichkeit und der Settings, die bis ins Detail durchdacht sind.
    Da ist kaum mehr Persönliches zu finden, da verschwindest du hinter deiner Kulisse und am wenigsten schön finde ich das, wenn auch dein Kind zum Teil deiner Kulisse wird.
    Ich trau mich, dir das so ehrlich zu sagen, weil du heute diesen Post geschrieben hast und weil ich froh bin, endlich mal den Menschen hier zu sehen und zu hören, der dieses optisch perfekte Blog betreibt.
    Ich bin ganz, ganz, ganz sicher, dass es deinen anderen Lesern ähnlich gehen dürfte wir mir, sie freuen sich über Pepper, die zu sehen ist. Und alles andere können sie in jedem Katalog anschaun, bei dem ganze Teams an Food und Design arbeiten und mit 1.000 Tricks und Photoshop an der perfekten Welt gearbeitet wird.
    Ich habe einen Retuscheur in der Familie und weiß, wie viel von dem wahr ist, was wir in Prospekten und Katalogen zu sehen bekommen.
    Deine Fans einschließlich ich freuen sich ganz bestimmt auf das, was von dir zu lesen und sehen sein wird, nachdem du dich diesem Druck entzogen hast. Die Welt ist alles andere als perfekt und ganz besonders dieses Jahr hat gezeigt, wie viel Glück so viele von uns haben im Vergleich mit so sehr vielen anderen Menschen.
    Ich wünsche dir alles Liebe und dir und deiner Familie frohe Weihnachten.
    Es ist schön, dass ich das hier von dir zum Jahresende lesen durfte.
    Liebe Grüße,
    Heike

    • Liebe Heike,

      vielen Dank für deine ehrlichen Worte! Ich weiß noch, wann du mich abonniert hast. Das war vor zwei Jahren bei der “Blogger schenken Lesefreude” Aktion. Ich hatte damals einen Kommentar bei dir geschrieben und so bist du bei mir gelandet.
      Was ich nicht ganz verstanden habe, ist, was du wegen meiner Tochter geschrieben hast. Ich versuche, sie so wenig wie möglich in meine Artikel und Bilder einzubinden. Das tue ich deshalb, weil ich ich ihre Privatsphäre ganz besonders schützen möchte. Dass ich aber trotzdem ab und an etwas über das Kinderzimmer oder Kinderbücher schreibe, liegt daran, dass dieser Bereich einen sehr großen Teil meines Lebens ausmacht. Und gerade hier hatte ich bisher nie das Gefühl, dass davon irgendetwas künstlich oder unecht wirkt.
      Ich hoffe, dass du weiterhin hier bleibst und dass in Zukuft wieder mehr Inhalte dabei sind, die dir Freude am Lesen bereiten!

      Dir auch frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

  4. Liebe Pepper,
    auch ich freue mich faktisch, das zu lesen. “Die wird so wie alle anderen”, habe ich in letzter Zeit häufig gedacht, denn ich lese ebenfalls Deine Seite deswegen so gerne, weil immer wieder Persönliches durchblitzt, Du Ungewöhnliches versuchst und austestest, über Deine Gedanken und Ansichten schreibst, Deine Oma und Dein Leben. Ich stehe auf ästhetische Ansichten, darum mag ich auch die Bilder, aber in letzter Zeit schien mir das alles sehr Trend-gesteuert, die Wohnungsbilder tot und wenig persönlich, so dass ich mir vorstellen musste, als kauftest Du ständig Neues und ließest nicht Deine Persönlichkeit, sondern die aktuellen Shopangebote Deinen Stil und Deine Einrichtung bestimmen. Das finde ich schade.

    Ich liebe Selbstgenähtes und -gestricktes, das auch so aussieht. Natürlich würde ich keinen schiefen und krummen Pullover tragen, aber einen Schal schon. Oder ein buntes Kissen fände ich super, Kuscheltiere sowieso.

    Mit Shoppingtipps und so Kram kann ich ebenfalls wenig anfangen, denn es scheint mir immer mehr und kaum mehr unterscheidbare Shops zu geben, mit zugegebenermaßen teils tollen Sachen. Aber viel ist einfach überteuerter Schrott, und ich finde es nicht gut, wenn ich jedes Jahr ein neues Tafelgeschirr kaufen soll. Meine Eltern haben ein einziges gekauft, etwas Besonderes und noch heute Einzigartiges. Das wird im Alltag wie an Festtagen verwendet und bedeutet für mich: “Zuhause”. Zuhause ist vertrautes, eigenes, hat einen bestimmten Charakter und Ecken und Kanten. Zuhause ist kein perfektes Designmuseum.

    Ich finde Deine Auszeit toll, hoffe, dass Du zur Ruhe kommen kannst und heraus finden, was Dir guttut und Du brauchst. Vielleicht ist es nicht “gar nichts”, sondern einfach nur weniger und besser dosierte Mengen an “Perfektionsdrang”.

    Viele liebe Grüße, gesegnete Weihnachten und einen schönen Start ins Jahr 2016!

    • Liebe Annie,

      vielen Dank für dein Feedback!
      Es ist schade, dass der Eindruck entstanden ist, ich würde die Sachen, die ich hier Zuhause habe nur kaufen, weil sie im Trend sind. Es ist nämlich eigentlich so, dass mir die Sachen wirklich gefallen. Es kann natürlich sein, dass einige der Dinge, die ich kaufe, mir nur deshalb gefallen, weil ich sie überall sehe. Deshalb bin ich gespannt, ob sich daran etwas ändert, wenn ich mich dem Einfluss von Instagram, Blogs und Pinterest entziehe.
      Viele Dinge, die man bei mir Zuhause findet, sind allerdings Unikate. Seien es Mitbringsel aus dem Urlaub oder Keramik vom Flohmarkt. Der Anteil von Second-Hand Artikeln hier im Haus ist sogar sehr hoch, auch bei meinen Stylings. Vielleicht entsteht der Eindruck deshalb, weil gerade das im Moment wieder populär wird.

      Dir auch frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

  5. liebe pepper,
    sehr schöner post. es ist ja immer gut zu wissen, dass es anderen auch so geht wie mir. ich habe mich mittlerweile innerlich von vielen perfekten ansprüchen distanziert. das macht das leben leichter. viel leichter! 😉 es klappt nicht immer, aber doch meistens.
    abends sitze ich ganz oft zu hause im sessel, gucke mich um und sage mir: super – das hier ist perfekt für MICH. nicht für die anderen. nicht für die social media kanäle. sondern für mich und meine familie. und schon fühlt man sich sehr wohl.
    wir leiden alle sehr an selbstgemachten luxusproblemen und das ist, wenn man mal ehrlich ist, ganz schön schlimm. vielleicht helfen die weihnachtstage aber, ein bisschen demut zu entwickeln.
    ich wünsche dir wundervolle weihnachten – ganz für euch und ohne öffentlichkeit. und hab dann eine kreative zeit mit viel näherei und spass und verrückten dingen.
    herzliche grüße
    die frau s.

    • Liebe Stefi,

      da hast du Recht, das macht das Leben einfacher. Das Bügeln habe ich schon vor einiger Zeit aufgegeben und das ist wirklich eine Bereicherung!

      Ich wünsche dir auch schöne Weihnachten!

  6. Liebe Pepper, danke dir für deinen ehrlichen Post! Ich habe dich damals gefunden, als du die Maledivenreise gewonnen hast und mich kaputtgelacht, dass der Siegerkuchen eigentlich anders gedacht war, du dann aber trotzdem so richtig Spaß an ihm hattest, weil du ihn wie Pippi Langstrumpf gegessen hast. Mit den Händen! Hurra! Dann hab ich dich nach einiger Zeit, wo es bei mir aus ähnlichen Gründen wie bei dir mit der Waldmöwe eher offline zuging, wiedergefunden und habe auch gemerkt, dass deine Posts und Fotos anders geworden sind. Toll und wie ich finde perfekt, aber anders. Ich bekomm selbst auch manchmal ganz schön die Mulme, wenn ich sehe, was so alles geht, was nicht nur schön, sondern nahezu wunderschön perfekt aussieht, welche tollen Sachen es gibt und so weiter. Aber seit meine kleine Drächin da ist und ich mich bewusst beruflich verändert habe, merke ich, dass sich meine Prioritäten verschoben haben. Ich muss nicht mehr alles auch haben, kann besser mit Unperfektion leben und bin dankbar, dass ich nun das Leben führen kann, das ich mir immer gewünscht habe. Ein bisschen so wie du auch schreibst. Ok, aber bevor es hier noch länger wird, noch eine kleine Weisheit, die ich jeden Tag versuche umzusetzen: Sei Pippi und nicht Annika! 😉 In diesem Sinne eine wunderbare Weihnachtszeit und einen guten Start in ein neues, kreatives und erfüllendes Jahr 2016! 🙂
    Es grüßt dich lieb,
    die Nicole

    • Liebe Nicole,

      vielen Dank für die Weisheit! Das ist genau das Richtige!

      Dir auch frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

    • Beccas Worte sind das Sahnehäubchen auf Deinem tollen Beitrag! Finde ich.

      Und guck mal die Kommentare an, so tolle Rückmeldungen stehen unter Deinen Shoppingtipps nicht!?

      Du bist einfach großartig! Ich bin gespannt was Du so produzierst, hoffentlich darf ich daran teilhaben!

    • Da hast du wohl Recht, was die Kommentare angeht.
      Natürlich darfst du daran teilhaben, spätestens, wenn ich mich mal noch ans Stricken traue. Aber ich glaub´s ja nicht. Ich hab im Frühjahr angefangen, was zu häkeln, das ist immer noch nicht fertig…
      ich hab übrigens ein neues Filmkostümmussichhaben-Projekt. Hat was mit Filz zu tun 🙂

  7. gummibärchen

    liebe Pepper, kenn dich schon dein Leben lang, du warst schon immer was besonderes, du wolltest immer am Ziel sein bevor deinen Füsse überhaupt dort waren, du hast ständig änderungen in deinem Zimmer vorgenommen.
    Wenn du all die Dingen die Anderen tun können und du nicht, dann bewundere die Leute , man kann nicht alles können. Du bist so wunderbar so wie du bist, du kannst wunderbar toll malen, Zeichnen, du kannst toll fotographieren, du schreibst wunderbare Texte , du bist kreativ heut hab ich gerade die Bilder gesehen wo du Dinge genäht hast aus Tischdecken usw. Liebe Pepper du bist EINMALIG und hast von Gott wunderbare Gaben bekommen ,nütze die und lasse Anderen Ihre nützen

  8. CreativLIVE

    Liebe Pepper,
    dein Post hat mir auch zu denken gegeben….ich schaue auch immer neidisch auf die tollen großräumigen weißen Häuser mit den tollen Designermöbeln und Deko. Das möchte ich einerseits auch alles haben, aber wenn ich mal nicht dran denke fühle ich mich in meiner Umgebung so wohl, weil es nicht alles wie aus dem Magazin ist und weil ich es immer verändere und dann wieder noch toller finde! Ich finde auch, das ein bisschen Abstand gut tut. Ich werde auch weniger Zeit bei Instagram usw. verbringen und dafür wieder mehr am wirtlichen Leben teil nehmen!
    Danke für deine Worte und eine schöne Weihnachtszeit mit deinen Lieben
    Astrid

  9. Oh wow! Was für ein toller Artikel!

    Jaja, der perfekte Perfektionismus und die Jagd nach dem weltbesten Foto. Dazu der “Neid” auf das, was andere viel schöner, größer, besser können. Und die Balancefindung zwischen der Familie und dem Beruf! Das kenne ich nur zu gut – da habe ich mir Unterstützung in Form ein paar Sitzungen mit einem Life-und Businesscoach geholt, die mir gezeigt hat, warum ich wie ticke und zu akzeptieren, das alles gut ist, was ich mache, anstatt immer nur zu zweifeln, ob ich mithalten kann.

    In diesem Sinne: Dir eine ganz tolle digitale Auszeit, ein schönes Weihnachtsfest, viel Spaß beim Entdecken der bzw. deiner Möglichkeiten und viele Grüße an die Mama, die so einen wunderbaren Kommentar geschrieben hat!

  10. Hey Pepper,
    was du sagst kann ich total gut nachvollziehen. Genieße deine Pause und sag hinterher bitte Bescheid, wie es dir erging. Mir hilft es übrigens immer mir ins Gedächtnis zu rufen, dass so viel von dem, was ich auf z.b. Instagram sehe Fake ist 😉
    Dir, deinem Mann und der Möve schöne Weihnachten?

  11. Liebe Pepper,
    ich lese hier schon ne Weile mit, aber habe bisher noch nie kommentiert, auch jetzt hab ich mir Zeit gelassen, um deine Worte sacken zu lassen.
    Es scheint, als wäre da eine schmale Grenze überschritten worden; du bist ganz offensichtlich sehr talentiert, in wunderschönen Dingen, und es ist einfach nur schade, dass aus diesen dir Freude bringenden Tätigkeiten die Jagd nach Ergebnissen wurde. Schade, dass es sogar hier um Leistung geht. “Um des Machens willen” – diese Worte freuen mich dafür umso mehr, für dich. Ich finde es toll, dass du auf dein eigenes Unbehagen hörst, und die Richtung wechselst, und mutig genug bist, hier zuzugeben, dass etwas nicht ganz so perfekt ist, wie es aussieht 😉 ! Ich bin furchtbar gespannt, auf was du kommst, nachdem du dich von einigen Einflüssen abgegrenzt hast!
    Alles, alles Liebe wünsch ich dir!

  12. eine schöne idee, ich bin aus dem grund nur einmal die woche am PC, so kann ich schon garnicht mehr so viel druck haben denke ich mir jedenfals…
    Das mit dem Perfekt sein das kenne ich, ich habe mir deshalb für nächstes jahr vorgenommen jeden monat mindestens an einen Samstag mal was schönes zu basteln, stricken, Nähen oder zu backen oder was mir noch alles so einfällt, heute ist auch wieder so ein samstag, ich möchte was für meinen selbst gebastelten Kallender machen da dieser mir noch nicht so sehr gefält.
    Aber nun sitze ich hier wieder und lese noch ein paar Blog beiträge die seit dienstag geschireben wurden.
    Aber gleich wird tatsählich GIMP geöffnet und los gelegt, und dann suche ich mir schon die erste Strick anleitung raus die ich im nächsten jahr umsetzen möchte und das Erste schnitmuster für das Nächste Jahr.

  13. Liebe Pepper, als ich diesen Beitrag kurz vor Weihnachten im Posteingang hatte, dachte ich, oh nein!!! Ich mag deinen Stil, deine Liebe zu Holz und zur Natur. Überhaupt habe ich dich sofort abonniert, als ich deine natürlichen Bilderportraits fand. Du kommst sehr sympathisch rüber. 🙂 Ich muss zugeben, ich hatte vor Weihnachten wenig Zeit, all deine Beiträge zu lesen und war erstaunt, wie viel Zeit es wohl gekostet hat, all diese Details zu posten. Wieauchimmer, ich kenne den kleinen Perfektionist in mir, der leider das letzte halbe Jahr eine Art Blog-Blockade bei mir auslöste. Daher kamen nur wenige Beiträge zustande, da ich ewig mit der Bildbearbeitung und dem Drumherum beschäftigt war. Ich hatte sooooooooooo viele Ideen! Bei mir liegen auch schöne Stoffe rum, farbige Textilgarne, die mal zu Blumenampel verarbeitet werden sollen, oder einen Pouf! Ach ja, und gefühlt tausend Notizbücher aus aller Welt, denn ich liebe Stationary-Items und kann davon nie genug haben. Oder Stifte! 😀
    In deinem Artikel habe ich mich teils sehr gut wiedergefunden, obgleich ich leider kein Kind habe. Dennoch die Sehnsucht, etwas Sinnvolles im Leben zu bewirken, etwas Selbstgemachtes zu verschenken und und und. Ich habe doch tatsächlich 2 Tage vor Weihnachten endlich das Knistertuch für meinen mittlerweile 4 Monate alten Neffen genäht. Es kam so toll raus, dass mein Schatzi total überrascht war, sowie ich auch. Ich nähe nur gelegentlich, eher Kissen oder so kleine Sachen. Doch lange stand die Nähmaschine nur rum, der Berg mit Stoffen wurde aber größer. Ach ja…irgendwann mal! Doch ich “hasse es”, wenn sich das so ewig hinzieht. Mein Schatz sagt dann immer, mach doch mal…ggggrrrrr
    Doch es gibt einen Lichtblick, liebe Pepper! Ich selbst habe auch keine so weisse Wohnung wie aus all den Wohnzeitschriften oder wie andere Blogger und mir fehlt auch ein schönes Sideboard, wo ich mal was präsentieren könnte. Unser gemietetes Haus mag voll sein, dennoch hat es weisse Wände, an die Bilder sollen (irgendwann mal… ;)… In den letzten Monaten habe ich mir dann die Zeit genommen, mich selbst zu reflektieren und festgestellt: Ich mag mein Haus. Es ist eher bunt, farbig und sooooooooooooooooooooooo gemütlich! Ein paar Plüschies (ein Spleen von mir) dezent hier und da und Vögel aller Art (keine echten). Das bin ich, auch wenn ich davon nur Teile in meinem Blog zeige…Unsere Gäste fühlen sich immer wohl und sehen gar nicht die Lücken, die ich sehe.
    Daher, liebe Pepper, gönne dir eine Auszeit! Lass dich von aussen berieseln und geniesse, was du hast! Ein Lachen ist viel mehr Wert als alle Trends und dergleichen. Du sollst dich in deinen 4 Wänden wohlfühlen und wenn du es teilen magst, dann freuen wir Leser uns. 🙂 Gehe das neue Jahr ruhig an und fange eine neue Sache einfach klein an. Häkeln soll so beruhigend sein. Oder nähe ein kleines Deckchen. Einfache Dinge! Denn kleine Schritte führen schneller zum Erfolg. Tja, wenn du allerdings wie ich bist, dann suchst du dir doch gleich was Komplizierteres heraus, aber dann ist der Erfolg doppelt so gross. hehehe Vielleicht können wir uns gegenseitig ermutigen? Ich plane zumindest gerade einen Bleitrag mit meinen gescheiterten Dingen hahaha..es gehört zum Leben dazu und mir ist grad nach sowas.
    Ich mag deine ehrliche Art und Natürlichkeit! Also, liebe Pepper, erfreue dich der kleinen Dinge und mache dir keinen Kopf über Verpflichtungen gegenüber deinen Lesern. Dein Blog ist immer noch dein Blog und er soll deine Freuden wiederspiegeln und dir Spaß machen. Komme gut ins Neue Jahr und fühle dich lieb gedrückt! Alles Liebe, Nadine

  14. Madeleine

    Liebe Pepper,
    Danke für diesen ehrlichen Beitrag! Er hat mich tief berührt, denn erst gestern hatte ich einen ähnlichen Aha Moment, wie du ihn in deinem Artikel beschreibst.
    Meine kleine Tochter macht gerade eine anstrengende Phase auf dem Weg zu mehr Selbständigkeit durch. Manche nennen es Trotzphase 😉 Und genau wie du, bin ich auf Instagram aktiv. Folge dazu noch parenting Accounts und Accounts mit Montessori Hintergrund. Und ähnlich wie du, hatte ich beim Anschauen deren Bilder und Posts immer das Gefühl, es nicht harmonisch genug bei uns, ich/ mein Kind nicht ausgeglichen genug, ich könnte versuchen mehr so zu sein oder jenes zu tun. Und gestern Abend, als mein süßes und starkes Kind 1,5 Std zum einschlafen brauchte, machte es Klick. All diese tollen und auch oft hilfreichen Posts setzen mich so unter Druck (oder ich mache selbst den Druck), dass ich das Wichtigste überhaupt manchmal nicht sehe. MEIN KIND, und nicht das der anderen. Die Zeit mit ihnen, wenn sie so klein sind, bringt einem niemand zurück und würde mich in den aller wertesten beißen, wenn ich die Beziehung zu meiner Tochter wegen einem Social Media Kanal sabotiere oder gar schädige. Dein Beitrag jetzt war noch ein weiterer Anstoß für mich, in diesem Jahr wieder mehr Authentizität in mein Leben zu lassen. Denn auch die besch***enen Momente mit Kleinkind sind letztendlich Momente MIT Kleinkind und wir können alle daran wachsen und über uns dazu lernen.
    In diesen Sinne, Frohes Neues!
    Madeleine

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