Neuseeland // Reifenpanne, Muschelglück und ein Giveaway

15. März 2013

Ich habe schlecht geschlafen, bin aber gut aufgewacht. Mit Blick auf das blaugrüne Meer.
Zur Feier des schönen Strandes gibt es heute Ei auf Toast. Perfektes Ei auf Toast. Bei unserem sehr spartanischen Speiseplan ist das der pure Luxus. Aber wie kocht man auf einem Gaskocher ein Innenpflaumenweichei, wenn man das nicht einmal auf dem heimischen Herd zustande bringt? Man mag jetzt vielleicht denken, so tragisch ist das nicht, wenn sie komplett hart und bröselig gekocht sind, die müssen doch nicht perfekt sein. Doch! Das müssen sie. Ich mag nämlich harte Eier überhaupt nicht. Ganz widerlich finde ich die.
Aber zum Glück hat sich vor der Reise Folgendes zugetragen: ich habe bei einer Verlosung des delikaten Blogs “Katharina kocht” ein sogenanntes Piep Ei gewonnen. Man kocht es zusammen mit den Eiern und wenn sie den idealen Frühstückseizustand erreicht haben – also festes Eiweiß und samtig zartes Eigelb – piept das Ei die Melodie “ich wollt´ich wär´ein Huhn”. Weil das Ei so klein und ungemein praktisch ist habe ich es eingepackt, man kann ja nie wissen. Bei unserem ersten Neuseelandsupermarktbesuch haben wir Eier gekauft, die wir jetzt alle auf einmal kochen. So haben wir die nächsten Tage leckere Eier auf dem labbeduddliche (schlaffen, weichen, geschmacklosen) Toast und das ohne großen Aufwand.
Und dank “Brainstream” darf auch ich an euch eines dieser kleinen, tapferen Helferlein verlosen. Vielleicht genießt ihr auch bald das perfekte Frühstücksei am perfekten Strand.

Eier am Strand Taupo Bay

Um an der Verlosung teilzunehmen müsst ihr mir nur bis Dienstag den 14.05.2013 um 20 Uhr einen Kommentar unter diesem Post hinterlassen, indem ihr mir sagt, wie ihr am liebsten eure Eier esst. Gerührt, gespiegelt oder gelöffelt? Oder doch lieber roh und glibberig?
Meinem Blog zu folgen ist natürlich keine Voraussetzung. Wer das Gewinnspiel bei Facebook teilt, bekommt ein zusätzliches Los, bitte dafür einen 2. Kommentar hinterlassen. Übrigens dürfen auch Familienmitglieder und enge Freunde teilnehmen, ihr macht schließlich den größten Teil meiner Leser aus!
Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.


Nach einem gemütlichen Frühstück und einem letzten Strandspaziergang brechen wir auf. Wir wollen heute bis zum Cape Reinga fahren. Das Cape ist der nordwestlichste Punkt der Nordinsel, wo zwei Ozeane aufeinander treffen: der Pazifische Ozean und die Tasmansee. Für die eingeborenen Maori hat dieser Ort eine besonders spirituelle Bedeutung, denn ihrem Glauben nach beginnen von hier aus die Seelen der Toten die Pilgerreise in die Ewigkeit. Reinga bedeutet “Absprungplatz”.
Auf dem Hügel steht das berühmte Cape Reinga Lighthouse und der Wegweiser, der die Entfernung zu einigen Städten auf der ganzen Welt zeigt.

Cape Reinga Wegweiser

Auf diesen Ort habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut. Doch als wir auf dem Parkplatz ankommen müssen wir zunächst mit Schrecken feststellen, dass wir ein plattes Hinterrad haben. Wir finden heraus, dass wir zwar ein Reserverad haben, allerdings haben wir kein Werkzeug um dieses vom Fahrzeugunterboden zu lösen. Eine Unterweisung haben wir vom Verleih natürlich nicht bekommen.
Wir stehen etwas ratlos neben unserem Camper, als plötzlich ein Kfz-Mechaniker herbeispringt und uns den Reifen wechselt.
Nein wirklich, das ist kein Scherz. Der Mann ist Neuseeländer, von oben bis unten mit Öl beschmiert und er hat das passende Werkzeug in seinem Auto. Seine Frau schickt er schon mal alleine voraus und wirft sich unter unser Auto, ohne große Worte zu verlieren. Nach wenigen Minuten ist das neue Rad dran, das Werkzeug verstaut und wir ziemlich erstaunt über so viel Hilfsbereitschaft.
Zeit für einen kleinen Freudentanz.

freudentanz

Endlich geht es nun zum Leuchtturm! Der Weg dorthin ist sehr schön angelegt, man spaziert auf den Hügeln entlang und wenn man auf dem Höchsten steht, sieht man ihn, wie er malerisch auf der Landzunge steht, umgeben von zwei Ozeanen und einem weiten, unendlichen Himmel.

Lighthouse Cape Reinga

cape reinga 2

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Cape Reinga Lighthouse

Wind in den Haaren, Meeresluft in der Lunge, Freude im Herzen und Freiheit in der Seele.
Dies ist wirklich ein besonderer Ort.

Cape Reinga ich 2

Ich kann mich kaum losreißen, aber irgendwann müssen wir dann doch gehen. Nämlich wieder auf die Suche nach einem Campingplatz. Und wir haben Glück, nur 3 km entfernt befindet sich der DOC Campingplatz Tapotupotu. Leider ist die Straße dorthin eine üble Schotterpiste, aber als wir am Ende ankommen, sehen wir, dass sich der unangenehme Weg gelohnt hat. Vor uns liegt ein breiter Sandstrand, der Campingplatz direkt daneben. Hohe Wellen rollen in die Bucht und ein Fluß fließt durch ein Bett komplett aus Sand zum Meer hin.
Wir springen aus dem Camper und stürmen an den Stand. Er ist fantastisch!

campingplatz am cape reinga 2

 

DOC Cape Reinga

campingplatz am cape reinga 3

Nach dem Abendessen machen wir nochmal einen Spaziergang, wir wollen die Klippen erkunden. Nachdem wir einem toten Hai gute Nacht gewünscht haben, müssen wir den Bach durchqueren.Michael geht voraus, während ich noch an meinen Socken herumfriemle. Plötzlich schimmert etwas am Grund des Baches. Da das Wasser absolut klar und nicht tief ist, erkenne ich sofort, um was es sich handelt. Es tritt eine akute Schnappatmung ein, ich kann nur noch Japsen und jubeln. Michael ist irritiert, fragt, was denn passiert sei. Ich bin zu aufgeregt um eine vernünftige Antwort zu geben. Ich schaffe es gerade noch, meinen zweiten Socken komplett auszuziehen, ich kann mich kaum bremsen. Fast wäre ich strümpfig in den Bach gesprungen, aus Angst, sie könnte sich in Nichts auflösen, wie eine Fata Morgana oder von einem Fisch ins Meer geschleift werden.
Es ist unglaublich: ich habe eine gefunden! Eine ganze, perfekte Paua Muschel!

DIE Paua Muschel

Ich kann nicht aufhören, sie anzustarren, sie ist so wunderschön!
Klar, man kann sie hier überall kaufen, aber ich habe sie selbst gefunden! Was für ein Glücksgefühl. Unbezahlbar.
Natürlich ist nun in mir die Hoffnung geweckt, dass es in dem Bach noch mehr davon gibt. Typisch Mensch, wenn er etwas Schönes hat, will er gleich noch mehr davon. Die Klippen sind vergessen, die Schatzsuche ist eröffnet.
Eine Muschel finden wir zwar leider nicht mehr, aber dafür machen wir eine kleine Wanderung, bei der wir die schöne Bucht von einem Berg aus betrachten können.

Abgesehen von der Reifenpanne war das ein wunderbarer Tag!

 

15 Kommentare

  1. sie ist wiRklich wundeRschön. kann auch nicht aufhöRen sie anzustaRRen. so vielfaRbig. so glänzend. so augenschmeichelnd.
    das leuchttuRmbild gefällt miR übRigens auch sehR. eigentlich alle bildeR.
    liebe gRüße. käthe. die nuR fünfminuteneieR mag. gelb muss flüssig. wenn nicht, isst sie sie tRotzdem. 😉

  2. wunderschöne fotos von einem wirklich besonderen ort… und die muschel ist traumhaft schön, ein toller fund 🙂 ich mag mein eigelb wachsweich, auf dem brötchen verstrichen 🙂 viele liebe grüße julia

  3. Annette

    Es sind wieder wunderschöne Fotos! Besonders die weißen Wattewölkchen vor dem blauen Himmel gefallen mir gut. Und die Farbe des Meeres.
    Ich mag meine Eier am liebsten zum Löffeln, Eiweis gerade so fest und das Eigelb schön wachsweich.

  4. Was für traumhaft schöne Bilder. Was für ein Ausblick, was für ein Meer, was für ein Strand, was für ein Glück, eine solche Muschel zu finden. Ihc kann deine Begeisterung so gut nachempfinden. Sicher ein Herzhupfermoment.

    Herzlich, Katja

  5. Welch eine atemberaubende Landschaft. Die Farbe des Meeres ist wunderbar. Fast spürt man den warmen Wind auf der Haut. Die Muschel ist wunderschön. Ein wirklich toller Fund und ein einzigartiges Souvenir!
    Liebe Grüße

  6. WOW, was für Fotos – da wünschte ich gleich, ich wäre auch dort!
    Meine Eier esse ich am liebsten gekocht, wenn das Eiweiß hart ist (weiches Eiweiß ist sooooo …. iiiiiihhhh!) und das Eigelb flüssig. Ist allerdings sehr schwer zu schaffen.
    Liebe Grüße und ein tolles Wochenende!
    Jana

  7. Pierre Steuer

    Superschöne Fotos !!!!!!!!!!!!!! Und ich esse am liebsten Spiegeleier wo das Eigel noch recht weich ist.
    LG Pierre

  8. Angelika Adler

    Für mich ist das Ei perfekt, wenn das Eiweis fest und deer Dotter flüssig ist, wenn ich es dann noch an eiem so tollen Ort essen könnte wäre das wundervoll und die Muschel ist einfach toll, suche auch immr mit den Kindern am Strand.

  9. Ralph Peise

    Wundervolle Fotos und ein toller Blog.

    Ich esse meine Eier am liebsten gekocht. Das Eigellb noch schön flüssig und Eiweiß nicht ganz hart.

    Liebe Grüße
    Ralph

  10. Kathrin

    Sehr schön geschrieben und wunderschöne Bilder, tolle Farben und hach da wär ich jetzt auch gern, nagut mach ich mir wenigstens ein Ei, kochen und löffeln und mmhh.

  11. Unglaublich schöne Fotos und die Muschel ist der Hammer.
    Ich esse meine Eier am liebsten gekocht 🙂

  12. Ulrike Schultz

    Tolle Fotos!!! Bringen mich in Urlaubsstimmung!
    Mein Frühstücksei löffel ich am liebsten…festes Eiweiß und flüssiges Eigelb..nicht immer so einfach hinzukriegen…aber vielleicht mit “Chantalle”??
    LG, Ulrike

  13. Wow… Die Fotos haben bei mir jetzt ein richtiges “Ich-will-das-auch”-Gefühl hinterlassen! Mein Herzallerliebster ist allerdings von einem Camper gar nicht angetan, das ist so schade..

    Wunderschöne Fotos und ich hab Glück: Ich mag meine Eier am liebsten hart, da kann fast nichts schief gehen. 😉

    Liebe Grüße, Becci

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