Das Kinderlieder-Problem {Verlosung}

Die Waldmöwe steht total auf Musik. Von Anfang an hat sie zu jedem Takt gewippt, geklatscht und mit den Füßen gesteppt. Selbst wenn gar keine Musik läuft, sonder der Thermomix seine Runden dreht – sie wippt im Takt. Seit kurzem sind wir in einem Musikkurs für Kinder ab 18 Monate, wo Sing-und Bewegungsspiele gemacht werden. Die Waldmöwe macht nie mit, sie steht mitten im Kreis und saugt alles in sich auf. Und daheim geht´s dann los – sie trommelt auf Tische und spricht den Takt nach, den die Lehrerin immer vorspricht. Im Kinderwagen singt sie vor sich hin, liebliches, unverständliches Gesäusel. Aber das wird ja nicht lange so bleiben. Irgendwann kommen die Wörter und damit auch die Kinderlieder. Ich habe als Kind ‘die Katze tanzt auf einem Bein’ gesungen. Also wirklich nur diesen satz, den Rest kannte ich nämlich nicht. Den dann aber in Endlosschleife. Ein Wunder, dass meine Mutter nicht aus den Ohren geblutet hat!

Ich finde es wirklich schön, dass die Waldmöwe so musikalisch ist. Blöd ist nur, dass ich Kinderlieder überhaupt nicht mag. Vor längerem saß ich im Auto und im Radio kam Werbung für die neue ‘Willi Wackelzahn’ CD, natürlich auch mit einer lautstarken Kostprobe. Ich hätte fast einen Unfall gebaut, so penetrant war das!
Mein Plan war deshalb ursprünglich, die Waldmöwe ausschließlich mit klassischer Rockmusik, Raggae, Irish Folk und Ska aufwachsen zu lassen. Die Waldmöwe hält von diesem Vorhaben allerdings nicht viel – während sie bei Simon & Garfunkel nur dezent mit dem Fuß wippt, zappelt sie bei ‘Wo ist die Kokusnuss’ total ab.

Ein Kompromiss muss also her und zwar in Form von Musik, die für Kinder-und Erwachsenenohren gleichermaßen erträglich ist. Ein Schnittpunkt der Geschmäcker quasi.
Eine solche CD gibt es seit kurzem vom Oetinger-Verlag, von dem wir schon zahlreiche Bücher (Pettersson und Findus, Olivia…) besitzen. Sie heißt ‘Unter meinem Bett‘ {Werbung} und die Musik darauf stammt nicht etwa von altbekannten Kinderliederverursachern, sondern von deutschen Singer-Songwritern wie Olli Schulz, Käptn Peng und Gisbert zu Knyphausen. Ehrlich gesagt, habe ich bisher von keinem dieser dreien jemals etwas gehört, was daran liegt, dass das eigentlich gar nicht meine Musikrichtung ist. Aber man muss auch mal was Neues ausprobieren – was man nicht kennt, muss ja nicht gleich schlecht sein! Und siehe da, das ist es auch nicht! Im Gegenteil – das ist sogar irgendwie echt gut!

 

unter meinem bett CD heimatbaum.com

 

Kaum hatte ich die CD eingelegt, wackelte die Waldmöwe mit dem Po und klatschte eifrig in die Hände. Der erste Track ‘Der Tee von Eugenia’ von Francesco Wilking begeistert die Waldmöwe sofort und muss unbedingt bis zu Ende gehört werden! Inzwischen haben wir das Lied so oft abgespielt, dass ich mich immer wieder dabei ertappe, wie ich Textschnipsel leise vor mich hin singe.

 

tee von eugenia heimatbaum.com

 

Bei fast allen Liedern merkt man erst, dass es sich um Kindermusik handelt, wenn man auf die Texte hört. Von der Musik an sich könnten die Songs ohne weiteres im Radio laufen.
Der Titel ‘Unter meinem Bett’, der zunächst etwas gruselig klingt, entpuppt sich im letzten Song dann als harmlos – unter dem Bett wartet nicht etwa ein Monster, sondern ein Durcheinander wie im Irrenhaus. Das kommt auf uns bestimmt auch noch zu…
Am nächsten Tag habe ich mich sogar dabei ertappt, wie mir der Song ‘Große Pause’ von Desiree Klaeukens im Kopf rum ging. Der scheint mir wohl am besten gefallen zu haben. Aber auch die anderen 12 Lieder bleiben im Kopf – die Texte sind leicht verständlich, teilweise etwas schräg, wie zum Beispiel bei ‘Der grimmige alte Mann’ von Jan Plewka.

 

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Damit ihr euch selbst ein Bild von diesem tollen Gemeinschaftsprojekt machen könnt, darf ich an zwei von euch eine CD verlosen! Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr mir hier nur einen Kommentar hinterlassen, indem ihr mir verratet, welches euer absolutes No-Go Kinderlied ist! Ist es der Bi-Ba-Butzelmann? Hänschenklein? Oder vielleicht doch die drei Chinesen mit dem Kontrabass?
Das Gewinnspiel läuft bis zum 19.10. 2015 um 23.59 Uhr, die Gewinner werden von mir per Zufallsgenerator ermittelt.

Ich trink jetzt einen Tee. Den von Eugenia.

 Nachtrag: Die beiden CDs haben Fräulein Rucksack und Kim gewonnen! Herzlichen Glückwunsch! Ihr bekommt eine Mail von mir.

37 Kommentare

  1. Ich kann dich nur zu gut verstehen! Bei uns ist es zwar noch lange nicht so weit, aber dadurch, dass mein Freund Erzieher ist, kommt er recht häufig mit Kinderliedern in Kontakt. Die “klassischen” Lieder von früher finde ich gar nicht schlecht, aber diese neumodischen Abwandlungen – da krieg ich die Krise! Mir fällt gerade nix konkretes ein, aber das ist auch besser so. Vielleicht kann er mit dieser CD ja endlich mal was gescheites im Kindergarten “auflegen”.
    Schade übrigens, dass die Waldmöwe mit deinem Plan nicht einverstanden war, in meinen Ohren klingt er wunderbar! 😉
    Liebe Grüße!

  2. Ich bin Gisbert Fan, Pepper, aber Kinderlieder CDs mag ich auch nicht, wozu, wenn man selbst singen kann (womit ich meine, eine Stimme hat, wirklich können ist ja gar nicht notwendig). Ich erfrische in letzter Zeit die Lieder aus meiner Kindi-Zeit und muss das ganze Jahr über St.Martin singen, Waldblümelchens Lieblingslied. Mir gefallen so neumodische Kinderlieder nicht so.
    Musikalischen Tag wünsch ich!

  3. lottasfuchsliebe

    Aram sam sam… naja du weißt sicher wie es weiter geht!
    Mein absolutes No-Go-Lied…
    lg lottasfuchsliebe

  4. Oh, das klingt wirklich richtig toll!!!Gisbert zu Knyphausen hat für uns eine ganz besondere Bedeutung und eines seiner Lieder lief sogar auf unserer Hochzeit während der Trauung!
    Hier im Haus gibt es auch keine einzige Kinder-CD. Manchmal fühle ich mich auch schlecht, weil ich meinem Kind die Lieder verweigere, die wahrscheinlich ansonsten jedes Kind schon mitsingen kann. Aber ich ertrag das nicht. Deshalb kenne ich auch keines ganz konkret namentlich. Höre Ausschnitte bei anderen und dann reicht es schon 🙁
    Ich habe inzwischen angefangen, eigene Lieder auf bekannte Melodien zu dichten und darauf steht die Mini-Mainzerin auch. Sie mag auch Musik gerne und wenn es ruhig ist, zeigt sie immer auf das Radio, damit ich es anmache. Freue mich sehr, dass sie Musik so mag…
    LG Nina

    • Und ich seh grad, dass Pohlmann auch noch drauf ist…das war das zweite Lied auf unserer Hochzeit. Also die CD ist ein must-have für unser Kind 😀

  5. Es gibt für mich kein No-Go-Lied, allerdings singt auch meine Tochter meistens nur einen Satz von einem Lied. Momentan ist es: …zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück, …
    Da wäre eine Abwechslung mit der zu verlosenden CD für mich sehr willkommen!!! 🙂

  6. Die CD hört sich ja wunderbar an! Bei uns läuft gerade “Fuchst du hast die Gans gestohlen…”. Oma hat uns ein Buch geschenkt mit einem riesigen, roten Knopf. Nun wird dieser Knopf alle paar Minuten gedrückt, damit dieses Lied ertönt – und ich überlege mir einen Racheplan für meine Mutter 🙂 Die CD wäre also perfekt.

  7. Super Idee!!! Absolutes No-Go ist der Bi-Ba-Butzemann, den mochte ich schon als Kind nicht… 😉 Beste Grüße, Anna

  8. Meine Töchter singen ja grundsätzlich nur Medleys. Das wird “Hänschen Klein” munter mit “Das Krokodil schwimmt im Nil” und “Oh Tannenbaum” gemixt. Deshalb habe ich eigentlich kein absolutes No-Go-Kinderlied. Je nach Situation kann das eine oder das andere mal mega nervig oder super lustig sein. Ich bin nur heilfroh, dass ich im Auto die Lautsprecher vorne ausschalten kann, wenn sich die Motten hinten mit Biene Maja Hörspielen beschallen lassen. Ohne is nich. Jeder Versuch, Jimi Hendrix oder Katzenjammer einzuschmuggeln, wird sofort mit einem grellen “Mama, Kindermusik!” quittiert. “Hörbare” Kindermusik wäre hier also höchst willkommen! Hab einen schönen Tag! Ulrike

  9. Bianca Eisert

    Alle Lieder von Volker Rosin ? wenn man Kinderanimation gemacht hat ist das schon ziemlich schlimm!

  10. Also ich habe ein sehr offenes Ohr für Kinderlieder. Wenn ich mein Plätzchen zur Oma bringe, hören wir auf dem Hinweg “Anne Kaffeekanne” und ich alleine auf dem Rückweg dann das neue Album von Iron Maiden. ?
    Riesenunterschied, aber ich singe überall mit und das Plätzchen wippt überall mit.
    Wie deine Tochter auch, findet meine unsere Küchenmaschine sehr tanzbar.

    Ein NoGo Kinderlied gibt es für mich bisher noch nicht, aber für meinen Mann.
    Er hat mir verboten, “Hänsel und Gretel” vor zu singen.
    Das ist ihm noch bis heute zu gruselig.

  11. “Alle meine Entchen” geht auch leider gar nicht mehr. Als Kind hatte ich eine CD vom Grips Theater. Die Texte sind überhaupt nicht kitschig nach dem tri tra trullala schema! Aber bestimmt eher für etwas ältere KInder, kann ich aber empfehlen 😉 “Ich kann Pfeifen”, “meins oder deins”, “alle großen haben Angst”, vielleicht kennt das ja noch wer 🙂

  12. Ich stimme dir in allem zu!
    Kinder-CDs sind für meine Ohren echt gruselig…
    Auf längeren Autofahrten gibt es daher nur Radio für alle.
    Wenn hier bei uns Ska, Irish Folk etc. läuft, guckt mein Sohn immer ganz ungläubig.
    Nur wenn ich dazu wild und lustig tanze, haben die Kids auch Spaß 😉
    Ich würde die CD also sehr gerne austesten!
    Ach, und auf ein Lied kann ich mich gar nicht festlegen…
    Aktuell finde ich den “Schubidua-Tanz” eher… naja…

    LG Julia

  13. Liebe Pepper,

    vielen Dank für den tollen Artikel und den Tipp!!! Das was Du da schreibst, kommt mir nur allzu bekannt vor. Hier wurde auch schon sehr früh zum Geräusch der Mixers gewippt und sobald irgendwo Musik erklingt, gibt es kein Halten mehr. Wirklich gute Kinderlieder-CDs zu finden, das ist nicht so einfach. Leider.

    Mein absoluter Graus ist “Fuchs, du hast die Gans gestohlen…”. Fieses Ohrwurmpotential und gruseliger Text – keine gute Kombination meiner Meinung nach.

    Umso mehr würden wir uns freuen, bald den Klängen von “Unter meinem Bett” zu lauschen, lauthals mitzusingen und einen Tee von Eugenia zu trinken… hihi.

    Liebe Grüße und alles Gute für Dich und die kleine Waldmöwe 🙂
    Stephie

  14. dieses gruselige weihnachtslied, wo ein kind glockenklar “hallo liebe mami…” singt..
    zu viel schmalz!

  15. Leider isses bald schon wieder soweit, aber “In der Weihnachtsbäckerei” is’ mein absolutes Hasskappenkinderlied, aber sowas von!

  16. Schnappi und Ententanz und alles auf niedlich gemachte.

    Richtig gut ist Jürgen Müller. Die Kinder lieben seine Lieder und es ist gut hörbar für Eltern. Hermuellerundseinegitarre.de
    das popcornlied ist der Kracher, gibt’s auch auf youtube.
    Vielleicht ein Tipp zur Zweit- Dritt- und Viert-CD.
    Selbst die ostwestfälischen Neffen flippen aus wenn sie nach Kassel zu Besuch kommen und den Herkules überm Bergpark trohnen sehen, immerhin ist er laut Lied ja weg.
    Lieben Gruß

  17. Hallo,
    Oh ja das kenne ich, als Erzieherin in einem kinderladen, nur zu gut!!! Da denkt man zu oft, nicht dieses Lied!! Auch wenn die kleinen es noch zu gerne singen! Mein Beitrag dazu: laurentia- liebe laurentia mein…
    Ich sage nur: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag… Ahh!!;)
    Ich mag zwar Sport- aber danach muss ich keinen mehr machen.:)
    Bin deswegen immer froh und dankbar, für ne echt gute Alternative!!
    Liebe Grüße Sophie

  18. Anita Krautzberger

    Hallo,

    vielen Dank für den tollen Tipp.
    Ich habe noch zwei Positiv- Empfehlungen:
    1.”Eule findet den Beat”- superschöne, kindgerechte Songs, die im Rahmen eines Hörspiels die verschiedenen Genres erklären.
    2. die Liederbücher mit CD von Franziska Biermann und Nils Kacirek: mein Favorit ist “am Weihnachtsbaume”. Ein musikalischer Adventskalender mit sehr lustigen und überraschenden Interpretationen der klassischen Weihnachtslieder.

    Achso, und Rolf Zuckowski mag ich nicht so.
    Liebe Grüße, Anni

  19. Ich bin ziemlich schmerzbefreit, was Kinderlieder betrifft. Meiner Tochter singe ich fast alles vor. Aber richtig schlimm finde ich Rolf Zukowski. Da ich auch noch Lehrerin bin, kommt an Weihnachten jedes Jahr dasselbe Lied… Ich kann’s nicht mehr hören…

  20. Mein absolutes No-Go-Lied ist “In der Weihnachtsbäckerei”. Ich habe dieses Lied schon als Kind nicht gemocht und trotzdem habe ich immer wieder einen Ohrwurm davon – heute noch und selbst im Sommer. Keine Ahnung warum.

  21. Als Grundschullehrerin musste ich mich über kurz oder lang dann doch daran gewöhnen ständig Lieder zu singen, die mir gehörig auf die Nerven gehen. Inzwischen geht’s tatsächlich auch. Allerdings enthalte ich meinen Schülern “Bruder Jakob” vor, damit kann ich mich einfach nicht anfreunden 😉

  22. Ich finde das Lied “auf der Wilhelmshöh sprang ein Frosch vor Freude in die Höh ” ganz schlimm 😀 vielleicht auch weil meine Schwiegermutter das immer in einer Oktave singt , die nicht auszuhalten ist ? Neue Musik wäre wirklich ein Traum ?

  23. Moin moin, wenn dir Unter meinem Bett ganz gut passt, dann ist Krümemucke http://kruemelmucke.de/ wahrscheinlich auch was für dich und die Möwe. Ich kenne Unter meinem Bett zwar noch nicht, kenne aber einen großen Teil der Musiker. Ohrenbluten bekomme ich wohl am schnellsten von Hanschen klein.

  24. Elisabeth Gabel

    Wir haben unserem Sohn jeden Tag etliche Male vor dem Einschlafen “Wenn Pinguine watscheln gehn’ vorgespielt. Wir haben sie gehasst. Zum Glück wurde sie nach fünfeinhalb (!) Monaten kaputt… Ich persönlich fand das Kinderlied” Oh du lieber Augustin” schrecklich…
    Liebe Grüße und superschöner Blog

  25. Ich freue mich so sehr auf diese CD, lauter Kinderlieder von meinen Lieblingssingersongwritern! Ein nicht gemochtes Kinderlied ist bei mir auf jeden Fall der Bi-Ba-Butzemann. In unserem Liederbuch ist auf dem dazugehörigen Bild so ein komisches…Vieh. Keine Ahnung wie man es beschreiben kann. Jedes mal wenn ich es sehe, finde ich es einfach nur doof und wundere mich eigentlich, dass mein Sohn noch nie gefragt hat wer dieser bi-ba-Butzemann denn eigentlich sein soll.

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!