Das neue Büro / Ankleidezimmer mit weißem Boden

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Unser Büro befand sich bisher im ersten Stock und war ein Durchgangszimmer, über das man nach oben ins Dachstudio kam, wo sich das Elternschlafzimmer, das Badezimmer und das Ankleidezimmer befinden.
Als wir unseren Sohn bekommen haben, war klar, dass wir in den nächsten Jahren ein zweites Zimmer brauchen werden, weshalb wir diesen Herbst einiges umgebaut haben.
Aus dem Büro im ersten Stock wurde ein Kinderzimmer mit Tür und das Büro wurde mit dem Ankleidezimmer zusammen gelegt. Der Raum war mit Parkett ausgelegt, das einen sehr gelblichen Honigfarbton hatte. Im Ankleidezimmer war mir das relativ egal, aber da ich mich im Büro sehr oft aufhalte, wollte ich das auf keinen Fall so lassen. Außerdem hat es mich schon immer in den Fingern gejuckt, einen Boden weiß zu lackieren.
nachdem wir den Raum komplett ausgeräumt haben, habe ich den Boden mit einer Parkettschleifmaschine, die ich aus dem Baumarkt für einen Tag geliehen habe, abgeschliffen. Zuerst wollte ich alles mit unserem Bandschleifer machen, aber es war einfach zu viel Arbeit. Der Umgang mit der Schleifmaschine war anfangs echt ein Höllenritt. So ein Gerät ist wirklich ziemlich stark und es braucht eine Weile, bis man den Dreh raus hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem die Maschine erst mal mich durch den Raum gezerrt hat, habe ich irgendwann rausgefunden, wie ich sie zähmen kann und dann ging die Schleifarbeit in dem kleinen Raum recht gut voran. Aber ich sag euch, das war ein Muskelkater hinterher!

Wenn der zu lackierende Boden lackiert, gewachst oder sonst wie versiegelt ist, müsst ihr ihn vor dem Lackieren auf jeden Fall abschleifen. Das ist wirklich lästig, aber daran kommt ihr nicht vorbei, wenn ihr wollt, dass der Lack gut hält.
Nachdem ich den Boden mehrfach feucht gewischt hatte, um den Schleifstaub komplett zu entfernen, habe ich eine Schicht “Wood Primer & Undercoat” für helle Farben von Farrow & Ball mit der Lackrolle aufgetragen. Das hat den Boden hell grundiert und sorgt dafür, dass der Lack gut am Boden haftet, da er dort ja deutlich stärker beansprucht wird, als an Möbeln zum Beispiel. Nach dem Trocknen habe ich dann zwei Schichten “Schoolhouse White” von Farrow & Ball aufgetragen, dem gleichen warmen Weißton, wie ich ihn auch schon für das Spielhaus im Garten verwendet habe.

Nach einigen Monaten intensiver Nutzung bin ich mit dem Lack immer noch sehr zufrieden. Ein weißer Boden ist natürlich deutlich empfindlicher, als andere, aber bisher haben wir nur sehr wenige kleine Kratzer im Lack. Auch dort, wo die Stühle ständig bewegt werden, sieht man nichts. Die einzigen Kratzer, die den Lack tatsächlich leicht beschädigt haben, sind dort entstanden, wo wir Möbel ein Stück schieben mussten, das Regal unter dem Schreibtisch zum Beispiel. Ich plane, noch den Heizkörper und die Zimmertür mit dem restlichen Lack an den Boden anzupassen, damit alles schön sauber weiß aussieht.

Der weiße Boden verwandelt den Raum total und macht ihn zu einem wirklich tollen Arbeitsplatz! Eigentlich hatte ich anfangs ein wenig bedauert, dass wir nun viel weniger Platz für das Büro haben, aber es ist tatsächlich so, dass wir mehr haben. Dadurch, dass wir nur so wenig Raum zur Verfügung haben, haben wir uns viel mehr Gedanken darüber gemacht, wie wir diesen optimal nutzen können.

Um unsere Ideen umsetzen zu können, haben wir wieder fast alles selbst gebaut. Die Büro-Seite des Raumes wird komplett von einem sehr tiefen Schreibtisch aus Sperrholzplatten eingenommen. Die Tischplatte wird gestützt von einem Tylko Regal, das wir schon seit ein paar Jahren haben und einem selbst gebauten Schrank, in dem sich der Drucker befindet. Auf dem Schreibtisch haben drei Monitore Platz (mein Mann hat zwei, fragt mich nicht für was…). Neben meinem iMac habe ich eine sehr große Fläche für kreative Arbeiten. Da die Wand hier eine Nische hat, konnten wir mit Reststücken der Tischplatte noch schmale Regalbretter einbauen. Hier verstaue ich meine Werkzeuge, Keramikstücke, die auf den Brand warten und Erinnerungen, die ich in kleinen Glasflaschen aufbewahre.
In den kleinen Schieberschränkchen von Ikea findet alles Platz, was ich sonst noch brauche: Zeichenwerkzeuge, Tape, Bänder, Stempel…
Früher habe ich oft am Esstisch gearbeitet, weil die Fläche des Schreibtisches im Büro einfach zu klein war. Aber jetzt kann ich angefangene Arbeiten einfach stehen lassen und muss mit keine Gedanken darüber machen, dass die Kinder die trocknende Keramik vom Tisch fegen.

Die andere Seite des Raumes beherbergt meine inzwischen drastisch geschrumpfte Garderobe. Ich habe wahnsinnig viel aussortiert, aber ich bin noch nicht am Ziel. Eigentlich möchte ich nämlich nur so viel besitzen, wie auf die filigrane Kleiderstange SPRING von “result objects” passt. Momentan habe ich aber noch einiges, das in einer Kommode verstaut werden muss, weshalb ich dieses alte Schätzchen über Kleinanzeigen aufgetrieben habe. Übrigens ist auch der Steckvogel aus Sperrholz, den ihr im Regal seht von Selekkt. Den habe ich inzwischen schon ein paar Jahre und ich mag ihn nach wie vor sehr. Im neuen Büro passt er jetzt perfekt zu den Sperrholzmöbeln.
Die Garderobe gibt es in verschiedenen Längen und obwohl bei mir momentan wirklich viel dran hängt, ist sie richtig stabil und wackelt nicht. Da sie mit drei dünnen Metalldreiecken (erhältlich in weiß und Kupfer) befestigt wird, in denen die Stange aus massivem Eichenholz steckt, wirkt sie strotz ihrer Stabilität sehr filigran. Das finde ich besonders schön, wenn nur wenig dran hängt. Immerhin halte ich mich noch immer an die Regel, dass auf jedem Bügel nur ein Kleidungsstück hängen darf. Es gibt für das Garderobensystem SPRING auch spezielle Haken, die auf die Kleiderstange geschoben werden können. Das hat den Vorteil, dass die Haken nicht ständig herunter fallen, wenn man ein Kleidungsstück weg nimmt. So kann man sie auch prima als Garderobe im Flur verwenden.
Bevor wir alles komplett eingeräumt haben, habe ich mal ein Foto von der Garderobe gemacht, wie ich sie mir wünschen würde, ohne Kommode und nur mit leichten Farben, die wunderbar harmonieren. Das wird so aber wahrscheinlich in der Realität nie aussehen, weil ich viel Schwarz trage. Aber schön sieht das aus, oder? Ich glaube, ich werde demnächst mal wieder eine Runde aussortieren, damit es wieder luftiger wird. Letztendlich trägt man ja doch immer das Gleiche.
Falls ihr euch jetzt fragt, wo mein Mann seine Kleidung aufbewahrt: er hat eine Kommode im Gästezimmer. Da er morgens sehr früh aufsteht, macht er sich unten fertig, um die Kinder nicht zu wecken. Wenn die Kinder irgendwann jede Nacht in ihren eigenen Zimmern schlafen, werde ich hier oben Platz für seine Sachen machen müssen. Das wird dann wirklich eine Herausforderung.

Neben dem Fenster befindet sich eine Kleiderstange, auf die ich meine getragene Kleidung zum Auslüften hänge. Die haben wir selbst gebaut und sie ist deutlich praktischer, als der berüchtigte Ablagestuhl.

 

4 Kommentare

  1. Anonymous

    Sehr schön geworden ,ich mag es wenn alles so toll seinen platzt hat . Leicht finden aber leicht wieder aufräumen .
    Die Maschine kenne ich zu gut , mein Mann hat ein Loch in die Wand gemacht , sie ist so wie ein wildes Pferd das man Zähnen muss. 😂

  2. So toll geworden!!!! Besonders gut gefällt mir auch die Kleiderstange neben dem Fenster! Und die Kleiderstange mit den dreieckigen Halterungen für Deine Kleidung ist abgespeichert, wir brauchen nämlich noch eine Garderobe! Liebe Grüße, Carolin

  3. Liebe Pepper!
    Wunderschön! Der Boden sieht ganz toll aus! ich liebäugel auch schon länger mit weißem Holzboden, traue mich aber noch nicht so recht … mal sehen, jetzt vielleicht eher …
    Und wunderschön sind auch die Fotos von den Regalausschnitten. Eine so dekorative Ordnung, dass ich am liebsten auch noch in die Schubladen blinzeln möchte … kann ja nur schön weitergehen ;-))
    Liebe Grüße, Eva

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