Das unschlagbare Gefühl von sonnengetrockneter Bettwäsche

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Letzte Woche habe ich an einem Tag fünf Ladungen Wäsche gewaschen. Bei Temperaturen um die 25 Grad trocknet die Wäsche ja im Handumdrehen. Wenn es so warm ist, hänge ich auch Bettwäsche und Handtücher draußen auf, die wir sonst aus Platzgründen im Trockner trocknen. Aber wie viel besser fühlt sich Bettwäsche an, die an der frischen Luft in der Sonne getrocknet ist? Richtig, viel, viel besser. Wenn ich das Bett frisch bezogen habe, freue ich mich den ganzen Tag darauf, abends ins Bett zu gehen und dieses Gefühl von frischer Bettwäsche zu genießen. Ihr kennt das bestimmt!
Als ich mit ein paar Bloggern in Paris bei einem Parfümworkshop war, hat eine der Teilnehmerinnen die Expertin sogar gefragt, ob es möglich ist, ein Parfüm herzustellen, das nach luftgetrockneter Leinenwäsche riecht. Sie meinte, das wäre möglich, aber nicht so einfach, dass wir das im Workshop machen können. Schade!

Bevor wir die  BWT Perla Weicherwasseranlage hatten, war luftgetrocknete Bettwäsche allerdings kein Vergnügen. Durch einen Wasserhärtegrad von über 20 dH war der Stoff nach dem Trocknen so steif, dass man ihn hinstellen konnte, wie ein Zelt. Und die Handtücher erst! Die waren so kratzig, dass man kein Peeling mehr beim Duschen benutzen musste. Dank der Weichwasseranlage kann man aber nun sogar die Handtücher draußen trocknen, ohne, dass man sich beim Abtrocknen die Haut aufschürft. Wenn man wie ich sowieso schon Probleme mit sehr trockener Haut hat, ist das echt unangenehm. Klar, wir haben den Trockner, aber ich bin froh, wenn dieser so wenig wie möglich läuft, da er im Keller steht und ich immer Angst hab, dass der Keller zu feucht wird. Man soll ja Leinen auch eigentlich gar nicht in den Trockner geben, aber bisher habe ich das trotzdem immer gemacht, weil ja wie gesagt die Bettwäsche und die Hamamtücher hart wie Karton wurden.

Natürlich sind die Sachen dann auch entsprechend eingegangen, aber das war dann eher das kleinere Übel. Die empfindlichen Fasern des Leinen Gewebes können durch die schnelle Trocknung in der Maschine beschädigt werden und sehen dann nach ein paar Jahren ziemlich abgewetzt aus. Da wir die positiven Eigenschaften der Leinenbettwäsche aber sehr schätzen, haben wir nur noch solche und ich bin froh, dass ich sie jetzt auch besser pflegen kann. Wer nähen kann, kann sich übrigens Leinenbettwäsche relativ günstig selbst herstellen. Es gibt einige litauische Onlineshops, die Leinen als Meterware verkaufen. Ich hab damals, als wir das Holzsofa gebaut haben den Bezugsstoff für die Matratze auch in Litauen bestellt und die Qualität ist super!

Ich finde es übrigens total schwierig, Betten zu fotografieren. Wir haben nur so mitteldicke Bettdecken, keine plüschigen Daunendecken und deshalb sieht das immer ein bisschen platt aus. Aber so akkurat wie im Hotel bekomme ich das auch wieder nicht hin. Noch dazu hat bei uns jeder seine eigene Decke, das sieht natürlich auf dem Foto nicht so schick aus, wie eine große Daunenwolke. Auch wenn ich die so ein bisschen zerwühle sieht das immer irgendwie lätschig aus. Noch blöder ist das im Sommer, da haben wir nur den Bezug und wenn ich dann Bilder mache, muss ich immer die Decke rein und danach wieder raus machen. Bekloppt, nicht wahr? Solche Probleme haben wahrscheinlich nur Interior-Blogger.

Bei der Kleidung war es auch immer so, dass sie unheimlich steif war. Meine Jeans hätte ich eigentlich einfach im Ankleidezimmer hinstellen können, als würden Beine drin stecken. Und bei den kleinen Kindersachen habe ich fast erwartet, dass sie beim zusammenfalten knirschen. Jaja, das ist schon ein bisschen übertrieben formuliert, aber wer selbst hartes Wasser hat, weiß, wovon ich spreche. Da ist der kuschlige Lieblings-Hoodie nach der ersten Wäsche schon total entflauscht und die Wollpullover und Seidenblusen sind immer total strack, weil die ja auch nicht geschleudert werden und viel Wasser verdampfen muss, damit sie trocknen. Und der Kalk des Wassers bleibt natürlich im Gewebe zurück.
Es macht übrigens auch einen Unterschied bei den Farben der Textilien, weil Kalk ja die Farben im Gewebe über einen langen Zeitraum quasi “verschleiert” und mit weichem Wasser dieser Kalkrückstand im Gewebe nicht mehr vorhanden ist, weshalb die Farben länger frisch aussehen.

Was ist denn euer ultimativer Livehack zum Thema Wäsche? Lasst uns hier mal ein paar wertvolle Tipps sammeln, ich freue mich immer total, wenn ich was Neues erfahre, das ist oft wie eine Offenbarung. Zum Beispiel, dass man Gebissreiniger ins Klo werfen kann, um Ablagerungen zu lösen. Darüber freu ich mich beim Putzen jedes mal!

7 Kommentare

  1. Mein ultimativer Tipp ist Essigesenz zur Wäsche dazu, fungiert als Weichspüler, aber vor allem antibakterielle, somit verschwinden unangenehme Gerüche.

  2. Anonymous

    Super mit Leinen Bettwäsche hab ich auch schon geliebäugelt , hab jetzt auch kein Trockner mehr . Eigentlich geht es noch mit der Wäsche . Aber wenn man so hört wie du schwärmt , da könnte ich überlegen ob auch so eine Anlage sinnvoll ist .
    Ich tue zb in jeder Waschladung billige Mundspülung rein ( 1 kappe) .

  3. Zum Weichspülen kann man gut und gerne etwas Essig ins Spülwasser dazugeben. Essig ist im Gegensatz zum Essigessenz ein Naturprodukt, Essenz ist ein chemisches Gemisch, das für die Nutzung (in der Küche) verdünnt werden muss)
    Den Essig riecht man nicht mehr da, wenn die Wäsche aus der Maschine kommt.
    Ich erinnere mich furchtbar gerne an die gestärkte (!!) Bettwäsche meiner Kindheit. Frisch gebadet abends ins neu bezogenen Bett – ein unbeschreibliches Gefühl!!

    • Also meine Schwiegermutter meint, Essig darf niemals in die Waschmaschine. Weiß sie aus Erfahrung, weil ihre davon schon kaputt gegangen ist.
      Da ich Allergikerin bin, kann ich keinen Weichspüler verwenden.

  4. PS Im Übrigen ist Weichspüler für Wäsche ein großes Übel. Erstens verschmutzt es die Umwelt hochgradig und zweitens spart sich jeder ein Rubbel-Band oder sonst ein Massagegerät, wenn er seine Handtücher und Badetücher nicht weichspült und lieber den Rauh-Effekt nutzt. 😉

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!