Neuseeland // Der knochenschnitzende Schwabe in Whitianga

20. März 2013

Nachdem wir von John schwarzes Lebenselexier und reichlich Infos für die weitere Reise bekommen haben, verlassen wir Otama Beach und machen uns auf den Weg nach Whitianga.
Das ist ein kleines Städtchen an der Mercury Bay, in dem es einen Laden für Maori Schmuck gibt. Wir schauen uns darin um, aber an die beiden Anhänger, die wir in der Helena Bay Gallery gesehen haben, kommt hier nichts ran. Klar, die Sachen hier sind auch gute 200$ günstiger.
Als wir die Auslage in einer Vitrine betrachten kommt der Besitzer zu uns und meint, wenn wir Fragen haben können wir uns gerne melden. Auf schwäbisch. Das ist ja mal eine Überraschung. Die Knochenschnitzereien unterscheiden sich in der Qualität kaum von der, der Einheimischen Künstler. Im Gegenteil, Manches ist sogar schöner. Einen Deutschen hätte ich dahinter nicht erwartet.
Wir kaufen Ohrstecker aus grüner Jade für mich und eine Kette mit Pauamuschel, die ich nach unserer Rückkehr hier verlost habe.

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Wir schlendern weiter durch die Straßen und ich entdecke eine Boutique mit der Aufschrift “Designer-Sale”. Voll freudiger Erwartung betrete ich den Laden und schaue mir die Kleider an. Erstaunlich, was man hier in Neuseeland unter Designerkleidung versteht. Die Sachen sind durchweg aus Polyester, haben aber den Preis von Seide. Ich ergreife die Flucht.

Wir fahren weiter zur Cathedral Cove, wo wir am Strand ein wenig lesen. Man merkt, dass dies ein beliebter Touristenhotspot ist. Keine Spur von der Ruhe und Gelassenheit des Otama Beach.

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Nach dieser kurzen Pause geht es weiter zum berühmten Hot Water Beach. Hier kann man sich am Strand ein Loch graben, das sich mit heißem Wasser füllt. Das funktioniert allerdings nur bei Ebbe und als wir dort eintreffen dauert es bis dahin noch mehrere Stunden. Der Strand ist allerdings jetzt schon gut bevölkert. Da mich der Gedanke, mich mit unzähligen fremden, halbnackten Menschen in Sandlöchern zu suhlen ohnehin nicht besonders begeistert, entscheiden wir uns für Fish´N Chips beim Strand-Imbis und den Besuch der Moko-Galerie direkt gegenüber. Beides eine gute Entscheidung. Hier schmeckten sowohl, Fish als auch Chips, oft sind die Chips zu weich. Die Galerie ist sehr interessant und ich könnte schon wieder in einen Kaufrausch verfallen, wäre unsere Reisekasse etwas üppiger ausgestattet.

Ohne Sandlochsuhlen fahren wir dann also weiter, die tägliche Campingplatzsuche beginnt. Laut Infobroschüre gibt es auf der Strecke einen günstigen DOC Platz, aber die nicht vorhandene Ausschilderung macht es wieder einmal unmöglich, ihn zu finden.
Und so landen wir auf einem 18$-Platz in Waihi, wo wir zum ersten Mal eine Maschine voll Wäsche waschen und die tägliche Dosis Ravioli zu uns nehmen.

Und morgen ist es endlich soweit: wir besuchen Hobbiton, das original Herr der Ringe Filmset. Ich bin aufgeregt!

2 Kommentare

  1. was füR eine tolle felsenhöhle. da kommen miR diRekt ganz viele kleine fantasiegeschichten in den kopf …. hach. schön. so schön euRe Reise.
    liebe gRüße. käthe.

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