Ein Besuch im Vitra Museum

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Im September waren wir ja ein Wochenende im Schwarzwald und ich habe die Gelegenheit genutzt, endlich das Vitra Museum in Weil am Rhein zu besuchen. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, was uns da erwartet, aber ich bin ein großer Fan der Marke und mag besonders die Art, wie natürlich und lebendig Vitra die Produkte in Szene setzt.
Ich hatte natürlich ein bisschen Bedenken, wie die Kinder so einen Besuch in einem Design Museum mitmachen, das ist ja nicht unbedingt etwas, das Kinder vom Hocker haut. Aber ich muss sagen, dass vor allem die Waldmöwe die meiste Zeit echt Spaß hatte und alles war viel unkomplizierter, als ich angenommen hatte.
Da unter euch vielleicht auch Leser sind, die sich für das Thema Design interessieren und einen Besuch des Museums planen und vielleicht sogar auch Kinder dabei haben werden, möchte ich meine Eindrücke und ein paar Bilder mit euch teilen. Ok, es sind ziemlich viele Bilder. Ich konnte mich einfach nicht beherrschen.

Wir haben unsere Tour mit dem Besuch der Ausstellung im Vitra Museum begonnen. Das Thema der damaligen Ausstellung war “Night Fever” und obwohl die wilde Disco Ära der 70er Jahre jetzt nicht unbedingt ein Thema ist, mit dem ich mich schon mal eingehend beschäftigt habe, war die Ausstellung richtig spannend. Das lag vor allem daran, dass sie sehr interaktiv war. Überall gab es Kopfhörer, mit denen man akustisch in die Vergangenheit reisen konnte. Gleich zu beginn gab es eine Art Tanzfläche, auf die ganz viele Kopfhörer herunterhingen, auf dem Boden darunter war die jeweilige Musikrichtung angegeben. Die Waldmöwe war begeistert und auch der Jedi in der Trage fand die Musik richtig super.
Es gab viele Bilder von Clubs und Tanzschuppen aus der Disco Ära, überall durch Kopfhörer musikalisch untermalt. Im oberen Stockwerk gab es sogar eine Plasmakugel und ihr dürft raten, wer da die ganze Zeit stand und versucht hat, das beste “Ich-schieße-Blitze-aus-meiner-Hand” Bild zu machen. Ich hab auf der Rückfahrt sofort recherchiert, ob man sowas auch für Zuhause haben kann, aber das was da gibt ist nur so billig Kram.

Die Ausstellung war echt spannend und auch für die Kinder alles andere als langweilig!

Weiter ging es dann mit dem Vitra Schaudepot, ein Backsteingebäude am Ende des Geländes, zu dem man ein Stück laufen muss.
Das Schaudepot zeigt eine atemberaubende Ausstellung an Stühlen des letzten Jahrhunderts. Viele Design-Sahneteile, die man am liebsten schnell einpacken würde, aber anfassen ist leider verboten. Das war für die Waldmöwe dann auch eher uninteressant, aber sie war tapfer!
Im Keller wurde es dann schon wieder ein bisschen interessanter für sie, denn hier gibt es jede Menge Schubladen mit Modellen und Materialkunde zu vielen verschiedenen Designklassikern. Leider konnte ich mir nicht alles durchlesen, aber es war wirklich beeindruckend! Auch der Nachbau des Büros von Charles Eames war sehr inspirierend.

Zum Schluss waren wir dann noch im Vitra Haus und das war einfach der Hammer! Dieses Haus ist unglaublich! Fast ein bisschen wie ein Labyrinth reiht sich hier ein Raum an den nächsten, alles offen und luftig, gefüllt mit den schönsten Möbeln – und alles zum Anfassen, Ausprobieren, Anschmachten! Die Kinder haben mit den Eames Elefanten gespielt, gemalt, getobt und sich auf die Sofas geflätzt. Es hat einfach richtig viel Spaß gemacht! Und immer, wenn ich dachte, wir seien am Ende der Ausstellung, ging noch eine Treppe nach oben und dann noch eine. Wahnsinn, wie groß dieses Haus ist! Und von außen sieht man das echt überhaupt nicht!
Ganz oben gab es dann das Highlight für die Kids: mehrere Sofas mit hoher Rückenlehne waren zu einer Box zusammen gestellt, die im Inneren dann ein bisschen was von einer Hüpfburg hatte, die mit Kissen gefüllt war. Darüber hing ein Himmel aus Papierlampen. Es war richtig schön zu sehen, wieviel Spaß die Kinder in diesem Vitra-Kinderzimmer hatten.
Ich war echt total geflasht von all den Eindrücken im Vitra Haus und ich konnte mich kaum los reißen. Aber letztendlich haben wir es dann doch nach unten geschafft. Als wir gerade im Museumsshop ankamen, gab es eine Durchsage, dass sie nun schließen. Wirklich schade, aber für unser Konto definitiv besser!

Ich kann jedem nur empfehlen, sich das Museum, das Schaudepot und das Vitra Haus einmal anzuschauen, es lohnt sich sehr! Vor allem, wenn man sich für Design interessiert. Und es ist mit Kindern wirklich angenehm, da sie, bis auf wenige Ausnahmen, wirklich viel machen können. Und mein Mann hat auch nicht gejammert 🙂

2 Kommentare

  1. Hey Pepper. So schön dort! Wir wohnen um die Ecke von Weil und sind öfter mal dort, gerade im VitraHaus wird ja immer wieder umdekoriert und es kostet auch keinen Eintritt 😉
    Falls ihr nochmal vorbeikommt und noch Lust auf Kaffee etc. habt, empfehle ich dir das Deli beim Schaudepot. Es ist leider im Gegensatz zur Gastro im Vitrahaus eher unbekannt, aber soo schön, es gibt leckeres Essen und Kinder sind willkommen.
    Lieber Gruß aus dem Dreiländereck,
    Annemarie

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