Ein sicheres Hochbett mit Stauraum {DIY}

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Unsere Tochter hat ziemlich lange bei uns im Schlafzimmer geschlafen. Zwar in einem eigenen Bett, aber direkt neben uns. Aber eines Tages fand ich bei ebay Kleinanzeigen ein richtig tolles Hochbett und wir beschlossen, es zu kaufen, auch wenn die Waldmöwe erstmal nicht darin schlafen würde.
Wir sind also nach Heidelberg gefahren, ohne Anhänger und haben in einer sagenhaften Wohnung in einem ehemaligen Hospital zwei Stunden lang dieses Hochbett abgebaut. Wie wir alle Teile in unseren Kombi bekommen haben, ohne unsere Tochter dort zurück lassen zu müssen, ist mir heute echt ein Rätsel. Wahrscheinlich haben wir inzwischen einfach Übung, denn wir holen ja ständig irgendwo etwas ab.
Das Bett ist eine Maßanfertigung vom Schreiner für diese Wohnung gewesen, weshalb wir es an unsere Deckenhöhe noch etwas anpassen mussten.
Es ist sehr stabil und massiv gebaut, die Wände sind aus Sperrholzplatten, die sich bewegen lassen und verschieden großen Fenster inklusive Verriegelung.
Allerdings gab es zum Aufstieg nur eine senkrechte Leiter mit runden Sproßen, was ich für ein Kinderhochbett sehr ungeeignet empfinde. Von Anfang an war klar, dass da auf jeden Fall eine Treppe hin muss, auf der die Waldmöwe auch im Halbschlaf sicher nach unten kommt.

Das Spielen mit den Fensterläden macht natürlich richtig Spaß und auch das Verschieben der Wände ist für die Kids eine tolle Sache. Aber da der Jedi mit seinen 16 Monaten auch gerne in das Hochbett hoch klettert und noch nicht versteht, dass er ziemlich tief fällt, wenn er sich zu weit aus dem Fenster lehnt, wollte ich diese auch unbedingt sichern.
Wir haben uns also ein paar Sicherungsmaßnahmen ausgedacht, die unsere Kinder hoffentlich davor bewahren, vom Hochbett zu stürzen.

Aus Kiefernbrettern aus dem Baumarkt hat Michael ein Stufenregal gebaut, dessen Stufengröße an Kinderfüße angepasst ist. Die entstandenen Fächer haben wir mit Holzkisten aus dem Baumarkt gefüllt. In ihnen befinden sich Playmobil, Küchenzubehör, Krimskrams und Holzspielzeug.
Um zu vermeiden, dass jemand beim Spielen oder im Dunkeln von der Treppe fällt, haben wir eine Art “Wand” aus Seilen befestigt. An der Decke befindet sich eine Holzleiste, die wir mit sogenannten “Krampen” versehen haben. Die gleichen Nägel haben wir am Rand der Stufen eingeschlagen. Dann haben wir ein Kunststoffseil aus dem Baumarkt durchgefädelt, immer wieder hoch und runter, bis zum Ende der Stufen.
Natürlich hätten wir da auch irgendwie eine Wand aus Holz bauen können, das hätte auch etwas gehabt. Aber ich fand diese luftige Variante auch ganz schön.

Um die Fenster zu sichern, haben wir rings herum Holzleisten mit Krampen versehen und mit Hilfe von Bäckergarn, das ich normalerweise zum Basteln verwende, zwei Stickrahmen eingespannt.
Die beweglichen Wände haben wir fixiert, sodass die Öffnung an der Treppe nicht vergrößert werden kann. Wenn die Kinder mal älter sind, kann man diese Maßnahmen alle wieder rückgängig machen. Aber momentan bin ich einfach viel zu gluckig, um sie ohne diese ganzen Sicherungen darin schlafen zu lassen. Ja genau, sie schläft inzwischen darin. Im inneren ist das Hochbett wie ein kuschliges Nest, vielleicht hilft das beim “alleine” schlafen. Auf jeden Fall fühlt sie sich sehr wohl in ihrem Hochbett und mit der neuen Treppe habe ich nun auch keine Bedenken mehr, sie dort schlafen zu lassen.

Das tolle an Hochbetten ist ja, dass man den Platz darunter so gut nutzen kann. Momentan steht unter dem Bett das Puppenhaus auf einer alten Kinderturnbank, ein Speaker und manchmal auch das Schaukelpferd. An der Leiter, die ja nun nicht mehr gebraucht wird, steht der kleine Schreibtisch, den wir auf einem Flohmarkt in Zeeland gefunden haben und die Leiter dient als eine Art Pinnwand.

Kennt ihr übrigens noch das selbstgebaute Sofa? Das stand ja früher im Wohnzimmer, wo wir nie so richtig warm mit ihm geworden sind. Aber hier im Kinderzimmer, das genau wie das Wohnzimmer geschnitten ist, passt es perfekt. Es bietet Stauraum für Kuscheltiere, Verkleidungssachen und Puppenkleider, hat eine praktische Ablage für Deko oder Bücher und man kann super darauf kuscheln und lesen. Hier sitzen wir abends immer, zum Vorlesen und wenn die Waldmöwe dann in ihr Nest geklettert ist, sitzt derjenige, der sie zu Bett bringt dort und wartet, bis sie eingeschlafen ist.
Wenn sie Übernachtungsbesuch hat, dient das Sofa auch als Gästebett, denn das Polster ist eine richtige Bettmatratze.

Ist euch eigentlich aufgefallen, dass die Wand wieder weiß ist? Vorher war sie ja halbhoch blau gestrichen, aber durch die Treppe hat das alles nicht mehr so richtig gepasst. Mir gefällt jetzt besonders gut, dass der Boucherouite von Touda jetzt mehr im Fokus steht. Beziehungsweise liegt. Wie sagt man das denn bei einem Teppich? Jedenfalls mag ich die Farben sehr, sehr gern! Über Touda habe ich euch vor ein paar Jahren schon einmal berichtet, denn auch unser Wohnzimmerteppich stammt von dort. Sarah und ihr Mann legen großen Wert darauf, dass die Weberinnen anständig bezahlt werden und kaufen deshalb direkt bei ihnen ein und nicht auf dem Markt in Marakesch.
Ein Boucherouite besteht aus verschiedenen Textilstücken und ist sozusagen ein Recyclingprodukt. Die Vorderseite besteht aus vielen kurzen Textilfransen. Aber auch die Rückseite ist so sauber verarbeitet, dass man den Teppich ohne weiteres auch wenden kann. Zum Beispiel, wenn man das Gefühl hat, dass zu viele winzige Playmobilteilchen darin verschwinden. Die Rückseite ist nicht ganz so bunt, wie die Vorderseite. Man kann also mit einem einfachen Handgriff mal eben den Look des Zimmers ändern.

Auf meinem Instagram Account könnt ihr übrigens eine Pompom Decke von Touda in der Farbe eurer Wahl gewinnen. Die Decken stammen ebenfalls aus Marokko und eignen sich nicht nur als Tagesdecken, sondern sind auch super, um damit Zelte zu bauen.

Am Wochenende werde ich nun auch endlich den großen alten Holzkleiderschrank der Waldmöwe lackieren. Und er wird tatsächlich hellrosa! Ich glaube, das wird super zum Teppich passen.
Die Waldmöwe schläft nun viel lieber in ihrem Zimmer und das erleichtert das Schlafen momentan enorm, da ja der Jedi bei uns im Bett schläft und mit beiden in einem Raum funktioniert es nicht so richtig.

9 Kommentare

  1. Anonymous

    Liebe Pepper,
    wahnsinn wie du das Hochbett hergerichtet hast! Die luftige Variante mit den Seilen an den Stufen ist klasse und auch die Idee mit den Stickrahmen finde ich genial! Da gelingt das Einschlafen doch gleich viel leichter bei so einem tollen Bett 🙂
    Mich würde noch interessieren woher du den Wandteppich mit dem Alphabet hast, der sieht ja auch toll aus!
    Danke und liebe Grüße, Jeanne

  2. so schön. das bett an sich und wie ihr es an eure umgebung angepasst habt. hier schlafen gerade beide kinder (2 und 4) gemeinsam in einem hausbett, ich jedoch meist ab mitternacht hinzugerufen dazwischen oder aber sie wecken sich durch herumgerolle gegenseitig auf. darum sind auch wir auf der suche und haben im blick, zum fünften geburtstag hier auch eins aufzustellen. mal sehen was für eins es wird – das eure ist auf jeden fall ganz viel inspiration für mich – liebste grüße!

    • Bei uns wecken die sich auch immer gegenseitig auf. Vom Rumgealbere beim Insbettbringen mal ganz zu schweigen 🤦🏻‍♀️

  3. katringlieder

    Supertoll schaut das alles aus!!! …aber wie steht das Bett eigentlich? Durch die „umfunktionierte Leiter“ und auf den neuen Treppen und hinten an die Wand geschraubt? Man sieht irgendwie keine „Steher“ oder sowas….
    Wuuuuunderschönes Zimmer!!
    Ganz liebe Grüße

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!