Ein Sommer im Grünen

So wird das dieses Jahr hier bei uns. Grün und sommerlich. Wir verbringen den Sommer zu Hause in unserem tollen Garten, das wird wie Urlaub. Und den kann ich brauchen. Unbedingt!

Aber bevor wir faul auf der Terrasse liegen können, steht jetzt im Frühjahr erstmal die Umgestaltung des Gartens an. Ich habe schon ziemlich genaue Vorstellungen, was ich alles machen möchte. Auf der großen Terasse möchte ich ein Paletten-Sofa mit Leinenkissen und Decken und die Sichtschutzwände ringsherum sollen mit Kletterpflanzen begrünt werden. Da der Garten tiefer liegt, als die Terrasse, wollen wir eine Rutsche aufstellen, auf der man dann auch bei Schnee nach unten rodeln kann. Vom Balkon bis zum großen Baum im hinteren Teil des Gartens soll eine Seilbahn gespannt werden, auf die sich vor allem mein Mann total freut. Ich dagegen freue mich besonders über das Schaukelbett, dass ich an den Baum hängen will. Auf dem werde ich dann sanft vor mich hin schwingen und Eiskaffee trinken und der Waldmöwe beim Sandkuchenbacken zuschauen. Und wenn uns zu heiß wird, lassen wir die Füße in den Bach baumeln, der direkt am Ende des Gartens vorbeifließt.
Auf der Terrasse stehen schon große Pflanzkübel in denen ich Salat, Küchenkräuter und Tomaten pflanzen will. Überhaupt will ich eine Menge essbare Sachen anpflanzen, ein Teil des Rasens wird zum Gemüsebeet umgebaut.

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Ein paar schöne Blumen möchte ich natürlich auch, am liebsten eine wilde, bunte Feldblumenmischung. Die Samentütchen habe ich schon, ich muss nur noch einen geeigneten Platz finden. Auch für den Tulpenbaum, den wir von Fräulein Rucksack zur Hochzeit bekommen haben, bin ich noch auf der Suche nach dem perfekten Platz.
Über der Terrasse werden eine Lichterkette und ein Sonnensegel gespannt und überall werden kleine Gläser mit Teelichtern aufgehängt. Ach, das wird so toll!

Aber bis dahin liegt noch sehr, sehr viel Arbeit vor uns. Bisher ist alles noch ziemlich improvisiert und es steht jede Menge Zeug herum, das bei der Renovierung gebraucht wurde.
Der Rasen ist ziemlich verwildert, weil wir bis vor Kurzem noch gar keinen Rasenmäher hatten. Überall wachsen Krokusse, Schneeglöckchen und Moos, da musste ich natürlich erstmal mit der Kamera umherspringen. Die Blümchen habe ich dann vor dem sicheren Tod durch den neuen Rasenmäher gerettet, den mein Mann bald testen will. Jetzt können sie in Frieden auf unserem Esstisch weiter blühen und danach setze ich sie an einem sicheren Ort wieder aus.

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Eigentlich gefällt mir der Rasen so ganz gut, ich bin ja nicht so der Fußballrasen-Fan. Ich hab´s lieber etwas wild und natürlich. Deshalb werden wir gegen Moos und Blümchen auch nichts unternehmen. Aber mähen muss man ihn halt doch ab und zu.

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Einen Maulwurf haben wir wohl auch und das ist vollkommen ok. Der muss ja auch irgendwo wohnen. Ab und zu watschelt auch ein Entenpaar vom Bach herauf und sagt Hallo. Im Herbst hat ein Eichhörnchen den Garten nach den letzten Haselnüssen abgesucht. Mein Plan ist ja, dass die jetzt alle öfter mal vorbei kommen und wir uns ganz toll verstehen und gemeinsam mit den unzähligen Eidechsen auf der Terrasse herumlungern.

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Den letzten Sommer haben wir irgendwie verpasst. Ich habe zwar mitbekommen, dass es manchmal warm war, aber das hieß für mich nur, dass meine Arbeitskleidung kurz war. Und wenn ich mal was anderes als Lackverschmierte Klamotten getragen habe, dann waren das meist Sachen, mit denen man ohne großen Aufwand stillen konnte. Aber da die Waldmöwe jetzt nur noch nachts gestillt wird, kann ich endlich wieder Kleider und Tuniken tragen, wie zum Beispiel diese Tunika in Grautönen von Gudrun Sjödén *, die sehr gut zu unserer natürlichen, skandinavischen Einrichtung passt. Kombiniert mit einer Leggins lässt sich damit sehr bequem auf dem Boden spielen, im Garten werkeln oder Treibholz sammeln.

Und wenn ich schnell einkaufen muss, kann ich einfach so gehen, wie ich bin. Sowas steht bei mir gerade ganz hoch in Kurs. Ich dachte immer, die Mode von Gudrun Sjödén sei eher etwas für reifere Frauen, aber das ist eigentlich gar nicht so. Sowohl die farbenfrohen, gemusterten Sachen als auch die schlichteren Teile lassen sich auch in eine jüngere Garderobe integrieren. Manche Sachen erinern mich ein Bisschen an Pippi Langstrumpf und das find ich super! So ein Kleid wie sie immer trägt will ich für die Waldmöwe auch.
Den Beweis, dass die Tunika definitiv schwedisch aussieht, lieferte am Montag eine Ikea-Kundin. Ich stand bei den Pflanzen und wurde plötzlich angesprochen: ‘Entschuldigung, sind Sie hier angestellt?’ ‘Äh. Nein, sonst würde ich ja ein Ikea-Shirt tragen.’ ‘Ach. Und wo ist hier der Notausgang?’ (wer sich bei Ikea aufhält und schwedische Tuniken trägt muss das schließlich wissen. Ob er hier arbeitet, oder nicht.)

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Mir ist natürlich klar, dass wir nicht alles schaffen werden, bis richtig Sommer ist. Vor allem das mit dem Obst und dem Gemüse. Ich muss mich da ein Bisschen bremsen, weil in meiner Vorstellung natürlich alles ganz einfach ist und alles super schnell geht. Ist ja aber irgendwie nie wirklich so.
Deshalb werde ich einfach jede Minute in der Sonne genießen, egal ob alles so klappt, wie ich das wünsche, oder nicht.
Das sollten wir alle machen. Mehr genießen. Die Sonne. Den Sommer. Das Leben.

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1 Kommentare

  1. Das klingt so so wunderbar. Mein Traumgarten ist so, wie du ihn beschreibst. Eine Seilbahn. Und eine Schaukel. Und Gemüse und wildes Gras mit Moos. Ich hoffe, ihr schafft ganz viel davon umzusetzen. Ich schicke euch viel Kraft dafür.
    Liebste Grüße
    Eva

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!