Endlich hat das mal jemand erfunden!

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Kennt ihr diese Erfindungen, die zwar total simpel, aber so genial sind, dass man spontan denkt: “Endlich hat das mal jemand erfunden! Das ist so gut, warum ist da nicht schon früher jemand drauf gekommen?”
Mir ist das letztes Jahr mit den Spätzle von Frizle passiert. Was mich aber noch viel mehr aus den Latschen gehauen hat, als die Erfindung an sich, ist, von wem sie stammt: von einem Klassenkameraden aus der Oberstufe!
Für euch ist das Ganze jetzt wahrscheinlich gar nichts Besonderes, aber für mich war das einfach total faszinierend. Da halte ich die erste Spätzlepresse aus Papier in der Hand und finde die Idee total super und dann ist die vom Thomas. Ich habe ihm dann gleich mal eine Nachricht geschickt und gefragt, ob ich auf dem Blog was über Frizle schreiben darf. Und ein paar Tage später saßen wir bei mir in der Küche und haben stundenlang gequatscht, unter anderem darüber, wie das mit den Spätzle zustande kam und wie das ist, ein Unternehmen zu gründen.

Die Idee kam Thomas und zwei Mitstudenten, weil sie gerne Spätzle aßen, aber den Abwasch mit dem klebrigen Teig so lästig fanden und die Fertigprodukte aus dem Kühlregal einfach mit frischen, selbstgemachten Spätzle nicht mithalten konnten.
Man müsse also frischen Teig in eine ‘Wegwerfpresse’ abfüllen, damit die Spätzle schmecken, wie selbstgemacht, aber der lange Abwasch wegfällt.
Ich hatte ja selber schon viele Ideen, die ich total gut fand. Aber daraus ein richtiges Produkt zu entwerfen, zu produzieren und ein richtiges Unternehmen mit allem Drum und Dran zu gründen – dafür hätte ich niemals den Mut. Deshalb hab ich richtig Respekt vor Thomas und seinen Freunden!

Einige von euch werden jetzt vielleicht denken “da wird schon wieder Müll produziert, das passiert mit selbstgemachtem Teig nicht!”. Das ist natürlich richtig. Aber ich sag´s euch ganz ehrlich – im Alltag mit Kind schaffe ich es nicht, alles selbst und frisch zuzubereiten. Wenn die Waldmöwe Hunger hat, dann hat sie Hunger und zwar sofort. Da kann ich nicht noch Teig anrühren und pressen oder schaben. Und da bin ich oft wirklich dankbar, dass es solche Produkte gibt, wie die Spätzle – sie schmecken super, die Menge reicht perfekt für drei Personen und es geht wahnsinnig schnell. Ein paar Tomaten und Feta dazu und fertig ist eine schnelle Mahlzeit, die absolut nicht nach Fertigprodukt schmeckt.

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Das Prinzip ist eigentlich einfach: am Boden der Verpackung befindet sich eine Versiegelung, die zum Pressen abgezogen wird. Hält man die Packung über einen Topf mit kochendem Wasser und rollt den Karton von oben aus zusammen, wird unten der Teig durch die Löcher gedrückt und fällt ins Wasser. Die Packung lässt sich gut rollen und man kann so wirklich fast den ganzen Teig herausdrücken. Auf Youtube gibt es auch ein Video-Tutorial über die Zubereitung.

Auf dem Blog von Frizle gibt es immer wieder neue Rezepte rund um das Thema Spätzle.

Wir haben alle drei Geschmacksrichtungen ausprobiert: klassisch, Chili und Bärlauch. Ich hab festgestellt, dass ich doch eher der klassische Typ bin, weil ich dazu zum Beispiel gern Soße mit Pilzen esse. Mit Bärlauch habe ich so meine Schwierigkeiten, das gab es bei uns früher nie und deshalb ist der Geschmack für mich ziemlich ungewohnt. Wer Bärlauch an sich mag, wird die Spätzle aber auf jeden Fall mögen, die schmecken nämlich wirklich nach Bärlauch. Also nicht nur irgendwie angedeutet und vorgetäuscht oder so.

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Mitlerweile sind die Produkte von Frizle in vielen Supermärkten erhältlich. Um zu sehen, wo es sie bei euch in der Nähe schon gibt, könnt ihr auf dieser Karte nachschauen.

Wie gesagt, ich bin echt froh, dass das endlich jemand erfunden hat und dass ich so die Gelegenheit hatte, den Thomas nach 10 Jahren mal wieder zu sehen!

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3 Kommentare

  1. Gummibärchen

    Die Idee finde ich echt gut ,gerade auch für Studenten oder Singles die sagen wollen sie haben spätzle selber gemacht? ,wenn man es nicht kühlen müsste wäre es auch was tolles für einen Hayk für die Pfadfinder ?

  2. Hmmmm, bei uns werden die Spätzle geschabt (ä bissle schlagä, ä bissle schabä, ja, des gibt Spätzle, die Gott erhalts….), so ganz klassisch und urig. Die gibts denn zwar nicht so häufig, aber dafür schmecken sie umso besser (wobei ich damit nicht sagen will, dass die hier nicht schmecken!).

    Uuuund – die heißen Frizle, nicht Fritzle (ja, ich Klugscheißer, ich!)…

    Liebe Grüße,
    Linda

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