entscheide dich immer für das Boot – nie für den Esel

Der Anlass unserer Neuseelandreise ist ja die Hochzeit unserer Freunde, Herr und Frau Kiwi. Im Januar haben sie hier in Deutschland standesamtlich geheiratet (ich habe diese unglaublich leckere Torte dafür gebacken) und da sie schon im Dezember angereist sind, war vor dem großen Tag noch genug Zeit für ein Treffen bei uns mit Tee und Döner.
Da Herr Kiwi gern ein Boot hätte, sind wir auf die Geschichte vom Vater meiner Freundin gekommen. Der hatte vor ein paar Jahren seine Frau vor die Wahl gestellt: entweder ich lege mir ein Boot zu, oder einen Esel. Seine Frau hat sich für den Esel entschieden. Und weil ein Esel allein so einsam ist, waren es am Ende zwei.

Der eine war ein ziemlich bockiger Geselle. Als Fräulein Rucksack und ich zum Esel-Besuch bei unserer Freundin antraten, unternahmen wir einen Spaziergang. Mit dem Esel an der Leine maschierten wir über Feld und Wiese, langsam kam die Dämmerung. Der Esel hatte die ganze Zeit schon so schief geschaut, in einem unaufmerksamen Moment riss er sich los und gallopierte davon. Drei Mädchen in heller Aufregung hinterher. Wir versuchten die gute alte Einkreistaktik inklusive schreien, klatschen, pfeifen und schnippsen. Davon war der Esel allerdings absolut unbeeindruckt.  Also riefen wir nach dem Vater der Freundin und dieser hatte den Esel schnell wieder eingefangen.
Der bockige Esel und seine sanftere Kameradin mussten leider schon bald den kleinen Stall im Garten verlassen, da aus der Nachbarschaft Beschwerden wegen des lauten I-A I-A kamen und es wohl zudem nicht erlaubt ist, Nutztiere in einem Wohngebiet zu halten. Deswegen bekamen sie ein neues Heim, wo es ihnen jetzt bestimmt genauso gut geht wie bei meiner Freundin.

Was will uns diese Geschichte sagen?
Wenn euer Mann euch vor die Wahl stellt, zwischen einem Boot und einem Esel zu entscheiden, wählt das Boot. Es ist leiser, frisst weniger, büchst nicht aus und ist in Wohngebieten nicht verboten.
Und außerdem ist es doch um Einiges schmeichelhafter, wenn er ein Boot nach euch benennt und nicht einen Esel…

Bei dem Besuch unserer Kiwi Freunde ist also durch den Boots-Wunsch von Herrn Kiwi und die Geschichte mit den Eseln diese Lebensweisheit entstanden. Und weil man kluge Worte immer vor Augen haben sollte, bekommen sie ein Bild von uns. Die Segel der Papierschiffchen sind aus Neuseeland-Dollar gefaltet, was gar icht so einfach ist, das Geld ist nämlich aus Plastik, nicht aus Papier!

Geschenk 2

Geschenk 3


Eingepackt habe ich das Bild in selbst bedrucktes Geschenkpapier. Das graue Papier ist Füllmaterial aus einem Paket, das ich bekommen habe.

Geschenk verpackt
Solche persönlichen Geschenke finde ich immer am schönsten. Man macht sich die Mühe, etwas Besonderes zu überlegen und setzt das dann mit viel Liebe um. Und es ist einzigartig, ein kleiner Insider unter Freunden.

1 Kommentare

  1. Oh die Eselchen, schade dass er sie nicht behalten durfte, da könnt er jetzt seine Enkelkinder spazieren reiten lassen.
    Konnte mich gar nicht so genau an das Geschehen erinnern. Und an Deine langen Haare auch nicht. Schön hast Du das erzählt!

    …und Willkommen zurück in der Heimat!

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!