Erinnerungen schenken

{Dieser Artikel enthält Werbung}

Erinnert ihr euch noch an eure Spielsachen? Habt ihr vielleicht sogar noch welche? Ein paar Kleinigkeiten aus meiner Kindheit haben die Zeit überdauert und sind nun im Besitz meiner Tochter. Allen voran mein heiß und innig geliebter Eisbär, den mir meine Oma Alice zur Geburt geschenkt hat. Seit er im Krankenhaus in mein Bett gelegt wurde, damals sogar noch größer als ich, war er ein fester Bestandteil meines Lebens. Er hat mich überall hin begleitet, wurde neu gestopft und repariert. Man sieht ihm seine 29 Jahre deutlich an – aber er ist immer noch da! Und er hält nun den Kuscheleien meiner Tochter stand, die ihn zwar nicht so innig liebt, wie ich, ihn aber sehr gerne hat. Vielleicht spürt sie, dass dieses Kuscheltier quasi ein Teil ihrer Mutter ist?
Mein eigenes Kind mit diesem Bär zu sehen, löst in mir ganz besondere Gefühle aus. Das mag zum einen daran liegen, dass ich ein sehr nostalgischer Mensch bin. Aber hauptsächlich liegt es daran, dass mich dieser Anblick in meine eigene Kindheit zurück versetzt. Ich kann mich sehr gut an sie erinnern und tue das auch sehr gern. Wenn man eine schöne Kindheit hatte, dann sind Erinnerungen daran etwas Wunderbares und Kostbares. Deshalb finde ich es wichtig, dass wir unseren Kindern die Möglichkeit geben, ihre Spielsachen ebenfalls mit Erinnerungen zu verknüpfen. Ich möchte der Waldmöwe Dinge schenken, die sie selbst lange benutzen kann und die dann immernoch in einem Zustand sind, indem sie sie an ihre Kinder weiter geben kann. Natürlich kann man nicht alles aufheben und man will ja seinem Kind nicht nur alte Spielsachen schenken, sondern auch ab und zu etwas Neues kaufen. Aber wenn man das tut, dann sollte man stets in Betracht ziehen, dass das Kind vielleicht gerade mit diesem Spielzeug seine schönsten Kindheitsmomente verbringt und diese gerne weitergeben möchte. In unserer Wegwerfgesellschaft kommt der Nachhaltigkeitsgedanke leider oft viel zu kurz. Wenn ich mir die ganzen Spielsachen anschaue, die dafür bestimmt sind, nach ein paar Jahren entsorgt zu werden, macht mich das traurig. Einerseits wollen wir unseren Kindern Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Kreativität, Selbstständigkeit und Lernbereitschaft beibringen und dann kaufen wir ihnen Dinge, wie Guitarr Hero und allen möglichen anderen Kram, der auf Knopfdruck vorgegebene Tonfolgen daherplärrt und die eigene Kreativität und die Bereitschaft, Zeit und Energie in das Erlernen bestimmer Fähigkeiten zu investieren, im Keim erstickt.

Die Waldmöwe ist nun 1 1/2 Jahre alt und seit Kurzem hat sie das Kochgeschirr, dass ebenfalls von meiner Oma stammt, für sich entdeckt. Mit großer Hingabe verteilt sie darin Nüsse und Kastanien, die sie sich dann über den Kopf schüttet. Das hat uns dazu bewogen, ihr eine Kinderküche zu schenken. Eigentlich hatten wir zuerst an ein Laufrad gedacht, aber da sie für das Bobby Car bisher weder große Begeisterung, noch ein besonderes Anwendungstalent zeigt, haben wir uns überlegt, damit noch bis zum 2. Geburtstag zu warten.
Wir haben uns für eine eher schlichte Küchen-Variante entschieden, denn die großen Küchen mit eingebauter Microwelle und Kaffeevollautomat, lassen der Fantasie meiner Meinung nach zu wenig Freiraum.

Meine Schwester und ich hatten, als wir schon ein wenig älter waren, einen richtigen kleinen Elektroherd, mit funktionierenden Herdplatten. Wir haben darauf den größen Mist gekocht, aber allein die Tatsache, dass es richtig warm wurde, lies alles ganz vorzüglich schmecken. Wir haben zum Beispiel Pfannenpizza mit einem Teig aus Mehl und Wasser hergestellt, darauf wurde Tomatensoße verteilt und dieses Gemisch wurde mit einer Salamischeibe dekoriert. Dass daraus natürlich keine richtige Pizza wurde und die Hitze noch nicht einmal ausreichte, um dafür zu sorgen, dass der Teig durchgebraten wurde, fiel uns gar nicht auf. In unserer Fantasie waren wir echte italienische Pizzabäcker. Dieser Gedanke wurde sogar bis zu unseren Geschmacksnerven gesendet und so wurde aus einem Wasser – Mehl – Tomatensoße – Salami – Gemisch die beste Pizza der Welt.
Ich bin gespannt, welche Geschichten die Waldmöwe später mal mit dieser Küche verbinden wird!

 

kids kitchen heimatbaum.com-2

kids kitchen heimatbaum.com
Was ich aber noch viel wichtiger finde, als die Küche, ist das große Holzxylophon. Unsere Tochter hat ein sehr ausgeprägtes Interesse an Musik und das wollen wir natürlich fördern, so gut wir können. Mit diesem Instrument kann sie erste Erfahrungen mit Klangfolgen machen und wird uns zum nächsten Weihnachtsfest bestimmt mit Bach-Sonaten erfreuen. Doch, bestimmt. Das Tolle an diesem Xylophon ist, dass es komplett aus Holz ist und deshalb nicht dieses klirrende ‘BlingBling’ Geräusch macht, sondern eher gedämpfte Urwaldklänge. Ich muss mich echt beherrschen, das Instrument im Karton zu lassen, am liebsten würde ich nämlich selbst darauf herumklöppeln. Aber die Waldmöwe kann das mit Sicherheit besser als ich, ich bin da nämlich absolut minimalbegabt.

 

kids kitchen heimatbaum.com-3

 

Zugegeben, ich bin ein bisschen pingelig, was Spielsachen angeht. Sie müssen sich optisch ins Gesamtbild des Wohnstiles einfügen, möglichst natürlich sein und pädagogisch wertvoll. Jeder hat eben so seine Eigenheiten. Was sind eure? Seid ihr beim Spielzeug auch so ‘speziell’?

Best Friends for ever: der Eisbär und die Stoffpuppe, die schon meinem Onkel als Kind gehört hat, begleiten mich schon mein ganzes Leben lang! Das sind die besten Spielsachen – solche, die trotz intensivem Benutzen nahezu ewig halten und voll schöner Erinnerungen stecken!

 

best friends heimatbaum.com

 

Bezugsquellen:

Küche und Xylophon: Wayfair
Töpfe: Oma
Teppich: Flohmarkt
Geschirrtuch: Babyssimo
Email-Schüssel: Ebay

8 Kommentare

  1. moritzwerk

    Hallo Pepper, ich bin auch ziemlich “pingelig” was Spielzeug angeht. Ich fürchte, ich werde mich bald davon verabschieden müssen, denn die Große stampft mit entschlossenen Schritten auf die LillifeeSpidermanBarbie-Phase zu. Bis dahin gibt es von uns Eltern (fast) nur selbst gemachtes. Letztes Jahr bekamen unsere Töchter auch eine Spielküche (aus einem Kallax gebaut) und dieses Jahr gibt es für jede eine Puppe im Waldorfstil. Mehr nicht. Leider meinen es die (Ur-)Großeltern, Großtanten und Co. manchmal zu gut und deshalb fliegt bei uns auch viel “Zeug” rum… für dieses Jahr habe ich Spielzeuggeschenkeverbot (mit Ausnahme von Büchern und Gesellschaftsspielen) erteilt. Mal sehen, ob sie sich dran halten… Herzlichst, Ulrike

  2. Liebe Pepper,

    jepp, ich bin da auch etwas pingelig…
    Ist aber nicht immer ganz leicht, das durchzusetzen 😉
    Mittlerweile suche ich dann zumindest Aufbewahrungsmöglichkeiten aus, die meinem optischen Gefallen entsprechen 🙂
    Das Xylophon ist ja wirklich klasse!

    LG Julia

  3. Hi Pepper,
    meine Eltern haben aus meiner Kindheit ganz viele unterschiedliche Dinge aufbewahrt. Über Legoburgen, Bücher, Barbies, bis hin zu ungeliebten Schulsachen war alles dabei! Teilweise haben ich sie meinen Kindern weitervermacht, aber bei manchen Dingen hat das Geschmacksempfinden dann doch über die Nostalgie gesiegt (Barbie-Küche in Orange geht heute gar nicht mehr!) Meinen Teddy habe ich übrigens auch noch! Im Bekanntenkreis steh ich damit alleine…schön zu lesen, dass ich trotzdem nicht alleine bin! Bissi Nostalgie muss bei all der Technik heute doch auch noch sein!

    Liebe Grüße,
    Moni

  4. Toller Post! Ich liebe Spielzeug, zu denen Kinder einen Bezug haben. Und ich mag es, wenn Eltern aufmerksam sind. So wie du.
    Ich habe von meinem Papa eine selbstgebastelte Küche bekommen, aus einem alten Nachttisch, mit Backofen und alten Herdplatten (die aber nicht warmwurden), aber mit Licht im Backofen. Es hatte zwar kein Waschbecken und war etwas kleiner, aber ich hab es geliebt. Innig geliebt hab ich auch den Kaufmannsladen. Dort hab ich alles verkauft, was ich in die Finger kriegen konnte und nachher wieder schön eingesammelt, um es nochmals zu verkaufen.
    Einen Teddybär hab ich auch noch von damals, ich hab ihn bekommen, als ich 5 Jahre alt war und nachdem ich meinen ersten Teddybär auf der Autobahn bei Italien verloren habe (ja, er brauchte unbedingt frische Luft!).
    Den Teddybär und die Küche und den Kaufmannsladen hütet ich wie ein Augapfel für meine eigenen (aktuell noch nicht produzierten) Kinder, die hoffentlich mal genauso Freude dran haben, wie ich.

    Liebe Grüße,
    Linda

  5. Mir geht’s genauso wie dir und hier dreht sich auch alles um Musik. Tanzen ist die größte Wonne! Und was das Spielzeug angeht ist vererbtes natürlich besonders schön. Wir erfreuen uns aber auch sehr an schönen Flohmarktfunden 😉

    • Hallo!
      Jetzt bin ich gerade ganz baff. Ich hatte zuerst zu den Fotos gescrollt und MEINEN Bären gesehen. Den habe ich nämlich auch! Ich habe ihn mir allerdings selbst gekauft. Damals noch in einem wunderschönen, kleinen und überfüllten Spielzeuggeschäft. Gibt es heute so ja leider nicht mehr. Ich war knapp acht Jahre alt. Ich weiß noch sehr genau, wie glücklich ich war, als ich ihn endlich im Arm hielt(lange vorher immer bewunderte) und auf der Straße in den Seifenblasen stand. Das Geschäft hatte einen alten Bären draußen an der Hauswand angebracht, der Seifenblasen machte.
      Ich bin übrigens acht Jahre älter als du. ? Also haben wir vielleicht wirklich Bärengeschwister?!
      Meiner steht bei meiner Mama neben dem Bett meiner Tochter, in dem sie schläft, wenn sie dort zu Besuch ist. ?
      Die Küche ist wirklich fein und wird die kleine Waldmöve sicher begeistern.
      Eine schöne Adventszeit wünscht dir Nadine

    • Hi Nadine, das ist ja ein wahnsinns-Zufall! In welcher Stadt hast du deinen denn gekauft? Das wäre ja der Knaller, wenn die sich kennen!

  6. Ich glaube, ich werde genauso. Die Spielsachen sollten sich ins EInrichtungsbild einfügen und auch einen gewissen Qualitätsanspruch gerecht werden. Wenn ich da manchmal bei Freunden zu Gast bin und die mit Plastik gepflasterten Kinderzimmer sehe gruselt es mich!
    Ich finde es ganz wunderbar bei dir. Die Waldmöwe hat es gut 🙂

    Liebe Grüße, Antje

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!