Erste Herbstdeko und ein Rezept für Zwetschgenplunder

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Leute, was war das denn für ein toller Sommer? Oder was heißt war, irgendwie ist er ja immer noch ein bisschen da. Ich sag es ganz ehrlich, es fällt mir dieses Jahr sehr schwer, im Herbst anzukommen. Ich will es noch nicht so richtig wahr haben, dass bald schon wieder Winter ist.
Der Herbst kann da gar nichts dafür, den mag ich nämlich eigentlich sehr gern. Aber der letzte Winter steckt mir noch total in den Knochen. Irgendwie hat der tolle Sommer es nicht geschafft, mich den anstrengenden Winter vergessen zu lassen. Vielleicht gerade, weil er so toll war. So warm, so reich an wilden Blumen, der ersten richtigen Apfel – und Birnenernte im eigenen Garten. Tage auf der Terrasse und im Sandkasten.
Letzten Winter war ich hochschwanger und im November kam dann der Jedi zur Welt. Die erste Zeit mit dem neuen Baby fand also in den kältesten Monaten statt, was mir als absoluter Sommermensch sehr zu schaffen machte. Ständig war ich in Sorge, er könnte frieren, krank werden oder sonst etwas. Die Waldmöwe war durchgehend erkältet und brachte es einfach nicht fertig, Abstand zu halten, weshalb auch der Jedi quasi von Geburt an eine Schnupfnase hatte. Dann jeden Morgen dieser Ankleidemarathon – für mich das Schlimmste am Winter.

Jedenfalls hat der Herbst ganz ohne eigenes Verschulden einen schweren Start bei mir. Da kann auch mein Geburtstag nichts dran ändern. Aber alles Jammern hilft ja nichts, der Herbst ist da, der Winter kommt. Ob ich will oder nicht. Und da ich an den Jahreszeiten nichts ändern kann, muss ich halt ihre positiven Seiten genießen und mich voll und ganz auf diese konzentrieren.
Im Sommer dekoriere ich eigentlich außer mit selbst gepflückten Blumen gar nicht. Wir sind eh die meiste Zeit draußen und wenn wir drin sind, sind die Rollos unten. Aber im Herbst hab ich dann meist doch irgendwie Lust drauf, obwohl ich es gar nicht so explizit darauf anlege, thematisch zu dekorieren. Aber schon allein an den ganzen Kastanien und Nüssen, die die Waldmöwe anschleppt, ist hier schon die Basis für herbstliche Deko geschaffen. Wir haben vor dem Haus zwei Kastanienbäume, ein bisschen weiter den Feldweg entlang stehen unzählige Walnussbäume und in unserem Garten gibt es fünf Haselnusssträucher. Allerdings ist unser Eichhörnchen immer schneller als wir. Wir haben noch nie eine intakte Nuss gefunden.

Am Montag war ich mit den Kindern ein bisschen spazieren und habe tatsächlich noch eine Sonnenblume gefunden. Die allerletzte. Und dazu noch zwei Ringelblumen. Dann hier und da noch ein paar Gräser und noch mehr Blümchen und plötzlich war der Kinderwagen voll mit Blumen. In der Colletto Vase von Leonardo habe ich alles gut unter gebracht und obwohl der Strauß an sich fast noch ein bisschen nach Sommer aussieht, erinnert das Design der Vase doch schon ein bisschen an den Herbst. Zum einen ist das Glas nämlich ganz leicht gefärbt, zum anderen sieht sie mit dem Holz ein bisschen wie eine Eichel aus. Das Holz ist übrigens abnehmbar, man kann die Vase auch oben ohne verwenden.

Mit Holz passt sie gerade sehr gut zu unserer Teebox, die jetzt wieder häufiger benutzt werden wird. Das ist eines der Dinge, die ich an kalten Tagen mag: zusammen am großen Esstisch sitzen und Tee trinken. Bei uns ist das ganze durch die Auswahl direkt am Tisch immer so eine kleine Zeremonie. Man riecht an den Sorten, füllt den Teebeutel, sucht sich den passenden Zucker oder Sirup aus und genießt dann zusammen.

Die drei Eichhörnchen im Hintergrund sind Fritzi, Eddi und Freddi. So hat die Waldmöwe sie getauft. Fritzi heißt nämlich auch das echte Eichhörnchen, dass uns oft im Garten besucht, um uns die Haselnüsse zu stibitzen.
Die drei werden bald umziehen, denn ich werde damit die Herbstdeko in der Cafeteria unserer Gemeinde gestalten. Wir haben dort viele Tische, die ohne Deko immer ein bisschen leer aussehen und ich will deshalb kleine Baumscheiben mit den Eichhörnchen, Kastanien und Kerzen dekorieren.

Was ich am Herbst schon immer am liebsten mochte, sind Zwetschgen. Ich liebe Zwetschgenkuchen und habe am Wochenende zum ersten Mal Zwetschgenplunder gebacken. Wenn ich gewusst hätte, wie einfach und vor allem, wie unglaublich lecker das ist, hätte ich das schon viel früher probiert!
Damit ihr die letzten Zwetschgen noch nutzen könnt, habe ich hier das Rezept für euch.

Zutaten:

Für den Teig
500g Mehl
10g Zucker
1 Prise Salz
220g kalte Milch
2 Eier
1 Würfel Hefe
150 g kalte Butter in dünnen Scheiben (NICHT in den Teig geben!)

Für die Füllung und Dekoration
500g Quark 20%
20g Zucker
2 TL Stärke
400g Zwetschgen
100g Marmelade nach persönlichem Geschmack
Mandeln oder Pistazien, gehackt

Mit dem Mehl, Zucker, Salz, Hefe, Eier und Milch stellt ihr einen Teig her. Einfach alles in eine Schüssel geben und ordentlich durchrühren. Solche Teigrezepte mag ich schon mal sehr!
Dann den Teig für etwa 15 Minuten in den Kühlschrank stellen und Kaffee trinken.
Nach der Kühlzeit rollt ihr den Teig auf einer bemehlten Fläche nicht zu dünn aus, eher relativ dick. Auf einer Hälfte des ausgerollten Rechtecks legt ihr nun die sehr kalten Butterscheiben. Dann klappt ihr die andere Hälfte darüber und drückt die Ränder zusammen. Nun rollt ihr den Teig erneut aus, diesmal etwas größer. Stellt euch das Rechteck dreigeteilt vor und legt das rechte Drittel auf das mittlere und darauf dann das linke. Ihr habt also nun ein dreilagiges Rechteck, welches ihr wieder in den Kühlschrank stellt, bis die Füllung fertig vorbereitet ist.

Für die Füllung verrührt ihr wieder ganz unkompliziert den Quark, Zucker und Stärke.
Die Zwetschgen entsteint ihr und schneidet sie in dünne Streifen, etwa in Achtel.

Nun holt ihr den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn zu einem dünnen Rechteck aus, welches ihr in kleine Quadrate schneidet. Auf diese gebt ihr einen Löffel Quark und je nach Platz fünf bis sechs Streifen Zwetschgen. Dann faltet ihr die Ecken in die Mitte und drückt sie zusammen, sodass ein kleines Päckchen entsteht, dessen Ecken offen sind.

Bei 200°C etwa 16 Minuten backen. Während dessen erhitzt ihr die Marmelade, ich habe Mirabellenmarmelade von meiner Schwiegermutter verwendet. Damit bestreicht ihr nun die noch warmen Plunder und streut Mandeln oder Pistazienstücke darüber. Ich habe einfach Mandelsplitter in der Handfläche etwas zerdrückt und darüber gestreut.

Wie die meisten Kuchen schmecken die Zwetschgenplunder warm am besten.

Wie steht ihr denn zum Herbst? Habt ihr Bock drauf? Wenn ihr erst noch ein bisschen in Stimmung kommen müsst und etwas Deko braucht, könnt ihr bei Leonardo bis zum 15.10.18 mit dem Code “heimatbaum” 10% auf euren gesamten Einkauf sparen.

Ich backe jetzt gleich nochmal diese Plunder und trinke einen Tee dazu!

1 Kommentare

  1. wow ein super Rezept. Toller Beitrag 😍😍😍 ich persönlich mag jede Jahreszeit, aber den Sommer natürlich auch am liebsten🤣. hoffentlich wird diese Winterzeit ein bisschen leichter für euch 😉👍🤗

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!