Es ist viel passiert im Garten {Makeover und DIY Idee}

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Ich habe noch nie so viel im Garten gearbeitet, wie in diesem Jahr. Es wäre zwar sowieso einiges angestanden, aber Corona hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir so vieles in so kurzer Zeit umsetzen konnten.

Was eigentlich auf der Projektliste gar nicht so weit oben stand, war das häßliche Unkrauteck am Kellerabgang. Aber dann ist der Apfelbaum eingegangen und wir mussten ihn fällen. Da hat es mich dann irgendwie gepackt, diese Ecke völlig umzukrempeln. Was als kleines Projekt zwischendurch begann, hat sich dann zu einem riesen Ding entwickelt, denn irgendwie kam immer noch mehr dazu.

Zuerst habe ich die Fläche komplett von allen unbeauftragten Pflanzen (andere würden es Unkraut nennen) befreit. Zwar ist das Stück nicht sehr groß, aber bei knochentrockener Erde war das echt mühsam. Nach jedem kleinen Regenschauer bin ich nach draußen gestürzt, um wie eine Verrückte die Pflanzen heraus zu reißen.

In der Ecke an der Mauer zum Nachbarn befindet sich ein Regenrohr, um das Granitblöcke gelegt wurden. Als ich diese entfernt habe, musste ich feststellen, dass der Putz an der Hauswand um die Steine herum angebracht wurde! Die haben also erst Steine dahin gelegt und dann das Haus verputzt. Wer macht den sowas? Da war jetzt ein ziemlich häßlicher Absatz und noch dazu lag ja die Hauswand frei. Wir mussten also erstmal diese Stelle ausbessern.
Anschließend habe ich die Fläche so gut es ging begradigt. Dafür haben wir die bestehende Rasenkante aus großen Granitblöcken entfernt und sie auf die Mauer zum Treppenabgang aufgesetzt. Die neue Rasenkante haben wir aus kleinen Granitwürfeln gesetzt, die hinten im Garten herum lagen. Granit ist eigentlich ein Stein, den ich überhaupt nicht mag, aber vieles hier im Garten wurde damit gemacht und es sind von vielen Dingen noch Reste vorhanden. Ich fände es unnötig, alles auszutauschen und neue Sachen zu kaufen, deshalb versuchen wir das Beste aus dem zu machen, was schon da ist.

Nachdem die Fläche vorbereitet war, habe ich Gräser und Stauden eingepflanzt. Ich habe mich für Chinaschilf und Lampenputzergras entschieden, da ich das auch schon für die Kübel auf der Terrasse verwendet habe. Außerdem habe ich hinten im Garten einige wild gewachsene Gräser ausgegraben und umgesetzt. Obwohl hinten sehr schattig ist und hier in der Ecke eher sonnig, haben sie es gut mitgemacht und sind angewachsen.
Meine Lieblingspflanze, die Prachtkerze darf auch hier natürlich nicht fehlen. Die befindet sich ja auch schon in den Kübeln und im Steingarten. Außerdem habe ich noch verschiedene Stauden im Farbbereich Weiß-Gelb-Pink-Dunkelrot ausgesucht, die ich zwischen den Gräsern verteilt habe. Die meisten von ihnen haben den Standort sehr gut angenommen, jetzt bleibt noch abzuwarten, was den Winter übersteht und nächstes Jahr wieder kommt. Die Clematis, die eigentlich am Regenrohr hoch wachsen sollte, ist sofort eingegangen, dafür fühlt sich der Eukalyptus anscheinend total wohl dort. Auch die Kletterrose ist zu einem Monster herangewachsen, das kaum noch zu bändigen ist.

Da die Terrasse der Nachbarn erhöht ist, befindet sich zu unserem Garten hin eine Mauer. Die Endet aber und dann beginnt der Steingarten der Nachbarn. Nur war da leider ein ziemlich großes Loch, durch das man unter die Terrasse schauen konnte. Erst wollte ich Pampasgrad davor pflanzen, aber dann hat unser Nachbar gegenüber seine Natursteinmauer abgebaut und angeboten, dass wir uns Steine nehmen können. Das hat so perfekt gepasst! Ich habe also mit Tetris-Geschick die Sandsteine in die Lücke gesetzt und sie perfekt ausgefüllt. Das sieht jetzt so viel besser aus, als vorher!

Nachdem die Pflanzen gesetzt waren, habe ich ökologisches Unkrautvlies verlegt. in den Bereichen, die bepflanzt sind, habe ich größere Lücken gelassen, damit sich die Gräser und Stauden noch etwas ausbreiten können. Danach kam dann der Kies drauf. Es handelt sich um Rheinkies aus der Region. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich Steine mag und gern in solchen Kiesbetten nach schönen Steinen suche. Wenn die alle die gleiche Farbe haben, ist das ja langweilig.

Als Sitzgelegenheit habe ich die Fieldchairs von der Terrasse herunter geholt. Da in der Ecke einige Stunden lang volle Sonne ist, habe ich außerdem einen klappbaren Sonnenschirm von ManoMano aufgestellt. Sonst würden wir dort echt verbrennen, während wir den Kindern beim Sandeln zuschauen. Mit dem Schirm ist es aber sehr angenehm und da er so hell ist, ist es immer noch schön hell in der Ecke.

ManoMano ist ein Onlineshop für alle Projekte rund um Haus und Garten. Vom Werkzeug bis zu Möbeln findet ihr dort alles, um eure DIY Projekte umzusetzen.

Ein weiteres, kleineres Projekt haben wir mit dem restlichen Kies in Angriff genommen. Wir haben den alten gemauerten Grill entfernt und stattdessen eine kleine Mauerecke mit Regal und Arbeitsfläche gebaut, in der jetzt der neue Pizzaofen steht. Der Ofen steht auf einem kleinen Kiesbett, aus Brandschutzgründen.

Außerdem haben wir eine rollbare Unterlage für die Feuerschale gebaut. Da unsere Terrasse ja aus Douglasie ist, können wir die Feuerschale nicht direkt darauf stellen. Bisher hatten wir eine Steinplatte darunter, aber wenn wir sie mal woanders benutzen wollten, war das immer ein Aufwand.
Wir haben also eine Kiste aus Holz gebaut, an der wir Rollen befestigt haben. Die Bodenplatte befindet sich mittig an den Seitenwänden, so werden die Rollen komplett verdeckt. Der Abstand zum Boden ist gerade so viel, dass die Kiste rollen kann, ohne zu schleifen. In der Bodenplatte befinden sich Bohrungen, damit Regenwasser ablaufen kann. Damit die Steinchen da nicht durchfallen, sind sie mit Hasendraht bedeckt. Das Kiesbett, dass sich in dem Tablett befindet ist tief genug, dass die Hitze nicht bis zum Holz durch dringt. Nun können wir die Feuerschale überall auf der Terrasse einsetzen, ohne viel schleppen zu müssen und wir können bei Regen auch schnell unter das Dach flüchten und müssen nicht gleich rein gehen. In der Lounge-Ecke haben wir mit den Palettenkissen von ManoMano eine richtig gemütliche Ecke, in der wir es uns auch im Herbst noch mit Decken am Lagerfeuer bequem machen können.

Morgens genieße ich gern meinen Kaffee im Hängesessel und versuche, jeden Sonnenstrahl einzufangen. Der Hängesessel ist so wahnsinnig bequem, dass man einfach die ganze Zeit sanft hin und her schwingen und in den Garten schauen möchte. Der sieht besonders bei Regen aus, wie ein Dschungel, weil ich ja die selbst ausgesäten Bäume einfach wachsen lasse. Der Plan ist, dass es irgendwann so aussieht, als stünde unser Haus im Wald.
Irgendwann muss auf jeden Fall noch ein zweiter dazu, sonst gibt es hier immer Kämpfe um den besten Platz und das ist momentan eindeutig und unumstritten dieser Hängesessel von ManoMano.

Ich hoffe, dass der Herbst uns noch ein paar sonnige Tage beschert, die wir draußen auf der Terrasse genießen können. Mein Geburtstag am Donnerstag wird auf jeden Fall am Lagerfeuer mit der Familie gefeiert, so ist das Tradition. Mit Kürbissuppe, Schmandfladen und Rahmkuchen.

 

3 Kommentare

  1. Deinen Tatendrang kann ich nachempfinden. Bin auch gern Stundenlang beim Gartengestalten. Ich hab mehrere Natursteinmauern gesetzt ohne Vorkenntnisse und Glück gehabt das die Tipps aus dem Netz geklappt haben. Auf unserem 600 Quadratmeter Grundstück stehen mehrere Bäume und Großsträuchet. Dschungel Life. ?

  2. Es ist wirklich viel passiert. Sieht sehr gut aus . So einen Sessel könnte ich mir auch vorstellen , ist der schwer ? ich müsste meinen an den Baum hängen da ich nicht so eine tolle überdachung hab wie du .!

  3. Hallo!
    Ich schaue regelmäßig hier vorbei und bin begeistert von euren Projekten im Haus und in eurem Garten. Danke für die Inspiration! Wir sind gerade auch dabei unseren Garten zu gestalten bzw im kommenden Frühjahr wird dann auch gepflanzt.
    Viele Grüße aus Ludwigsburg
    Nicole

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!