Neuseeland // Feen haben nur vier Zehen – Kerikeri

14. März 2013

In Gedanken noch bei dem unangenehmen Erlebnis von gestern, frühstücken wir schweigsam und genießen die Ruhe um uns herum.
Heute wollen wir uns Kerikeri ansehen, wo die erste Missionsstation Neuseelands errichtet wurde und einige der ältesten Gebäude des Landes stehen. Außerdem gibt es hier sehr viel Kunsthandwerk entlang der Kerikeri Road. Hier sollte man sich nicht scheuen, sich durch äußerst langsames Fahren als Tourist zu outen, denn die Werkstätten und Lädchen sind entlang dieser Straße sehr sporadisch verteilt und oft ist von der Straße aus nicht gleich zu erkennen, um welches Handwerk es sich handelt. Ein paar hundert Meter weiter fällt einem dann plötzlich auf, dass doch eigentlich die Keramikwerkstatt schon viel früher hätte auftauchen sollen…
Bei einigen Werkstätten halten wir, hauptsächlich wenn es um Holzarbeiten geht. Es gibt aber auch eine Schokoladen-Manufaktur und, was hier sehr häufig zu finden ist, Fudge Lädchen. Gegessen habe ich es noch nie, weil ich finde, dass es wie Seifenstücke aussieht und ich diese Art von Süßigkeit nicht besonders mag.
Durch Zufall entdecken wir einen Waldweg, der zu den “Fairy-Pools” führt. In freudiger Feen-Erwartung folgen wir dem Weg, bis wir zu einem großen Teich auf einer Lichtung kommen. Eukalyptusbäume werfen ihre Blätter auf den frisch gemähten Rasen. Ich bin ein Bisschen enttäuscht. Wo ein Rasenmäher am Werk war, kann es keine Feen geben. In der Gewissheit, dass die Feen woanders leben müssen, untersuchen wir den Waldrand auf einen weiterführenden Pfad. Und tatsächlich, ganz unscheinbar führt ein weg durch knorrige Bäumchen. Ein Fluß rauscht leise. Nach einigen Minuten ergibt sich die Möglichkeit durch das Gestrüpp an den Fluß zu gelangen. Und siehe da, das Feenheim liegt vor uns.

fairy pools in kerikeri

Allerdings wissen sienatürlich  schon längst, dass wir auf dem Weg hierher sind und halten sich gut versteckt. Das ist ziemlich schade, aber verständlich. Als wir uns auf den Rückweg machen, sehe ich einen rötlichen Stein am Flußufer. Er kommt mir irgendwie seltsam vor, deshalb hebe ich ihn auf, drehe ihn zwischen den Fingern – und quitsche begeistert! Auf dem Stein befindet sich der Fußabdruck einer Fee! Sie haben wirklich süße kleine Füße und nur vier Zehen. Alle, die bisher gezweifelt haben, jetzt müsst ihr wohl einsehen, dass ihr falsch informiert wart.

Feenfuß

Nach dieser Aufregenden Entdeckung fahren wir zum historischen Teil von Kerikeri. Die Umgebung um die alten Häuser ist sehr schön angelegt und auch die Häuser sehen ganz wunderbar nach alten Zeiten aus.
Im Garten eines Cafés wackeln Gänse und Enten umher.

kerikeri Landhaus

cafe in kerikeri

Schaut euch den Baum neben dem “Kemp House” an! Die sind hier einfach fantastisch, da kommt bei mir großer Baumneid auf.

kemp house

Am Ende der einzigen Straße befindet sich das älteste Steinhaus Neuseelands in dem sich ein sehr schöner Krims Krams Laden befindet. Ich würde am liebsten mal wieder alles kaufen, aber es ist nun mal so, dass es diese hübschen Sachen bei uns auch gibt und das meist zum halben Preis. Aber in einem historischen Steinhaus am anderen Ende der Welt scheinen alle Gegenstände irgendwie schöner und außergewöhnlicher zu sein.

steinhaus klein

Als wir alles gesehen haben ist schon wieder Nachmittag und wir verlassen Kerikeri um einen Campingplatz zu finden. In einem Infocenter haben wir eine Karte von der Region Bay of Islands bekommen, auf der drei Plätze in der Nähe und direkt am Meer eingezeichnet sind. Leider lässt die Ausschilderung wieder sehr zu wünschen übrig, sodass wir die ersten beiden gar nicht finden. Wir legen eine gute Strecke zurück, bis wir Taupo Bay und den dritten Campingplatz erreichen. Hier bekommen wir einen Platz mit Stromanschluss für 18 $/Person. Es gibt wieder eine Gemeinschaftsküche aber keinen Whirlpool. Aber wer braucht den schon, bei diesem Ausblick. Unser Camper steht direkt am Strand, wenn wir durch die Kofferraumklappe schauen, sehen wir das Meer.

campingplatz taupo bay 2

campingplatz taupo bay 3

campingplatz taupo bay

Jetzt, wo wir ungeplant hier gelandet sind, sind wir froh, die anderen Plätze nicht gefunden zu haben. Hier ist es wirklich wunderschön!

IMG_1513

 

Wo es sonst noch schön ist, seht ihr wie jeden Samstag bei Katja.

4 Kommentare

  1. Was hat das Meer für eine Farbe! Dieses tiefe Smaragdgrün ist einfach unglaublich und auch wenn cih die von Dir geschilderten Preise fürs Campen auf Neuseeland schon heftig finde, hätte ich es in diesem Fall wohl gern gezahlt. Was ist das für ein Anblick, wenn man morgens die Augen aufschlägt. Ein Traum.

    Herzlich, Katja

    • Trotzdem bleibt ein Wermutstropfen: Dann bin ich wohl doch eine Hochstaplerin. Eindeutig 5 Zehen.

    • Pepper

      Ich verrate dir was: ich hab auch 5! Das bleibt einfach unter uns, ok?

  2. ich veRRate nix. schließe mich an.
    und weRde beim anblick deR bildeR immeR feRnsüchtigeR. und deR uRlaub ist noch so feRn. so schönes meeR.
    liebe gRüße. käthe.

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!