Grau ist das neue Weiß – der neue Look der Küche

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Nach 4 Jahren hat es nun auch die Küche erwischt und sie musste eine kleine Umgestaltung über sich ergehen lassen. Als ich damit fertig war, fragte ich die Waldmöwe, wie es ihr gefällt und sie meinte: “Die Küche war noch nie so schön und so sauber!” Ähm, ja. Da muss ich mir wohl mal Gedanken machen…

In der Interior-Szene kann man gerade einen kompletten Wandel feststellen. Der Trend geht ganz klar weg von weißen Wänden und egal, ob man sich nur an zartes Grau wagt, oder gleich so richtig mit kräftigen Farben los legt: der Wunsch nach Veränderung in Sachen Wandgestaltung verbreitet sich gerade auf Instagram wie ein Lauffeuer.
Ich selbst überlege ja schon monatelang, welche Farbe und wohin. Nachdem ich mich im Kinderzimmer dann endlich mal getraut hatte (zeige ich euch bald), musste nun auch die Küche dran glauben. Die Tafelwand kam zwar immer sehr gut an und wurde bei Pinterest mehrere tausende Male gepinnt, aber nach vier Jahren war mir jetzt nach ein bisschen Veränderung.

Zugegeben, so richtig mutig war ich bei der Wahl des Farbtons noch nicht. Ich hatte erst einen dunkleren Grauton ausgesucht, aber dann schrieb ich Monja von Kolorat kurz vor Versand der Bestellung, dass ich doch lieber erstmal einen helleren Ton nehme. Mein Ziel in der Küche war keine riesige Veränderung, sondern einfach eine Alternative zu weiß, die zu Holz passt und den skandinavischen Stil unterstreicht. Dafür ist ein helles Lichtgrau perfekt. Man sieht im direkten Vergleich mit dem weißen Geschirr, dass die Wände grau sind, aber an der Helligkeit des Raumes ändert sich nichts. Der Farbton ist von Kolorat und hat den Code K / 5-5-9-3 / T. Zum Glück riecht die Farbe kaum, ich habe nämlich fast eine ganze Woche gebraucht, da wir so einen blöden Strukturputz haben, der sehr viel Farbe aufnimmt, da er überall solche Vertiefungen hat. Wenn man da nicht überall richtig genau hinschaut, hat man später überall noch weiße Flecken. Für eine Fläche von 35 qm habe ich fünf Liter Farbe verbraucht.
Wenn alle laufenden Projekte erledigt sind, werde ich endlich das Thema Backsteinwand in Angriff nehmen. Diese wird dann an der Wand mit den Regalen angebracht und wird der Küche eine wärmere Atmosphäre und einen rustikalen Touch verleihen. Aktuell ist ja alles eher monochrom und schlicht und ich glaube, die Backsteinwand wäre genau die richtige Ergänzung und würde auch super zur Flügeltür passen.

Über dem Herd habe ich an einer Garderobenleiste von Granit die ganzen Utensilien aufgehängt, die ich regelmäßig zum Kochen brauche. Was noch kein Loch hatte, habe ich sebst gebort und alles mit einem Lederband versehen. Nun kann man die Holzsachen direkt nach dem Spülen zum Trocknen an ihren Platz hängen. Die Holzbrettchen befinden sich nun in einer alten Holzkiste, da passen sie zufällig genau rein. Neben dem Herd steht eine kleine Werkzeugkiste mit Salz und Pfeffer, damit ich das immer gleich zur Hand habe.
Die Holzkiste mit den Kräutern steht auf der Fensterbank an der Essecke, weil es am Küchenfenster zu dunkel wäre. Die Teebox steht momentan dauerhaft auf dem Tisch und wenn ihr mehr darüber wissen wollt, müsst ihr euch nur noch bis übermorgen gedulden, dann kommt nämlich ein extra Artikel dazu.

Die kleine Tafelwand, die neben der Tür übrig geblieben ist, habe ich ebenfalls grau gestrichen, damit das Eck nicht so dunkel wirkt. Aber wenn ihr jetzt denkt, dass das doch total schade um die Tafelfunktion ist, habe ich eine Überraschung für euch: die Wand ist nämlich immer noch eine Tafel, dank durchsichtiger Tafelfarbe! Man kann sie über jede andere normale Wandfarbe streichen und dann mit Kreide beschriften, ist das nicht genial? Wenn ihr also auch unbedingt eine Tafelwand möchtet, euch schwarz aber zu krass ist, könnt ihr zum Beispiel einen mittleren Grauton nehmen und mit dem durchsichtigen Tafellack überpinseln – voilà, eine graue Tafel!
Den Lack bekommt ihr auch bei Kolorat.

Die Galerie in der Küche überarbeite ich gerade, da soll ein bisschen mehr Farbe mit rein. Bei Lumikello habe ich auf Instagram einen tollen Print gewonnen, den ich noch rahmen lasse, dann kommt er auch dort an die Wand.

Was kommt woher?

Wandfarbe: Kolorat
Küche: Spiess
Geschirrtuchhalter: DIY
Ledergriffe: DIY
Tisch, Turnbank, Vitrine, Holzkisten, Bilder, Rahmen: ebay Kleinanzeigen
Bank am Fenster: DIY
Lampe: Superestudio
Hocker: Connox
Geschirr und Lampen: Westwing
Garderobenleiste: Granit
Löffel: Couleur Locale
Schneidebrett: Noa + Ginger
Lautsprecher: Urban Ears
Teppiche: vintage
Körbe: Afrika
Uhr: Bolia
Kalender: nuukk
Kehrset: Menu
Geschirrtücher: Humdakin und My Homeflair

4 Kommentare

  1. Liebe Pepper,
    mir gefällt deine Küche, oder besser gesagt “Wohnküche”. Man spürt, dass dort gelebt wird. Helles Grau an der Wand finde ich, gerade in dunkleren Ecken, immer schmeichelnder und heimeliger als kühles Weiß. Ich habe alle nordseitig gelegenen Räume hellgrau gestrichen und finde das Raumgefühl perfekt.
    Bin schon auf deine weiteren Experimente gespannt.
    Alles Liebe, Sandra

  2. Eine gelungene Lösung für die Wohnküche! Grau, vor allem helles Grau oder Creme und Sandfarben sind bei nordseitig gelegenen Räumen viel angenehmer, harmonischer. Weiß kann einen richtig kühlen Ton ins ZImmer bringen und muß dann wieder mit den Möbeln abgestimmt werden.
    Liebe Grüße, Gerda

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