Guck mal Mama, da ist Blumenkohl drin!

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Vor 23 Jahren habe ich zum letzten Mal bewusst Blumenkohl gegessen.
Ich wurde dazu gezwungen. Meine Mutter hat sehr lange versucht, mir einen Teller schrecklichster Gemüsesuppe zu füttern.
Es gibt von dieser Situation auch ein sehr amüsantes Video, in dem ich als Dreijährige mit meiner Mutter am Küchentisch sitze, den Mund voll zerkauter Karotten und einer ekligen Rotznase.

talie 3 Jahre und die Gemüsesuppe_1

Ich hab den Teller nicht leer gegessen und keinen Pudding bekommen.
Wer hätte bei diesem Anblick gedacht, dass dieser kleine Jammerlappen später mal eine Suppe kocht in der Blumenkohl zu finden ist? Und das ganz freiwillig, ohne Androhung von Puddingentzug (Reaktion auf diese Ankündigung siehe 2. Foto). Meine Mutter sicher nicht.

Meine Suppe mit Lachs und Tortelloni ist wirklich sehr, sehr lecker. Hätte ich jetzt allerdings ein Kind, würde das bestimmt widersprechen. Meine Mutter dachte ja damals auch, ihre Suppe wäre lecker.

Und das sind all die kinderfeindlichen Zutaten:

blumenkohl

Außerdem braucht ihr noch ein wenig grünes Pesto und eventuell etwas Tomatenmark. Je nachdem wie ihr Tomatenmäßig drauf seid. Und natürlich Wasser, ca 1 Liter.

Karotte, Zwiebel und Sellerie in kleine Würfel schneiden und in einem Topf mit etwas Öl leicht andünsten. Während dessen den Lachs in einer Pfanne mit Zitronensaft  und Pfeffer anbraten.
Das Gemüse mit dem Wasser ablöschen und mit Boullion würzen, den klein geschnittenen Blumenkohl  und einen Klecks Tomatenmark dazu geben. 15 Minuten köcheln lassen. Die Tortelloni, das gewürfelte Porrée, die gewürfelten Tomaten und den klein gezupften Lachs dazugeben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, wenige Minuten weiter köcheln lassen.
In Suppenschüsselchen mit grünem Pesto garniert servieren.

 

Zum Glück habe ich während des Erwachsenwerdens einen geschmacklichen Sinneswandel erlebt. Gemüsesuppen sind schließlich etwas sehr Feines, schnell zubereitet und gesund.

Habt ihr früher auch etwas nicht gegessen, was ihr jetzt gerne esst? Und was mögt ihr schon immer überhaupt nicht?

3 Kommentare

  1. ich finde die eklige Rotznase sehR sympatisch und wüRd nuR zu geRn das video sehen. deR geschmackliche sinneswandel ist glücklicheRweise voRpRogRammieRt. alle sieben jahRe. sonst hätte ich nie den köstlichen [in deR kindheit veRhassten] geschmack von dill eRfahRen können. bei küRbis muss ich jedoch noch heute ablehnen. außeR in bRotfoRm ist da nichts zu machen.
    hab einen feinen fReien tag. liebe gRüße. käthe.

  2. Also wenn in deiner Suppe Blumenkohl ist, dann hast Du ihn gut versteckt. 🙂
    Eine ungewöhnliche Kombination mit dem Lachs, aber ich kann mir vorstellen, dass es gut schmeckt.

    Als Kind habe ich (glaube ich zumindest) kinderuntypisch ziemlich viel gegessen, vor allem fast jedes Gemüse. Es gab aber ein paar verhasste Dinge, die ich auch unter Androhung schlimmster Strafen nicht gegessen habe – und das ist bis heute so geblieben. Fisch blau (also gekocht mit Haut, vor allem Heilbutt), Hühnerhaut in der Hühnersuppe, Fettränder am Kotlett, Fenchel, Anis, Koriander, Lakritz, Wiener Würstchen und Griesbrei. All das finde ich noch heute widerlich. Es gibt drei Ausnahmen, die ich heute sehr gerne esse: Käse, Sellerie und Birnen.
    Wenn ich nach meinem Sohn gehe, der eigentlich fast alles schrecklich findet was ich koche, vor allem, wenn Gemüse im Spiel ist (also täglich), dann hoffe ich inständig, dass sich bei ihm der Geschmack noch ändert. Zumindest hat er die Woche Spargel gegessen. Unglaublich, mit was man eine Mutter glücklich machen kann. 😉
    Die Suppe-Ess-Bilder sind sowas von niedlich. Wenn ich auch die Qulaen gut nachvollziehen kann. Ich saß mal eine Stunde vor einem Teller Griesbrei…

    Herzlich, Katja

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!