Happy End für alle!

Am Freitag habe ich euch vom Ursprung des Karfreitags erzählt. Heute ist Ostersonntag und auch dieser Tag bedeutet eigentlich mehr, als Eier suchen und Familienbesuche, auch wenn viele das inzwischen vergessen oder nie gewusst haben.

Am Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa; er hieß Josef und war gleichfalls ein Jünger von Jesus geworden.
Er ging zu Pilatus und bat ihn, den Leichnam von Jesus freizugeben. Da befahl Pilatus, ihn auszuliefern. Josef nahm den Toten, wickelte ihn in ein neues Leinentuch und legte ihn in sein eigenes Grab, das in einen Felsen gehauen und noch unbenutzt war. Dann rollte er einen schweren Stein vor den Grabeingang und ging fort.
Maria aus Magdala und die andere Maria blieben dort und setzten sich dem Grab gegenüber nieder.
Am nächsten Tag – es war der Sabbat – kamen die führenden Priester und die Pharisäer miteinander zu Pilatus und sagten: »Herr, uns ist eingefallen, dass dieser Schwindler, als er noch lebte, behauptet hat: ‘Nach drei Tagen werde ich vom Tod auferweckt werden.’
Gib deshalb Anweisung, das Grab bis zum dritten Tag zu bewachen! Sonst könnten seine Jünger kommen, die Leiche stehlen und dann dem Volk erzählen: ‘Er ist vom Tod auferweckt worden.’ Dieser letzte Betrug wäre dann noch schlimmer als alles andere vorher.«
»Da habt ihr eine Wache«, sagte Pilatus. »Geht und sichert das Grab, so gut ihr könnt.«
Sie gingen also zum Grab und versiegelten den Stein, der den Eingang zur Grabkammer verschloss. Die Wache half ihnen dabei und blieb am Grab zurück.
Als der Sabbat vorüber und der Sonntag angebrochen war, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Da bebte plötzlich die Erde, denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, rollte den Stein weg und setzte sich darauf.
Er leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war schneeweiß.
Als die Wächter ihn sahen, zitterten sie vor Angst und fielen wie tot zu Boden.
Der Engel sagte zu den Frauen: » Ihr braucht keine Angst zu haben! Ich weiß, ihr sucht Jesus, der ans Kreuz genagelt wurde.
Er ist nicht hier, er ist auferweckt worden, so wie er es angekündigt hat. Kommt her und seht die Stelle, wo er gelegen hat!
Und jetzt geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: ‘Gott hat ihn vom Tod auferweckt! Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen.’ Ihr könnt euch auf mein Wort verlassen.«
Erschrocken und doch voller Freude liefen die Frauen vom Grab weg. Sie gingen schnell zu den Jüngern, um ihnen die Botschaft des Engels zu überbringen.
Da stand plötzlich Jesus selbst vor ihnen und sagte: »Seid gegrüßt!«
Die Frauen warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.
»Habt keine Angst!«, sagte Jesus zu ihnen. »Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen.«

Während die Frauen noch auf dem Weg waren, liefen einige von den Wächtern in die Stadt und meldeten den führenden Priestern, was geschehen war.
Diese fassten zusammen mit den Ratsältesten einen Beschluss: Sie gaben den Soldaten viel Geld und schärften ihnen ein: »Erzählt allen: ‘In der Nacht, während wir schliefen, sind seine Jünger gekommen und haben den Toten gestohlen.’ Wenn der Statthalter von der Geschichte erfährt, werden wir mit ihm sprechen. Ihr habt nichts zu befürchten!«
Die Wächter nahmen das Geld und taten, wie man sie gelehrt hatte. So kam diese Geschichte auf und wird bei den Juden bis heute weitererzählt.

Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, zu dem Jesus sie bestellt hatte.
Als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder, doch einige hatten auch Zweifel.
Jesus trat auf sie zu und sagte: »Gott hat mir unbeschränkte Vollmacht im Himmel und auf der Erde gegeben.
Darum geht nun zu allen Völkern der Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen!
Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe.

Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.«

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