Interior Trends 2016 auf der “imm Köln”

{Dieser Artikel enthält unbeauftragte Werbung}

Am Dienstag war ich zusammen mit anderen Bloggern, Instagramern und SoLebIch-Mitgliedern auf der imm in Köln.
SoLebIch hatte für uns ein Messetreffen mit einer Tour zu verschiedenen Ausstellern organisiert, bei denen wir dann jeweils einen kleinen Vortrag zur Firma und den Produkten bekamen.

Ich will hier nicht im Detail auf jede einzelne Station eingehen, sondern eher auf die Trends, die mir am interessantesten erscheinen.

Natur pur

Massives, natürliches Holz in schlichten Formen bekommt man auf der Messe sehr häufig zu sehen. Sei es in Form der wirklich bemerkenswert schönen Bugholzstühle von Thonet oder den ungewöhnlichen Spiegeln bei Hartô Paris. Aber auch Sofagestelle, Beistelltische und Wohnaccessoires sind immer häufiger aus dem langlebigen Naturprodukt.
Der aktuelle Trend, der eindeutig zu mehr Natürlichkeit tendiert, entspricht genau meinem persönlichen Geschmack. Wer meinen Stil kennt, weiß: Holz steht bei mir immer an erster Stelle, wenn es um die Materialauswahl geht.

Der 209 von Thonet in Natur wäre genau der Richtige für unseren Esstisch.

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Die Sideboards und Sekretäre von Hartô Paris passen perfekt zum skandinavischen Stil. Auch die interessanten Standspiegel mit Holzrahmen greifen den Holztrend auf.

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Auch Vitra macht bei diesem Trend mit. Zwar verbindet man den Namen eher mit den berühmten Plastik-Stühlen, aber ein wenig Holz findet man auch hier.

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Zurück zu Eiche

Besonders ins Auge gefallen ist mir die häufige Verwendung von Eichenholz. Viele denken bei der Erwähnung von Möbeln aus Eiche wahrscheinlich noch an die üppige ‘Eiche rustikal’ Einrichtung unserer Großeltern. Damit haben die aktuellen Kollektionen aber nur eins gemeinsam – das Ursprungsprodukt Eiche. Diese kommt ausschließlich in klaren Formen und naturbelassener Optik daher.
Am Stand von e15 ist mir sofort das Sofa “Kashan” ins Auge gefallen, eine Mischung aus Loungesofa und Daybed mit einem Gestell aus Eichenholz. Auch der berühmte ‘Backenzahn’ und die massiven Tische werden unter anderem aus Eichenholz (optional Nussbaum) gefertigt.

Wer sich nicht gleich ein so großes Objekt aus dem teuren Holz anschaffen möchte, kann mit dem MR B und dem BIG B von e15 erstmal klein anfangen.

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Ein weiteres tolles Accessoire aus Eichenholz und ein Dauerbrenner auf meiner Wunschliste, sind die Hoptimisten in unterschiedlichen Größen.
Neu in der Kollektion sind übrigens ein Vogel-Mobile und ein Vogel-Standobjekt, die mein Herz im Sturm erobert haben.

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Midcentury Modern

Der unverkennbare, dänische Stil der 50er und 60er Jahre taucht bei vielen Herstellern auf. Einige interpretieren bereits bestehende original Entwürfe ihres Unternehmens aus dieser Zeit neu, wie zum Beispiel Thonet, andere greifen den Stil durch Materialien wie Teak oder Rauchglas auf.
Die Ballonartige Lampe von Pulpo gefällt mir sehr gut, allerdings wirk sie nur in weiten Räumen, da sie mehr Skulptur als Lampe ist und eine entsprechende Inszenierung verdient. Die kleinere Ausgabe könnte ich mir allerdings gut im Wohnzimmer vorstellen…
Auch die atemberaubende Lampeninstallation von Tom Dixon und die mondlichtartigen Lampen von Muuto erinnern an den Stil der Jahrhundertmitte.

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Urban Jungle

Kaum ein Stand war ohne Pflanzengrün – was eindeutig ein Indikator für den aktuellen Trend zu mehr Zimmerpflanzen ist. Besonders die “Erbse” war recht häufig vertreten, ebenso die Blätter der Monstera und, natürlich, die Trendpflanze schlechthin: Eukalyptus.
Von Menu gibt es übrigends ein Rankgitter, optisch passend zum POV Kerzenhalter, an dem man auch die Erbse in die Höhe wachsen lassen kann.

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Black is the new Black

Ein Ende des Höhenflugs der Nichtfarbe Schwarz ist nicht in Sicht. Vor allem die sehr elegante Kombination von Schwarzen Möbeln vor schwarzen Wänden ist ein echter Hingucker. Hervorragend inszeniert von String Furniture, die auf der Messe die Vielseitigkeit der String-Serie präsentieren, die sich in allen Bereichen des Wohnens und Arbeitens einsetzen lässt.

Der 209 von Thonet in Schwarz ist quasi die Stuhl gewordene Eleganz.

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Auch schwarze Accessoires, wie kleine Vasen oder Skulpturen sind weiterhin überall zu finden.

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Da das Licht auf der Messe eher schwierig zum Fotografieren war und meine selbst geschossenen Fotos den atemberaubenden Stylings der String-Systeme einfach nicht gerecht werden, zeige ich euch hier die offiziellen Bilder der Firma String.

Das String-System ist nun auch in der Komination Esche dunkel und schwarz erhältlich. Außerdem gibt es die Leitern auch aus Plexiglas. Neu sind auch Kunststoff – Behälter, die an den Seitenleitern oder an einem Wandgitter befestigt werden können. Verwendet man ein String Regal im Bad, kann dieser Behälter zum Beispiel als Zahbürstenhalter fungieren.

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Ein wirklich herrausragendes Styling! In dieser Schwärze im Alltagsgebrauch wahrscheinlich eher nicht umsetzbar, aber sehr schön anzuschauen.

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Dieses Styling könnte direkt für mich erstellt worden sein. Diese Kombination triff exakt meinen Geschmack!

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Bildquelle: String

Messing, Kupfer & Rosé

Auch nicht wirklich etwas Neues – Kupfer bleibt uns als Trendmaterial weiterhin erhalten. Ich für meinen Teil muss allerdings sagen, dass sich die Faszination für das schöne Metall inzwischen etwas abgenutzt hat. Auch bei Messing bin ich eher zurückhaltend. Ein paar Kerzenhalter hier und da reichen für mich vollkommen aus, um den Trend in meinen vier Wänden umzusetzen. Wer allerdings ein Fan dieses Trends ist, kann sich auch dieses Jahr damit eindecken. Vor allem im Bereich Beleuchtung sind die beiden Metalle weiterhin sehr stark vertreten. Beide funktionieren in Kombination mit Textilien in einem gedeckten Roséton besonders gut.

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Diese Wanduhr von Menu erinnert mich ein wenig an die Becken aus dem Musikuntericht. Ihr wisst schon, diese Dinger mit den Lederschlaufen, die man eigentlich nie wohlklingend aneinander schlagen konnte. In der Kombination mit der braunen Wandfarbe macht das Material allerdings echt was her. Das Ton-in-Ton Prinzip wirkt nämlich nicht nur bei Schwarz ausgesprochen elegant.
Ebenfalls von Menu ist das Pendel, das sowohl zum Präsentieren von Bildern, als auch als skulpturale Wanddekoration funktioniert.

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Bei Ligne Roset ist der Name Programm: glänzendes Messing trifft auf Textilien und Glasvasen in pudrigem Rosa.

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Diese interessante Leuchte von e15 in mattem Kupfer sollte nicht unbedingt mit Energiesparlampen bestückt werden. Das dürfte aber kein Problem sein, denn ein weiterer Trend sind Retro-Glühbirnen, die an die Zeit ihrer Erfindung erinnern. Sie haben einen goldenen Glühfaden und verbreiten ein warmes, nicht sehr helles Licht.

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Skandinavisch ist nicht gleich Pastell

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hat sich mit der Verbreitung des skandinavischen Wohntrends auch der Irrtum verbreitet, dass zu diesem Stil zarte Pastellfarben gehören. Betrachtet man allerdings die traditionellen Folklore-Muster, stellt man sofort fest, dass diese in fröhlich-bunten Farben gehalten sind. Auch Keramik und Textildrucke aus der Hochzeit des skandinavischen Designs, orientieren sich eher an den kräftigen Grundfarben, als an den Zuckerwattefarben, die uns heute als typisch nordisch verkauft werden.
Bei vielen Herstellern sind dieses Jahr eher kräftigere, dunkle Farben zu sehen. Besonders bei Menu, die bisher eher für pudrige Töne bekannt waren, dominieren aktuell Burgunderrot und Dunkelgrau. Die allseits bekannten Bottle Grinders gibt es nun auch in dunklen Rot-und Grüntönen, sowie in Chrom. Leider muss ich sagen, dass mir diese Farben überhaupt nicht gefallen, aber immerhin ist das mal etwas Anderes.

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Flexibilität

Nahezu jedes Unternehmen bietet inzwischen individuell zusammenstellbare Produkte an. Während man früher zwischen wenigen Polsterfarben wählen konnte, kann man heute beinahe jedes Möbelstück individualisieren. Das Zauberwort der Flexibilität lautet: Module. Ob das nun Betten von Schramm, Regalsysteme von String oder Muuto, oder Stühle und Sofas von Vitra sind – die Vielfalt der Kombinationen von Farbe, Material und Form ist enorm!
Auch traditionelle Unternehmen, wie Kettnaker haben sich dem Wunsch der Kunden nach Individualität angepasst. Das Gefühl, eine Einzelanfertigung zu besitzen, das man früher nur bei Möbeln vom Schreiner bekam, wird kombiniert mit den Vorzügen der Massenanfertigung. Das Ergebnis davon ist, dass sich jeder wie Pippi Langstrumpf fühlen kann – ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!

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Jede Menge Text, viele Bilder – ich hoffe, ich konnte denjenigen, die nicht die Gelegenheit hatten, die Messe selbst zu Besuchen, einen kleinen Eindruck davon vermitteln. Falls jemand von den anderen Teilnehmern des Messetreffens ebenfalls einen Artikel darüber schreibt und hier gerne verlinkt werden möchte, schreibt mir einfach einen Kommentar mit dem Link zu eurem Artikel.
Ich habe übrigens an dem Tag nur einen einzigen Kaffee getrunken. Und zwar ganz zum Schluss, als wir bei “Das Haus” einen Vortrag von Designer Sebastian Herkner gehört haben. Der war dafür sehr gut. Der Kaffee. Und der Vortrag auch.

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Weitere Einblicke bekommt ihr hier:

Mammilade
My Home is my Horst
Pfefferminzgrün

13 Kommentare

  1. Nelashome

    Wunderschön – du hast mit deinen Bilder diesen unvergesslichen Tag Revue passieren lassen. Einfach traumhaft fotografiert❤️!
    – Liebe Grüße Daniela –

  2. Wow, da hast du unter diesen katastrophalen Lichtverhältnissen aber trotzdem sehr schöne Bilder geschossen, I like! Ich wühl mich aktuell durch meine unter- und überbelichteten Fotos 😀 Ein sehr schöner Rückblick auf diesen spannenden Tag 🙂 Liebe Grüße! Kea

    • Dankeschön! Lightroom kann ich dir echt empfehlen und die Lizenz ist auch nicht sooo teuer.

  3. Hi Pepper,
    tolle Fotos trotz widriger Lichtverhältnisse! Ich wühl mich noch durch einen Berg von Fotos und hoffe auf eine neue Chance am Samstag 😉 Hm, Lightroom hab ich auch seit einem Jahr auf dem Compi und noch nicht einmal benutzt….weil Null Ahnung davon! Müsste ich mich wohl langsam auch mal reindenken!

    Liebe Grüße,
    Moni

  4. Sehr interessant, habe mich bei dir hier schonmal vorab-informiert, bevor ich morgen selbst zur IMM fahre… Ich liebe auch den Trend zur Natürlichkeit und den starken Einsatz von Eichenholz. So toll!

    Die neuen Farben bei Menu entsprechen leider auch nicht meinem Geschmack, ich bin total enttäuscht, weil sie sehr viele Produkte in diesem Aubergine-Ton und Dunkelgrün/Waldgrün bringen werden und dafür sehr oft Nude und Moss Green rausnehmen. Ich glaube, dass das keine gute Entscheidung war. 🙁

  5. Ich finde Bilder von Möbeln häufig etwas öde, aber deine Fotos sind wirklich toll!! Da ist »Rundgang« ein echtes Erlebnis. Liebe Grüße _Annika

  6. Liebe Pepper,

    so so so tolle Fotos!
    Ich habe noch immer nicht alle gesichtet… 😉
    Aber ich stecke ja schon wieder in den Vorbereitungen für meinen zweiten Besuch auf der IMM…
    Da kann ich auch noch mal viel gucken, staunen und fotografieren.

    Liebste Grüße
    Julia

    • Dankeschön!
      Ach du bist bei der Blogst Lounge dabei? Ich hab das durch die Blogpause gar nicht mitbekommen, wär auch gern dabei!
      Ich bin am 13.02. auf der Ambiente, kommst du auch?

  7. Ich war auch auf der imm, aber als Aussteller und ohne Zeit zum lustwandeln.
    Mit deinem tollen Post und den großartigen Bildern habe ich das gerade grandios nachgeholt.
    Ich mag deinen Blick, deine Art, zu sehen und zu fotografieren!
    Hab noch einen schönen Abend … Frauke

  8. Auf Deine Fotos habe ich mich gefreut! Richtig schön, so nochmal in Text und Bild unseren Messerundgang mit den Augen abzulaufen!

    Und sehr schön ist es, Dich getroffen zu haben!
    Liebe Grüße : ) Maren

    • Liebe Maren,

      danke für das Kompliment! Ich habe mich auch gefreut, dich mal kennen zu lernen! Und vielen Dank nochmal für deine lieben Worte zum Verrückten Vreitag!

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!