Kleine Änderungen im Schlafzimmer mit großer Wirkung

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Wer von euch hat im Schlafzimmer einen Ablagestuhl? Wahrscheinlich jeder, der irgendwo ein Eckchen frei hat, in das ein Stuhl passt. Vielleicht wisst ihr auch gar nicht mehr, wie er aussieht, weil der Wäscheberg schon so lange darauf liegt. So würde es mir wahrscheinlich gehen, wenn wir kein Ankleidezimmer hätten, indem eine Kleiderstange hängt.
Auf dieser lüften wir unsere Klamotten aus, direkt daneben ist ein Fenster. Das ist vor allem für Kleidung aus Wolle richtig praktisch, da man diese ja nicht so oft waschen soll.
Aber ein Ankleidezimmer zu besitzen, ist schon ein kleiner Luxus. Wir haben also im Schlafzimmer nirgends einen großen Kleiderschrank, nur ein Sideboard an der Wand für Bettwäsche und eine alte kleine Kommode für Spucktücher und solchen Kleinkram. Eigentlich war es eher Zufall, dass die Kommode dort gelandet ist, denn davor war sie im Zimmer der Waldmöwe. Aber da ihr Hochbett nun eine richtige Treppe bekommen hat, war kein Platz mehr für die Kommode und wir haben sie im Schlafzimmer zwischen geparkt. Aber dann gefiel sie mir vor der grauen Wand ziemlich gut und als Nachttisch funktioniert sie auch prima, da man die neue Nachtlampe, eine Akari 1 AD, viel besser darauf abstellen kann, als auf einem kleinen Nachttisch.
Vor allem mag ich aber, dass sie weiß ist und nicht Holz natur, wie die antiken Nachtschränkchen aus Eiche, weil das ein bisschen mit dem Palisander des Bettes konkurriert hat. Da die Nachtschränkchen eine rote Marmorplatte hatten, war die Farbpalette bisher eher erdig-rot geprägt, aber zu dem wunderschönen neuen Grauton (Purbeck Stone von Farrow & Ball) an der Wand war mir momentan irgendwie eher nach Blau.

Der Ablagestuhl dient bei uns eher als Platz für die Kissen, die zum Schlafen weggelegt werden.  Zum Stillen brauche ich ein paar Kissen als Rückenpolster und da der Jedi bei uns im Bett schläft, auch tagsüber beim Mittagsschlaf, habe ich immer ein paar Kissen auf dem Bett. Zum schlafen sind die natürlich ein bisschen überflüssig, deshalb liegen sie nachts auf dem Ablagestuhl und wenn ich stillen muss, hänge ich mich aus dem Bett und angle mir eins. Normalerweise ist der Eames Armchair mein Schreibtischstuhl, aber mir gefällt das gerade so wahnsinnig gut, wie das Mauve Grey mit der grauen Wand harmoniert, deshalb darf er da noch ein bisschen stehen bleiben. Eigentlich würde er mir auch am Esstisch gut gefallen, aber er passt nicht unter den Tisch und wenn er nicht darunter geschoben werden kann, nimmt das zu viel Platz weg.
Genau genommen würde er mir überall gut gefallen, weil der warme Grauton einfach total schön ist und super zu dem Fell passt.

Zum Stillen, oder wenn der Schnuller wieder mal irgendwo im Bett untergetaucht ist, brauche ich manchmal auch Licht und damit der Jedi nicht zu grell geblendet wird und komplett aufwacht, mag ich dafür ein warmes diffuses Licht, keine helle Leselampe. Die Akari von Vitra macht mit ihrem zarten Papierschirm ein ganz gemütliches Licht, vor allem wenn man als Birne eine von diesen vintage Glühbirnen verwendet, die ja von sich aus schon ein warmes Licht ausstrahlen.
Der Schalter ist allerdings ein bisschen tricky, das Ausschalten ist mit einer Hand nicht so einfach, da sich der Schalter nicht am Kabel befindet, sondern als Schnur an der Lampenfassung. Da braucht man ein bisschen Übung, bis man den Dreh raus hat.

Falls ihr euch wundert, warum der Boden so komisch geteilt ist: früher waren im Dachgeschoss mehrere Zimmer, das haben uns die Vorbesitzer erzählt. Sie haben daraus das große Schlafzimmer, das Ankleidezimmer und das Bad gemacht. Dort, wo die grauen Fliesen liegen, war vorher so etwas wie ein Flur, von dem die Zimmer abgingen. Da die Wand nun fehlt, der Boden aber nicht verändert wurde, ist er nun zwei geteilt. Am Anfang fand ich das furchtbar, aber inzwischen fällt es mir kaum noch auf. Überhaupt, nach vier Jahren hier im Haus habe ich mich an Vieles gewöhnt. Die Türrahmen, die ich eigentlich alle weiß streichen wollte, sind immer noch braun, die Fensterbänke im Schlafzimmer sind aus Granit und passen überhaupt nicht zum Rest… Aber es fällt ja außer mir eh keinem auf, deshalb ist es auf der To-Do Liste immer weiter nach hinten gerückt und dann irgendwann verschwunden.
Aber wie dem auch sei, mir gefällt das Schlafzimmer nun noch besser mit dem Grau. Und euch?

Die Akari Lampe und den Eames Armchair bekommt ihr über den Design-Onlineshop Flinders.

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