Neuseeländische Küche: Fish ‘n Chips

Die Neuseeländische Küche ist nicht unbedingt ein Beweggrund dorthin auszuwandern. Im Gegenteil, ich habe mich während unseres einmonatigen Aufenthalts sehr nach der Qualität und Erschwinglichkeit deutscher Gerichte gesehnt.
Aber eins können sie auf jeden Fall: Fish ‘n Chips. Da hier kein Ort weiter als 150 km vom Meer entfernt ist, bekommt man überall frischen Fisch. Natürlich sind sowohl der Fisch, als auch die Chips ziemlich fettig. Aber es schmeckt. Es schmeckt richtig, richtig gut. Und hey – wir sind schließlich im Urlaub!

fish & chips rezept_7Schon vor der Reise hat mir eine Kollegin aus unserer Niederlassung in Großbritannien ein Rezept für Fish ‘n Chips geschickt. Höchst motiviert habe ich mich also nach dem Urlaub an das nicht ganz unkomplizierte Rezept gewagt.

Für diejenigen unter euch, die, was viel Arbeit in der Küche angeht, unerschrocken sind oder die, die einfach alles mal ausprobieren wollen, habe ich hier das Rezept.

fish & chips rezept_4Zutaten:
Frisches Fischfilet
Kartoffeln
1 Zitrone
Mehl
Ei
Paniermehl
2 Liter Sonnenblumenöl
grobes Salz

fish & chips rezept_6Zuerst werden die Kartoffeln geschält und in Streifen geschnitten. Währenddessen das Öl in einem großen Topf erhitzen. Wer eine Fritteuse hat, kann sich freuen. Das ist dann nämlich deutlich einfacher.
Die Pommes werden in das Öl gelegt, sobald dieses auf 130°C erhitzt ist. Ich habe dafür einen Kochthermometer verwendet. Macht man Pommes für zwei Personen, sollte man erst die eine Hälfte frittieren, dann die andere.
Nach 10 Minuten nimmt man die Pommes aus dem Topf und lässt sie auf Küchenpapier abtropfen.
Multitasking begabte können, während die Pommes vor sich hin brutzeln, die Filets panieren. Zuerst werden sie gewaschen und abgetupft. Dann gründlich in Mehl herumgewälzt, durch Eiglibber geschleift und dann in Paniermehl gründlich eingebröselt.
Die panierten Filets kann man im gleichen Öl frittieren wie die Pommes, allerdings muss die Temperatur vorher auf 180°C erhöht werden. Nach 6 Minuten im Öl sollte die Panade schön gebräunt sein.
Den Fisch aus dem Topf nehmen und warm stellen.
Jetzt müssen die Pommes nochmal 5 Minuten lang frittiert werden, die 180°C werden dafür beibehalten.
Ich bin zuerst ziemlich über die sehr dunkle Farbe erschrocken, aber sie schmecken überhaupt nicht verbrannt, im Gegenteil. Sie sind schön knusprig und schmecken wie helle Pommes.
Nachdem alle Pommes aus dem Topf gefischt wurden, nochmal auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Zum Fisch Zitronenscheiben servieren und die Pommes mit grobem Salz bestreuen.
Und jetzt schnell essen und keine Fotos machen, sonst wird´s kalt !

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3 Kommentare

  1. Also ich bin ganz ehrlich: Frittieren bei mir zuhause geht garnicht. Nachdem ich einmal für geschmacklich nicht überzeugende Pommes meine ganze Küche eingesaut hatte und drei Tage im Frittengeruch leben musste, bleibt bei mir die Fritteuse kalt. Da ich aber trotzdem gerne genau sowas esse, lasse ich mich aber gerne dazu einladen. 🙂

    Herzlich, Katja

    • Ich mag das eigentlich auch nicht, deshalb hab ich auch keine Fritteuse. Aber aus Neuseelandnostalgiegefühlen habe ich das ausnahmsweise auf mich genommen.
      Was ich allerdings schlimmer fand, als den Geruch, war die Hantiererei mit dem Thermometer.

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!