Oft kommt alles anders als man es sich vorstellt – nämlich besser!

Das beste Beispiel dafür ist Coca Cola. Weniger bekannt aber nicht weniger lecker ist der Berrycrown Kurumba-Biscuit, den ich für den Wettbewerb von Zucker, Zimt & Liebe kreiert habe.

Vor kurzem waren wir bei Herrn Kiwis Eltern zu Besuch, um gemeinsam in Neuseelanderinnerungen zu schwelgen. Bei 40°C kam eigentlich nur ein Kuchen in Frage: der superleckerfluffigcremige Kurumbabiscuit.

Aber ein paar Kleinigkeiten habe ich verändert. So hatte ich zum Beispiel noch Marmelade, die ich für meine PAMK-Tauschpartnerin gemacht hatte, übrig und strich sie einfach zusammen mit der Kokoscreme auf den Biscuitboden.

PAMK Frühstück 2
Außerdem hatte ich keine Himbeeren mehr bekommen und nur noch wenige Johannisbeeren im Kühlschrank, weshalb ich obendrauf weniger Obst gelegt habe. Eine Beere rollte davon und blieb am Rand hängen.
Ihr wollt an den Rand? Könnt ihr haben! Eigentlich eine gute Idee von der kleinen Beere.

Kokos Johannisbeere

Kokoscremetorte mit Beeren
Und als sich da wieder unbeabsichtigt die ein oder andere gute Idee entwickelt hat, dachte ich, ich erzähl euch mal, wie ich überhaupt auf den Kuchen gekommen bin. Eigentlich hat der sich nämlich aus einer Verkettung von Improvisationen ergeben….

Nachdem ich Jeanny´s Post zum Wettbewerb gelesen hatte kreisten meine Gedanken eine Woche lang nur noch um Kokos. Hätte man mich nachts geweckt hätte ich wahrscheinlich ein Kokosrezept vorgetragen. Ich saß im Büro und zeichnete Kuchen und Eiscreme.
Die verrücktesten Kombinationen dachte ich mir aus, aber wenn ich danach googelte gab es dazu immer schon mehrere Rezepte. Etwas komplett Neues zu erfinden war unmöglich.
Also dachte ich mir, ich überlege mir jetzt einfach, was ich gerne esse und dann würfle ich die Elemente zusammen.
Beeren. Auf jeden Fall was mit Beeren. Am besten sogar mit Soße. Ich liebe nämlich diese Farbe. Himbeerpüree hat eine hypnotische Wirkung auf mich. Der hammergeniale Biscuit von meiner Mama. Quark. Nicht so viel Sahne, das mag ich an den meisten Biscuits nicht. Eher so etwas Frisches, Cremiges, wie unsere Hochzeitstorte, die ich selbst entworfen hatte. Und natürlich Kokos.

Ich überlegte mir also, einen Biscuit zu machen und diesen mit Beerensoße zu überschwemmen. Ich backte also den Biscuit, kochte Beeren um den Saft abzusieben und rührte eine Creme aus Quark und Kokos zusammen.
Wenig später hatte ich eine klassische Biscuitrolle, so eine länglich Liegende, ihr wisst schon. Und das sah komisch aus. Irgendwie unfotogen. So platt.
Mist. Hätte ich doch lieber einen runden Kuchen gemacht. Wie mache ich jetzt aus der Rolle einen Kuchen?
Nach einigem Hin und Her, der Biscuit sah inzwischen schon ziemlich mitgenommen aus, hatte ich eine dickere Rolle produziert und testete alle Möglichen Positionen durch, bis sie am Ende aufrecht stand. Ja, das sieht nach Kuchen aus! Jetzt noch mit Creme bestreichen und schon sah er schick aus.
Allerdings hatte ich nicht daran gedacht, die Ränder abzuschneiden, weshalb oben eine Mulde entstand.
Also, das ist doch zum Verzweifeln!
Damit sie nicht so auffällt, legte ich das Kompott, was als Rest der Beerensoße übrig war, hinein. Das sah aber auch ziemlich merkwürdig aus, also legte ich noch eine Handvoll frische Beeren darauf, damit es nach mehr aussieht.

IMG_3700
Und da war er also. Aber wohin jetzt mit der Soße? Jetzt noch darüber gießen? Passt das überhaupt noch? Ach, was soll´s! Auf die Soße hatte ich mich schließlich am meisten gefreut.

Beerensoße
Ein Riesenspaß war das! Irgendwie erinnerte mich der Kuchen an Pippi Langstrumpf. Und warum immer alles so perfekt haben wollen? Warum nicht einfach mal in so nen Kuchen reinfassen?
Hier, darf´s noch eine handvoll Biscuit sein?

KuchenmonsterJa, so war das. Am Anfang war ich total angespannt, weil ich wollte, dass alles perfekt wird. Aber wie beim Malen oder Töpfern hat dann eins zum anderen geführt und ich bin immer lockerer geworden und hab gedacht: Hey, was solls. Auch wenn´s zum Gewinnen nicht gut genug wird, ich mach jetzt einfach das Beste draus. Es macht Spaß und das ist schließlich unbezahlbar.
Und am Ende war das Mißgeschick sogar besser als das, was ich ursprünglich geplant hatte.
Das Rezept hab ich aber dann natürlich so geschrieben, dass ihr es gleich beim ersten Mal richtig hinbekommt.

IMG_3993Und soll ich euch mal was sagen? Aus allem immer das Beste zu machen und einfach mal den Dingen freien Lauf zu lassen, das lohnt sich. Ob beim Backen, Malen oder im Leben überhaupt.

Manchmal gewinnt man dann sogar eine Reise auf die Malediveninsel Kurumba.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich mich freue! Außer ihr habt auch schon mal eine Reise gewonnen.
Nachdem ich während Jeanny´s Anruf zuerst nicht fassen konnte, was sie da sagt und dann das Bedürfnis nach einem Sauerstoffzelt hatte (kennt ihr das, wenn einem kurz schwarz vor Augen wird, es in den Ohren rauscht und das Sprachzentrum nur noch stockend arbeitet?), brach ich im Anschluss in Freudentränen aus. Und dann kam, verzögert durch den Schock, der Jubelschrei und der Freudentanz im, zum Glück noch leeren, Büro.
Langsam sickert die Info in mein Bewusstsein. Das ist ein bisschen so, wie Schnaps trinken. So ein wohligwarmes Gefühl im Bauch und ein schwummeriges im Kopf. Und ein seeliges Grinsen im Gesicht. Glänzende Augen. Und wiederholtes Wegdämmern in Tagträumereien.

Ich nehm euch natürlich mit. Virtuell auf dem Blog und bei Instagram.

DANKE Jeanny, Mel, Kevin und Ross Chapman!

Kurumba Rezept

18 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch auch von mir! Ich muss zugeben: ich bin gerade erst auf deiner Seite gelandet und…bin begeistert! Also vom Rezept jetzt mal abgesehen (ein verdienter Sieg!), finde ich deinen Blog richtig gut! 🙂 Komm jetzt öfters und freue mich schon auf deinen Reisebericht!

    LG Isabelle

  2. das ist ja der hammer, herzlichen glückwunsch meine liebe!! ich freu mich so für dich 😀 und die geschichte wie die torte entstanden ist finde ich einfach wunderbar, toller post :-* ich wünsch dir ein schönes wochenende und jede menge tagträumereien, viele liebe grüße julia

  3. Oh Pepper!

    Der Kuchen ist spitzenmäßig und wahnsinnig kreativ! Ich hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich mir das Rezept stibitze und das Ganze ohne Kokos ausprobiere? Herr Zuckerschnute mag das leider gar nicht.. *seufz*

    Herzlichen Glückwunsch zur Reise – die haste dir echt verdient!
    Und die Idee, den Kuchen mit den Händen zu essen, finde ich äußerst sympathisch! Super!

    Liebe Grüße von der Zuckerschnute

    • Hej,

      natürlich nicht, ich freu mich wenn du ihn ausprobierst, er schmeckt nämlich hammermäßig!
      Not macht halt erfinderisch, gell 🙂

      Liebe Grüße zurück!

  4. oh wow – dass ist ja der Hammer
    habe deinen blog gerade über jeanna entdeckt
    und freue mich sehr mit dir !!! Habt eine wunderbare zeit !
    grüßle
    Daniella

  5. Wahnsinn, heute morgen haben wir uns noch über Starwars vs. Startrek geschrieben und nen halben Tag später lese ich bei Zucker,….. Von deinem Supergewinn.
    Herzlichen Glückwunsch!!!!!!!!!!!
    Der sieht aber auch zu lecker aus.
    Toll, toll, toll!
    LG,
    Monika

  6. Von mir hier natürlich auch noch mal ein Glückwunsch, an alle die den Kuchen nur sehen , ich habe ihn probiert, er war richtig lecker und hat es echt verdient.

  7. Du hast die Reise gewonnen? Das gibts ja garnicht, wie wunderbar. Und wie wunderbar für Deine geneigten Leser, bei Deinen superschönen Reisefotos. Und mein erster Gedanke beim ersten Foto: Was für ein schönes Styling. Mit Geschichte und Gewinn nochmal schöner! Ich freu mich für Dich!!

  8. Wow, Glückwunsch! Gewonnen zu recht, der Kuchen sieht fabelhaft aus! 🙂 Also Neuseelands Südinsel ist auf jeden Fall wunderschön, aber klar – Neuseeland ist teurer als Schottland, weil der Flug so teuer ist 🙁
    Achja, hab ich beim letzten Mal ganz vergessen zu sagen: Finde deinen Blog übrigens toll und bin gleich Leserin geworden 😉

  9. Wow, Talie, das ist ja der HAMMER!!! ganz herzlichen Glückwunsch, wie cool!!!
    Den Sieg hast du dir mehr als verdient und ich freue mich schon auf deine bestimmt wie immer ganz tollen Reisefotos!

    Alles Liebe
    deine
    Julia

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