Plötzlich bunt – ein neuer Look für´s Wohnzimmer

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Schon wieder ein Makeover?

Eigentlich habe ich euch ja schon einmal ein Makeover des Wohnzimmers mit Bildern von vor der Renovierung gezeigt. Das war schon eine große Verwandlung – Holzboden statt Fliesen, weiße Wände statt grün und gelb. Aber so schön hell und ordentlich es auch aussah, irgendwas fehlte. Man sah dem Raum irgendwie an, dass ihm kein durchdachtes Konzept zugrunde lag, vor allem in der Ecke, in der der Fernseher stand.
Was mich aber am meisten gestört hat war, dass man dem Wohnzimmer nicht angesehen hat, dass hier eine Familie mit kleinen Kindern wohnt. Bei Pinterest liest man oft die Bildunterschrift: Visit XY in her relaxed family home. Das hat mir bei uns irgendwie gefehlt, dieses “family home”. Es war zwar schön, aber eher wie ein Beitrag aus dem Lehrbuch “Wie richte ich mein Wohnzimmer skandinavisch und monochrom ein.” Ist ja im Grunde auch nicht verkehrt, aber der Wiedererkennungswert war doch eher gering und der Gemütlichkeitsfaktor ehrlich gesagt auch.

Ein neues Sofa verändert alles

Nach dem Irrtum mit dem selbstgebauten Sofa (Hä? Irrtum? Genau, aber dazu kommt übermorgen ein eigener Artikel) kam der Entschluss, ein richtig gemütliches Familiensofa zu kaufen, so groß wie möglich. Ein großes Sofa unterzubringen erforderte allerdings ein komplettes Umdenken. Deshalb habe ich den Raum so neutral wie möglich betrachtet, was dazu führte, dass wir aus dem offenen Erdgeschoss zwei getrennte Räume gemacht haben. Ein riesiger Glücksfall war hier, dass ich die alte Tür bekommen habe. Sie sorgt nicht nur dafür, dass wir das Wohnzimmer besser nutzen können, sie sorgt auch für das gewisse Etwas, erzeugt einen unerwarteten Wow-Effekt und strahlt Gemütlichkeit aus.
Eigentlich war das alles ursprünglich gar nicht geplant, nur das Sofa war klar. Alles andere ergab sich dann irgendwie von selbst.
Spontan kam mir dann auch noch die Idee, die Wände rechts und links davon in einem sehr dunklen Farbton zu streichen, damit Ofen und Holzregal optisch zusammen gefasst werden und die Tür sich noch besser einfügt. Und in diesem Zuge habe ich dann auch gleich das gesamte Wohnzimmer grau gestrichen. Für welche Farben von Farrow & Ball ich mich entschieden habe und warum, erzähle ich euch demnächst noch genauer.

Dimmbare Lampen sorgen für stimmungsvolles Licht

Die dunkle Nische, die nun hinter dem Sofa entstanden war, war super geeignet um eine Lampe unterzubringen, um auf der Couch ein gemütliches Leselicht zu haben. Ich habe mich für die Parentesi von Flos aus dem Onlineshop light11 entschieden, weil sie schön leicht ist und irgendwie an ein Industrial Loft erinnert. Im Kontrast mit der Tür gefällt mir das total gut. Und ich habe mich tatsächlich aus freien Stücken für rot entschieden! Die Lampen sind übrigens dimmbar, weshalb sie sowohl als Stimmungslicht funktionieren, als auch als helle Beleuchtung. Dadurch, dass sie nur an einem Drahtseil hängen, brauchen sie kaum Platz und der Wiggle Stool von Vitra, den ihr bei Connox bekommt, passt genau zwischen Sofa und Lampen. Der Hocker ist aus Pappe, aber trotzdem total stabil und die Form ist einfach klasse. Ich mag es, wenn bei einer Einrichtung verschiedene Materialien und Texturen kombiniert werden, die man normalerweise eher nicht erwartet.

Der Fernseher wird unsichtbar

Die Position des Modulsofas von Sitzfeldt erforderte zwangsläufig einen neuen Platz für den Fernseher, wofür eigentlich nur die Wand gegenüber in Frage kam. Allerdings war dieses schwarze Ungeheuer nun aus jedem Winkel des Raumes sichtbar, sogar aus der Küche. Das störte mich wirklich extrem und ich wälzte dieses Problem hin und her. Da erfuhr ich zufällig von dem neuen Lifestyle TV von Samsung: The Frame. Es schien mir erst zu schön um wahr zu sein, aber dieser Fernseher war wirklich die perfekte Lösung für mein Problem, denn er sieht tatsächlich wie ein großes Bild aus! Umgeben von anderen Bildern ist kaum erkennbar, dass es sich hier um einen Fernseher handelt. Ich werde euch in den nächsten Tagen noch ausführlich erzählen, wie das genau funktioniert!

Eine neue, farbenfrohe Galerie

Die Bilder rings um den Frame TV ergänzen sich hervorragend. Das knallige Neon-Poster zeigt die molekulare Anordnung des Edelgases Neon und stammt aus dem Onlineshop Pappsalon. Dort findet ihr neben tollen Prints auch schöne Kindersachen, die sich zum Beispiel auch super als Geschenke eignen. Eigentlich habe ich nicht speziell nach einem Poster mit Neonfarbe gesucht, aber als ich das zufällig gefunden habe war klar, dass es ins Wohnzimmer muss. Und da hab ich dann festgestellt, dass es super zu den Details auf den Kokeshis passt. Um die Farbe und die Kreisform nochmal aufzugreifen, habe ich den Aufkeber, der auf dem Paket von Pappsalon war, auf ein Fotoposter geklebt.
Der goldene Blechbuchstabe ist von Jolg, die neben tollen Fabrikleuchten auch vintage Wohnaccessoires anbieten. Das “e” passt perfekt zu den Messinggriffen des Sideboards.
Das Bild oben in der Mitte ist etwas Besonderes, nämlich der Deckel meines Oberstufen-Schulordners. Auf ihm findet man all die Unterrichtskritzeleien, die ich damals fabriziert habe.
Die geometrische Darth Vader Darstellung ist von Adam Lister und der Druck über dem “e” stammt von Sigrid Calon. Den habe ich bei einer Verlosung von Lumikello gewonnen. Dass sich  in der Galerie überall Kreise finden, ist übrigens tatsächlich Zufall!

Für alles den richtigen Platz

Was dem Wohnzimmer bisher auch gefehlt hatte, war Stauraum für alles, was man in einem Wohnzimmer so benutzt. Zwei Drittel der Schubladen sind mit Spielsachen wie Bauklötze und Schleichfiguren belegt, der Rest enthält zum Beispiel Kerzen, Ladegeräte, das Tablet usw.
Ich habe das Sideboard nach jahrelanger Suche auf ebay gefunden und es von grauer Farbe befreit und hergerichtet. Michael hat den Aufsatz gebaut, damit wir Platz für den Blue-Ray Player haben. Auf den Schubladen mit den Spielsachen befinden sich Schildchen mit Abbildungen des Inhalts, damit die Kinder immer gleich finden, was sie brauchen. Die Schieber lassen sich vollständig heraus ziehen, so kann man die Bauklötze einfach komplett wegtragen, weil ja vor dem Sideboard nicht so viel Platz ist.
Auf der Fläche oben hat nun auch endlich die Kurage-Lampe von Foscarini, die ich euch hier schon mal gezeigt hatte, genug Platz. Sie macht das schönste Licht ever, deshalb wollte ich sie unbedingt wieder vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer holen.

Groß aber trotzdem luftig – der Couchtisch aus Glas

Den Couchtisch habe ich vor einigen Monaten bei OTTO bestellt. Wenn ihr meinen Mann fragt, dann ist das gefühlt der 50. Couchtisch, seit wir hier wohnen. Aber da die Tür und das Sideboard schon sehr massive Holzelemente sind, wäre ein Couchtisch aus Holz zu wuchtig gewesen. Dadurch, dass dieser komplett aus einem Stück Glas gefertigt ist, wirkt er trotz der Größe schön luftig. Der kleine geschwungene Beistelltisch ist ebenfalls von OTTO. Darauf werde ich ganz oft von Freunden angesprochen, die dann erstmal von allen Seiten gucken und erstaunt darüber sind, dass er aus einem Stück Holz geschnitzt ist.

Ich sehe plötzlich rot – eine neue Akzentfarbe

Den RAR Eames Plastic Armchair kennt ihr bestimmt alle. Gefühlt steht er in jeder Interiorblogger-Wohnung, allerdings fast immer in weiß. Der würde mir zwar auch gefallen, aber ich wollte mit der Sitzschale in Poppy Red einen knalligen Akzent setzen, der zu den Lampen passt. Einen Stuhl in einer richtig auffälligen Wow-Farbe wollte ich schon lange und da es sich jetzt irgendwie entwickelt hat, dass Mohnblumenrot die neue Akzentfarbe geworden ist, passt das perfekt. Der Armchair und der kleine Beistelltisch von Vitra unter dem Couchtisch stammen aus dem Onlineshop Design Bestseller. Der Affe aus Kordstoff von Donna Wilson hat übrigens genau die gleiche Farbe, wie der Armchair! Wenn ich ein Kind wäre, wäre er mein ich-nehm-dich-überall-mit-Kuscheltier. Da man mit über 30 für sowas wahrscheinlich doch zu alt ist, darf er wenigstens dauerhaft auf der Couch residieren, zusammen mit den großartigen Kissen in Ballon– und Pilzform. Obwohl, vielleicht wäre das ja ein verrückt-schrulliges Markenzeichen für mich? Die Lady mit dem roten Affen – klingt gar nicht so schlecht. Mein Uropa war Seemann und hatte immer einen echten Affen auf der Schulter.

Ein Regal für Lieblingsdinge

Das String Regal hängt scheinbar auch in jeder Wohnung, aber das haben Designklassiker eben so an sich. Und durch die vielen Variationsmöglichkeiten sieht es ja auch immer ein wenig anders aus. Ich habe mich für graue Leitern mit Böden in Esche entschieden und damit es über der großen Couch nicht zu mickrig wirkt, habe ich es relativ lang gewählt. Man muss ja nicht die gesamte Länge mit Böden bestücken, man kann ja auch in einem Segment mal nur einen Boden einsetzen. Das ist gerade das Tolle am String System, dass es so vielseitig ist.
Demnächst habe ich noch ein paar Tipps für euch, wie ihr ein Regal ansprechend stylen könnt.
Ich hab wirklich lange überlegt, ob das mit dem Regal alles zu voll wird und ob wir nicht lieber ein maßgefertigtes Regal in die Nische hinter dem Sofa hätten bauen sollen. Aber ich mag es einfach, unsere aktuellen Lieblingssachen in dem String Regal zu dekorieren und anzuschauen, wenn wir auf dem Sofa sitzen. Und wenn ich Bilder davon mache, bin ich immer wieder begeistert, wie schön das alles zusammen passt. Außerdem mag ich den Print von Ralf Nietmann an der dunklen Wand sehr gern. In der Galerie würde er mir vielleicht ein bisschen zu sehr untergehen.

Ja, das ist tatsächlich die Papiertücher-Box aus “The Big Bang Theory”, die mein Mann mir geschenkt hat. Ihr könnt sie hier kaufen: Zauberwürfel Taschentuchbox  {Affiliate-Link}.

Die Bücherkiste stammt aus einer alten Fabrik und ist ein Flohmarktfund. Sie ist perfekt für die Kinderbücher, da die Kinder jederzeit gut hinkommen und durch die Präsenz der Bücher wird sehr viel gelesen.

Bald gibt es ausführlichere Infos!

Damit der Artikel nicht noch länger wird, werde ich bald zu den vielen angesprochenen Themen, wie Sofa, Fernseher, Farbe, Regal usw. noch eigene Artikel veröffentlichen, in denen ich dann genauer auf die einzelnen Produkte und Bereiche eingehen werde. Ich wollte euch vorab aber schon mal das große Ganze zeigen, das sich, wie ich finde, sehr verändert hat. Wenn ihr Fragen zu gezeigten Produkten habt, geduldet euch bitte noch etwas, bis alle Detail-Artikel online sind. Hier alles aufzulisten würde den Rahmen sprengen.
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in einen solchen Farbrausch verfalle, vielleicht ist da irgendwo eine Sicherung durchgebrannt. Im Moment kann ich jedenfalls nicht ohne!
Vielleicht hängen irgendwann mal wieder nur schwarz-weiße Bilder an der Galeriewand und im Regal stehen dann vielleicht wieder Keramikvasen und Muscheln. Aber im Moment ist alles ein bisschen verspielt. Man darf gern merken, dass hier zwei kleine Kinder und zwei Erwachsene wohnen, die auch oft ziemlich kindisch sind.

Eure Meinung?

So und jetzt würde ich gerne wissen, wie ihr es findet! Ich weiß, es weicht total vom angesagten schwarz-weiß Look ab, aber gerade das ist gut so. Es ist jetzt nicht mehr clean, sondern warm und gemütlich und genau so brauche ich das momentan.

10 Kommentare

  1. Miriam

    Liebe Pepper, das Wohnzimmer-Makeover ist grandios geworden. Gemütlich, wohnlich, überraschend, praktisch, einfach super!
    Ich liebe deinen Stil so viele verschiedene Dinge zu kombinieren!
    Herrlich zu sehen wie sich euer Zuhause verändert und an Euch anpasst!

    Ein großes bewunderndes „Wow“ von Miriam

  2. Wahnsinn das ist ja wirklich eine totale Veränderung! Mir hat es vorher auch sehr gut gefallen (besonders das Offene, das Reduzierte und Klare) und ich glaube ich muss mich an das viele Bunt bei dir noch gewöhnen :)) Aber ich habe schon tolle Details gefunden!
    Lieben Gruß! : ) Sarah

  3. Es sieht so wahnsinnig toll aus, ich bin total begeistert! Wir sind gerade auf der Suche nach einer neuen Lampe für neben das Sofa (euer neues ist ein Traum!), eben hab ich meinem Mann den Link geschickt zur Parentesi Lampe.
    Wirklich, es sieht gemütlich und gleichzeitig besonders und stylisch aus – Hammer!

    Viele Grüße
    Julia

  4. Gefällt mir ehrlich gesagt viel viel besser als vorher. Wie du geschrieben hast, es sieht einfach wohnlicher und mehr nach Familien aus. Die Mühe hat sich definitiv gelohnt.
    Liebste Grüße
    Eva

  5. Anonymous

    Mir gefällt dein neuer Stil. Ich finde das Wohnzimmer sieht sehr viel persönlicher und individueller aus als vorher, trotzdem ist alles harmonisch aufeinander abgestimmt. Jetzt kann man sich vorstellen wie ihr als Familie auf dem Sofa lümmelt, Kinderbücher vorlest oder einfach nur entspannt. So schön dieser farblich reduzierte Skandi-Look auf Fotos auch rüber kommt, im echten Leben mit Kindern finde ich das schwierig umzusetzen und immer sehr inszeniert und gestellt. Chapeau für mehr “Echtheit” und ein neues, wunderschönes Familienwohnzimmer!

    • Hi,
      vielen Dank für deine lieben Worte! Das freut mich vor allem deshalb, weil das genau das ist, was ich mir gewünscht habe!

  6. Hallo, ich finde euer neues Wohnzimmer toll und irre gemütlich. Ehrlich gesagt habe ich mich bei so vielen Interiorblogs schon gefragt: Hä? Und wo ist der ganze Kram, den man so täglich braucht? Gerade, was also Stauraum angeht, finde ich es toll, dass man jetzt miterleben kann, wo ihr eben Bücher, Spielzeug etc. aufbewahrt. Ich hab ebenfalls zwei Kinder in dem ungefähren Alter deiner Mäuse und da muss es halt irgendwie auch praktisch sein. Toll, dass du zeigst, wie man praktisch und schön zusammenkriegt! Und da hab ich noch eine Frage: Das Schubladenregal unter dem Fernseher, ist das auch ein Flohmarktfund? Oder habt ihr den Korpus zu den Schubladen selbst gebaut? Das find ich nämlich besonders cool – und eben praktisch ;).

    • Hallo Maren,
      vielen Dank für deine lieben Worte! Mir geht es genauso: mit Kindern braucht man einfach Stauraum und auch sonst muss Zeug wie Bettwäsche, Handtücher usw. ja auch irgendwo untergebracht werden.
      Über den Schubladenschrank steht eigentlich alles im Artikel, das musst du wohl übersehen haben 🙂

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!