Pray for Paris

Ich lese keine Zeitung. Heutzutage ist das auch gar nicht mehr notwendig, um die aktuellsten Nachrichten zu erfahren. Als ich heute Morgen einen Blick in mein Instagram geworfen habe, verkrampfte sich kurz mein Herz, als ich wieder die vielen Solidaritätsposts sah – wie schon vor nicht allzulanger Zeit, als der Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo verübt wurde, zeigen die Menschen auf ihren Social Media Kanälen, dass sie in Gedanken bei den Betroffenen sind.
Wir kennen solche Bilder und Berichte aus den Nachrichten – allerdings finden solche Dinge meist im Nahen Osten statt und seien wir ehrlich – daran haben wir uns alle schon irgendwie gewöhnt. Im Nahen Osten gab es schon immer Krisen und Anschläge. Das alles ist für uns weit weg, sowohl räumlich als auch emotional. Jetzt trifft dieser Hass aber wiederholt auch uns, in unserem sicheren, zivilisierten Europa. Die meisten von uns sind in Frieden und einem Gefühl von Sicherheit aufgewachsen. Wenn wir nun von solchen Ereignissen hören oder selbst betroffen sind, erschüttert uns das tief, denn wir rechnen einfach nicht damit, dass ‘so etwas’ auch zu uns kommen kann.
Als 2001 die Anschläge auf das World Trade Center verübt wurden, war ich ein Teenager und ich habe erstmal eine Weile gebraucht um zu verstehen, dass diese Bilder im Fernsehen echt waren und nicht aus irgendeinem neuen Hollywood Blockbuster. Aber selbst damals war das Ganze weit weg – schließlich hatten die Islamisten schon immer etwas gegen die Amerikaner. Hier in Europa haben wir uns trotz allem sicher gefühlt, denn was sollten die Islamisten von uns Europäern wollen?

Aber die Zeiten, in denen Europa ‘außen vor’ war, weil es ja eigentlich keinen Grund gibt, uns anzugreifen, sind vorbei. Der Hass der Islamisten braucht keine Gründe für die Anwendung von Gewalt.
Mit all den Sorgen, Ängsten und der Trauer im Herzen möchte ich euch dazu auffordern jetzt kurz die Augen zu schließen und euch vorzustellen, wie es den Menschen ergehen muss, die jeden Tag mit dieser Angst um ihr eigenes Leben und das ihrer Familien leben müssen. Die nicht wissen, ob am Abend alle Familienangehörigen wieder zusammen am Tisch sitzen werden. Denkt an die Menschen, die ihr Leben lang in Angst und Schrecken vor diesen Terroristen leben!

In den sozialen Netzwerken wird der Hashtag #prayforparis verwendet um Solidarität zu zeigen. Ich möchte euch auffordern, dies nicht nur als leere Floskel zu verwenden, sondern auch wirklich zu beten – um Trost für die Menschen in Paris und um Kraft für die Menschen, die im Zentrum dieses Hasses leben! Nur Gottes Liebe hat die Macht, gegen den Hass anzukommen, den Paris gestern Nacht erlebt hat!

Wie immer in solchen Situationen, werden sich Menschen fragen, warum Gott das zulässt. Ich kann euch darauf nicht wirklich eine Antwort geben. Der Mensch hat einen freien Willen, sonst wären wir alle nur Marionetten und das Böse tut alles, um uns zu demoralisieren und von Gottes Liebe zu entfernen. Ich habe Gott vor Kurzem gefragt, was uns Christen von anderen unterscheidet, wenn uns doch genauso schlimme Dinge passieren und er hat mir geantwortet: der Unterschied ist, dass ihr nicht alleine damit fertig werden müsst, weil ich immer für euch da bin!

#prayforparis #prayforpeace

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11 Kommentare

    • Ich stelle den Shop demnächst ausführlich hier vor, mit Links.

  1. Danke für deine Gedanken!!!
    Mir fällt dazu ein Gedicht (ca. 1980) von Kristine Allert-Wybranietz ein:

    Sechs Uhr Nachrichten
    In Mozambique
    sind etwa
    einhundert Flüchtlinge
    ums Leben gekommen,
    überwiegend Kinder,
    meldet das Radio.

    Ich höre
    diese Nachricht
    mit nicht mehr Emotionen
    wie den nachfolgenden
    Wetterbericht
    und frühstücke weiter

    Ob Afrika, Asien, Naher Osten – wir bekommen durch die modernen Medien alles frisch und aktuell in unsere Räume und in unser Leben transportiert. Und wir werden nur dann “wacher”, wenn es nahezu vor unserer Haustür passiert. Wir haben uns an schlechte Nachrichten gewöhnt. Müssen wir uns an solche schlechten Nachrichten nun auch gewöhnen? Sie verschwinden auch dadurch nicht, dass wir es uns besser wünschen, weil gute Wünsche alleine nichts ändern (können)!

    Wir alle haben mindestens die eine Möglichkeit, um dem entgegenzustehen (wie oben beschrieben): Gebet und Fürbitte für Menschen in Not und Dank an Gott, dass es uns immer noch so gut geht. (Womit haben wir das nämlich verdient? Mit nichts, wir sind gnädig beschenkt)
    Nehmen wir die Aussagen von Peter Scholl-Latour (verst. 08.2014) ernst, dann dürfen wir uns auf noch mehr Übel gefasst machen: weil Frieden mit guten Worten und Geld nicht zu erreichen ist, sondern nur durch Veränderung unserer Herzen. Und das kann man besten sein Erfinder: Gott. Das glaube ich.

    Ich wünsche euch Vertrauen, dass Gebete nicht vergeblich sind und ein Herz voller Dank, Worte oder auch nur Schweigen für die, die unseren Beistand und unser Gebet brauchen.

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!