Spätsommerfrühherbst

Wie hab ich das vermisst, direkt am Haus ein Feldweg, der ins Grüne führt. Ein Weg, der sich durch eine grüne Hügellandschaft schlängelt, mal hier herum, mal dort herum.

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Am Wegrand wächst allerlei Obst – da gibt es Brombeerhecken außer Rand und Band, alte Apfelbäume, versteckte Holundersträuche und unzählige Walnussbäume. Sogar ein verwilderter Weinstock wuchert hier vor sich hin.
Ich schiebe meine Tochter vor mir her und halte immer wieder an, um Nüsse einzusammeln. Strolche um die Bäume und fülle meine Ledertasche.

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Ich laufe immer weiter den Hügel hinauf, verlasse den Weg und schiebe den Kinderwagen ruckelnd über eine Wiese, auf der ein paar Kornblumen davon erzählen, dass vor kurzem noch Sommer war. Ein einzelner Baum steht auf der Wiese. Ein Apfelbaum, schon abgeerntet, bis auf einen einsamen Apfel.

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Ich pflücke ihn und setze mich damit neben dem Kinderwagen ins Gras. Sauer schmeckt er, so wie ich es mag. Nirgendwo schmeckt ein Apfel besser, als direkt unter seinem Baum.

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Meine Tochter schläft fest und ein kleines Lüftchen streicht ihr durch die langen, federleichten Haare.
Unten, zwischen den Bäumen blitzen ein paar Häuser hindurch. Ansonsten bin ich von Bäumen und Wiesen umgeben. Alles ein Bisschen wild und vernachlässigt. Alt und echt.
Ich bin wieder Zuhause. Hier fühle ich mich wohl.
Den Bauch voll Apfel, die Tasche voll Nüsse und den Kopf voll Ruhe, mache ich mich auf den Heimweg. Mit ein Bisschen mehr Kraft für all die Arbeit, die dort auf mich wartet.

Übrigens wäre ja heute Shop around the Blog dran, aber am Handy dauert das Einfügen von Bildern in einen Artikel ewig! Und da ich dieses Mal Einiges zu verkaufen habe, müsst ihr euch noch bis November gedulden…

8 Kommentare

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!