Und ich bin doch eine Rumpelstielzchenmutter

Dass die Zeit wie im Flug vergeht wenn man Kinder hat hört man ja oft.
“Und plötzlich heiraten sie und bekommen selber Kinder”. Und wenn man dann selber Kinder hat, dann merkt man: das ist echt nicht übertrieben. Alles geht so schnell! Vor 8 Monaten kam die Waldmöwe erst auf die Welt und jetzt ist sie schon so – kleinkindlich. Überhaupt kein Baby mehr. Mit gerade mal 6 Monaten konnte sie krabbeln, fing an Brei zu essen. Und seit sie 7 Monate alt ist, zieht sie sich an allem hoch, wackelt mit dem Po, zappelt wie ein Stepptänzer und das inzwischen sogar einhändig. Bald rennt sie mir davon. Dabei ist sie doch grad erst auf der Welt angekommen. Einfach erstaunlich, das alles.

Das mit dem Hochziehen und herumtribbeln hat mich schon ein Bisschen überrumpelt, so früh hatte ich damit nicht gerechnet. Zum Glück habe ich schon für´s Krabbeln ganz goldige Pinguinschläppchen bei Tausendkind* bestellt. Unser Boden ist zwar nicht sehr rutschig, aber sie hat schon seit sie den Vierfüßlerstand kann immer wieder ein Bein nach hinten ausgestreckt, wie ein Sprinter im Startblock und mit den Lederschläppchen hat sie dabei einen besseren Halt.

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Krabbelschuhe Piguin Barapapa Ball-2

Krabbelschuhe Piguin Barapapa Ball

Jetzt steht sie oft am Kühlschrank und macht versehentlich immer wieder Spagat, weil ihr die Füße auseinander rutschen. Auch das verhindern die Schläppchen ganz gut und die Pinguine zerknautschen immer so witzig das Gesicht, wenn sich die Füße bewegen.

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Barapapa Ball Tausendkind

Als sie die ersten Krabbelschritte gemacht hat, ist mir plötzlich aufgefallen, dass sie gar keinen Ball hat. Aber zum vorwärtsbewegen wäre das sicher ein guter Anreiz, also hab ich mich für einen bunten Softball mit Barapapa-Motiven entschieden. Der passt perfekt zum Longsleeve. Und meine Vermutung war richtig – kaum hatte ich ihr den Ball hingelegt, wurde sie ganz aufgeregt, hat ihn begeistert abgeschlabbert und ihn durchs ganze Zimmer gejagt.

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Krabbelschuhe Piguin Barapapa Ball-4

So gut es mit dem Krabbeln und Fast-Laufen klappt, mit dem Schlafen klappt es umso schlechter. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass sie so aktiv ist und nachts so viel verarbeiten muss. Oder vielleicht liegt es an einem Entwicklungsschub. Irgendwas ist ja immer.
Zu unserem Einschlafritual gehört, ganz wichtig, vorlesen. Man muss Kindern vorlesen. Ich finde das unheimlich wichtig und ich bin davon überzeugt, dass das ganz entscheidend dazu beitragen kann, dass Kinder später selbst gerne lesen. Meine Mutter hat uns immer vorgelesen und aus mir ist ein Bücherwurm geworden. Ich hab als Kind sogar Preise von der Bücherei bekommen, weil ich so viele Bücher ausgeliehen habe.
Dass ich ein Mumin-Fan bin, das wissen die Meisten von euch ja schon. Mir fehlen nur noch wenige der Bücher und das neuste Mitglied meiner Sammlung ist “Sturm im Mumintal” von Tausendkind.

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Sturm im Mumintal Tausendkind-2

Seit neustem gehört auch Zahnputzen zum Abendritual. Vorne guckt nämlich jetzt ein kleines, gefährliches Schneidezähnchen heraus. Vom Breiessen ist die Waldmöwe nur mäßig begeistert (meine selbstgekochten Kreationen verschmäht sie grundsätzlich). Aber auf kleine Brot- und Apfelstücken, auf denen sie herumkauen kann, ist sie ganz wild. Überhaupt, kauen scheint ihr zu gefallen. Sie kaut alles, auch Wasser.
Aus dem Becher kann sie schon trinken seit sie 5 Monate alt ist. Kein Wunder, ist ja auch ein Muminbecher (ich benutz ihn manchmal selber – pssst!).

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Morgen kann sie bestimmt wieder etwas Neues, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, wie mit den Beinen zu baumeln oder vor sich hinzusingen. Sie überrascht uns jeden Tag mit neuen Fähigkeiten und verursacht damit begeistertes PrimaBravoTollMachstDuDas – Geklatsche meinerseits.
Ein Frühstück am Wochenende läuft dann hier etwa so ab:
Schatz, guck mal, hast du das gesehen?! HAST DU DAS GESEHEN?! Sie hat ein Brot genommen! Selber! Mit Daumen und Zeigefinger! So richtig! Da! Sie kaut, sie kaut! Wie ein echtes Kind! Toll machst du das, super! Weiter so! Gaaaanz toll! Hach, ich bin ja SO stolz auf dich!
Ich hab ja immer gedacht, ich mach sowas nicht. Aber jetzt bin ich doch so eine Rumpelstielzchenmutter, die euphorisch klatschend und singend vor ihrem Kind auf und ab hüpft. Das sind bestimmt die Hormone. Die sind´s ja sonst auch immer…

*Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Tausendkind

2 Kommentare

  1. oder so ein mutter-entwicklungsschub 😀
    unglaublich, wie groß sie schon ist.
    die haarpracht macht sie aber auch nach monaten unverwechselbar.

  2. Einfach eine Mama mit Herz. Ist doch ganz normal!?
    Gut dass Du hier von der Waldmöwe berichtest, dass ich wenigstens versuchen kann halbwegs mitzukommen. Ich würd ja umfallen vor Schreck über ihre Kindlichkeit! Du Gute!

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!