Wie ein Sofa unser (Familien-)Leben verändert hat

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In dem Artikel über das zweite Makeover unseres Wohnzimmers konntet ihr unser neues Sofa schon in seiner ganzen Größe sehen. Auf Instagram waren seit Dezember immer mal wieder Ausschnitte zu sehen und ich bekam eine Menge Nachrichten mit Fragen zum Modell und meiner Meinung über das Sofa. In diesem Artikel werdet ihr hoffentlich Antworten auf alle Fragen rund um das Sofa erhalten. Aber Achtung, ich schweife ein wenig aus, also macht euch vielleicht erstmal einen Kaffee, bevor ihr anfangt zu lesen.
Dieser Artikel richtet sich hauptsächlich an diejenigen, die auf der Suche nach dem perfekten Sofa sind und einen Erfahrungsbericht zur Entscheidungsfindung brauchen.

Warum überhaupt ein neues Sofa?

Zunächst einmal will ich euch erzählen, wie es überhaupt kommt, dass wir so kurz nach der Fertigstellung unseres DIY-Sofas ein neues gekauft haben.
Das Holzsofa war wirklich eine tolle Sache und von meinem Mann super gebaut. Aber kennt ihr das, wenn ihr eine Idee habt, die ihr für total genial haltet und am Ende merkt ihr, dass es irgendwie doch nicht das Richtige ist? Ich fand es super, dass wir die Schubladen für die Kissen und Decken hatten und das der Heizkörper verschwunden war. Aber insgesamt wirkte das Sofa doch eher wie ein Kinderzimmermöbel oder wie die Bett/Couch Lösung in einer Studentenbude. Ich habe mich natürlich nicht getraut, das meinem Mann zu sagen, könnt ihr euch ja vorstellen, nachdem ich ihm die Idee als DIE Lösung für´s Wonhnzimmer angepriesen hatte und er wochenlang daran herumgebastelt hatte.
Bei unserem Besuch in Knokke setzten wir uns dann in einem Laden auf ein Sofa und mein Mann meinte, wenn die nach Deutschland liefern, nehmen wir es! Ich war überrascht und erleichtert und fragte sofort an der Kasse nach. Sie lieferten nicht nach Deutschland – zum Glück, denn sonst hätten wir unser jetziges Sofa nicht. Aber seine Aussage hatte mir gezeigt, dass er auch nicht so ganz abgeneigt war, alles nochmal zu ändern. Vor allem, da wir ja bald eine vierköpfige Familie sein würden und so richtig zum Hinlümmeln und Füße hochlegen funktionierte es irgendwie doch nicht.
Ich begann also noch im Urlaub mit der Suche nach einem richtigen Familiensofa. Denn der alte Zweisitzer, der inzwischen im Schlafzimmer steht, war auf jeden Fall viel zu klein. Ich hatte damals unbedingt ein Sofa gewollt, dass typisch für den skandinavischen Stil war. Feste, klare Form und Beine aus Holz. Ein Ecksofa kam damals für mich nicht in Frage, denn am liebsten wollte ich es frei im Raum stehen haben, damit alles großzügig und luftig wirkt, so wie man das eben von den Pinterest Bildern kennt. Aber ich musste irgendwann einsehen, dass unser Wohnzimmer dafür den falschen Schnitt hat, egal, wie klein und zierlich das Sofa ist.
Während ich noch vor vier Jahren nichts unansehnlicher fand, als ein in der Ecke stehendes Sofa, sehnte ich mich nun nach einem riesigen, lässigen Eck-Lümmelsofa, auf der wir alle Platz hatten. So richtig viel Platz, zum Ausstrecken und Kuscheln. Skandinavische Leichtigkeit war mir inzwischen ziemlich egal, denn mal ehrlich, was macht man denn im Wohnzimmer die meiste Zeit? Man sitzt auf dem Sofa. Und wenn wir Filme schauen, dann will ich nicht aufrecht auf einem Zweisitzer sitzen, sondern meine Beine ausstrecken, mich in ein Kissen einkuscheln und Bier trinken.
Aber für ein riesiges Sofa war im Wohnzimmer nicht so richtig Platz. Das Problem sprang in meinem Kopf herum, wie dieser Punkt bei dem alten Computerspiel, wo man mit einem Strich den Punkt so lange gegen Steine schießt, bis alle weg sind. Kennt ihr das noch? Bis mir irgendwann klar wurde, dass meine Gedanken durch die bestehende Einrichtung schon total festgefahren waren. Wie die Mauer in dem Computerspiel und die musste nun erstmal weg geschossen werden.
Was wäre, wenn ich noch einmal alles neu machen könnte, mit dem Wissen, das ich heute habe. Was würde ich ändern? Und dann kam die richtige Idee: der Durchgang zwischen dem Pfosten und der Wand musste geschlossen werden. Dadurch wäre die Wand lang genug, um ein drei Meter langes Sofa davor zu stellen!
Ich hatte schon so viel ausprobiert, Möbel umhergeschoben, aber auf die Idee, eine zusätzliche Wand zu installieren, bin ich bisher nie gekommen.

Die eierlegende Wollmilchsau

Jetzt musste ich nur noch das passende Sofa finden, und zwar eines das nun endgültig das richtige für uns ist. Dass es kein Möbelhaus-Sofa werden würde, war von vorneherein klar. Auch wenn viele der Meinung sind, mit Kindern solle man besser ein günstiges Ikea Sofa kaufen und erst in ein hochwertiges Sofa investieren, wenn die Kinder älter sind. Aber ich lebe jetzt und bin absolut gegen diese “Irgendwann mal” Einstellung. Nach zwei Sofa-Fehlentscheidungen wollte ich jetzt etwas für die nächsten 20 Jahre. Mindestens. Am liebsten in Europa zu fairen Bedingungen für alle Beteiligten hergestellt und zwar mit Rücksicht auf die Umwelt. Ein Sofa aus hochwertigen Materialien, deren Herkunft sauber und nachvollziehbar ist und deren Verarbeitung für eine lange Lebensdauer sorgt, auch wenn das Sofa intensiv genutzt wird. Und dann soll es natürlich auch noch bequem und schön sein, ein Punkt, der für mich als Interiorblogger nicht ganz unerheblich ist.
Gibt es so etwas überhaupt? Ist das nicht die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau? Und wäre das überhaupt bezahlbar?
Ich muss gestehen, ich war echt erstaunt, als ich ein Unternehmen fand, das all diesen Anforderungen entsprach: Sitzfeldt.
Nachdem ich auf der Homepage mit zunehmender Begeisterung über deren langfristige Partnerschaften mit Webereien in Italien, einer Werkstatt in der Slowakei und Holz aus nachhaltigem europäischem Anbau gelesen hatte, war ich schon mal ziemlich überzeugt.
Jetzt noch ein schönes Modell finden, das wär´s!

Dass wir ein Modulsofa wollten, stand ziemlich schnell fest und nachdem ich mir alle Modelle online angeschaut hatte, blieben zwei Favoriten übrig: Fila unf Fofo.
Ein Sofa, das man noch nie getestet hat direkt online zu bestellen war mir natürlich zu riskant. Wir fuhren also zu dritt zum Showroom nach Frankfurt um Probe zu sitzen. Wir probierten beide Sofas vor Ort aus und tendierten dann eher zu Fofo, weil es weicher ist. Rein zufällig schlenderte ich zu einem riesen Sofa in der Ecke, ohne Schild oder sonstige Info. Ich setzte mich – und wusste in diesem Moment: das ist es! Ich sprach die Beraterin des Showrooms an, welches Modell das denn sei. Sie berichtete, dass es Panama heißt und eines der ganz neuen Modelle ist, die noch gar nicht online sind. Dieses hier war das Fotomodell für die Produktbilder.
Es war auch noch gar nicht auf der Homepage aufgeführt und sollte erst Ende Oktober bestellbar sein. Genug Zeit also, um genau über alles nachzudenken und verschiedene Möglichkeiten durchzuspielen. Denn das sollte man bei einem Modulsofa mit so vielen Varianten auf jeden Fall tun.
Ich bestellte Stoffproben und als diese ankamen, kombinierte ich sie mit dem Boden und dem Teppich, betrachtete sie bei verschiedenen Lichtverhältnissen und rieb sie an meiner Wange. Ok, das klingt komisch, aber für ein Sofa ist das Gefühl des Bezuges auf der Haut nicht unerheblich. Wir haben uns deshalb für den weichsten Stoff, Fino, entschieden, eine Baumwoll-Leinenmischung ohne Kunstfaser. Da der Boden und der Teppich cremefarben sind und wir viele Holztöne im Wohnzimmer haben, wollte ich nicht auch noch ein beiges Sofa, weshalb wir uns für Hellgrau entschieden haben.

Was macht denn das Sofa Panama jetzt eigentlich so besonders?

Wie bereits erwähnt, ist es ein Modulsofa, das in beliebiger Größe zusammen gestellt werden kann. Anders als bei gewöhnlichen Sofas kann man bei Panama aber zwei unterschiedliche Sitztiefen in einem Sofa vereinen. Das ist so eine wahnsinnig gute Idee! Der Teil, der an der Wand steht hat bei uns eine tiefere Sitzfläche, als der, der in den Raum hinein ragt. Das fällt optisch nicht auf, weil man diesen Teil ja immer nur von vorne betrachtet. Aber wenn man in der Ecke sitzt, kann man zu zweit nebeneinander die Beine hochlegen. Oder super bequem einen Mittagsschlaf machen. Da passen neben mir sogar noch beide Kinder mit drauf!
So richtig gemütlich wird das Panama durch seine dicken Sitz-und Rückenpolster. Sie haben genau die richtige Festigkeit, damit man nicht darin versinkt und trotzdem unheimlich bequem sitzt. Die Sitzpolster sind mit Klett am Korpus befestigt, sodass auch bei Kindergezappel und Gehüpfe nichts verrutscht. Und ja, auf dem Sofa darf jetzt auch gehüpft werden, es ist geradezu dafür gemacht, darauf zu toben, Höhlen zu bauen und die Kinder durchzukitzeln, bis sie japsen. Man sieht dem Sofa ja schon an, dass es einiges aushält. Was allerdings verboten ist, ist essen auf dem Sofa. Ich habe zwar noch das Reinigungsset von Sitzfeldt gekauft, aber ich will den Ernstfall nicht provozieren. Einmal war ein Aschefleck auf einem der Polster, wahrscheinlich war nach dem Ofen anzünden etwas an der Kleidung, aber das ging mit Wasser sehr gut weg, man sieht nichts mehr.
Die größte Gefahr für helle Sofas sind übrigens Jeans mit dunklen Waschungen. Sie färben vor allem an der Kniebeuge ab, die genau auf der Kante des Sofas reibt. Deshalb müssen dunkle Jeans bei uns auf einer Decke sitzen.
Die Module lassen sich relativ einfach auseinander nehmen und wieder zusammenfügen, was wirklich praktisch ist, wenn man man das ganze Wohnzimmer streichen will, oder sonst irgendwie umräumen möchte. Trotzdem sind sie sicher verankert, sodass beim Benutzen des Sofas nichts auseinander rutscht.

Mein Fazit

Oh, wie schön ist Panama! Einen passenderen Namen hätte man für dieses Sofa nicht wählen können, denn es ist wirklich der schönste Ort in unserem Zuhause. Es ist nicht einfach nur ein Sofa, es ist der Mittelpunkt unseres Familienlebens. Genug Platz für viele Gäste, Kuscheltiere und Kissentürme – wir lieben unser neues Sofa und können uns ein Leben ohne es gar nicht mehr vorstellen!
Sowohl die Firma Sitzfeldt, als auch das Sofa Panama, kann ich jedem absolut empfehlen! Ein besseres Sofa habe ich bisher noch nicht gesehen!

Was kommt woher?

Sofa: Panama von Sitzfeldt
Kissen: Connox / Human Empire
Couchtisch und Fernseher: OTTO
Decke, Papierlampe und String Regal: Connox
Affe: Donna Wilson
Schaukelstuhl und Beistelltisch: Design Bestseller
Rote Lampen: Light11
Teppich: Touda
Bücherkiste: Flohmarkt

1 Kommentare

  1. Das neue Wohnzimmer ist ganz wunderbar geworden! Manchmal muss man eben doch noch mal komplett umdenken. Das Problem mit dem Sofa kenne ich. Wir hatten auch erst ein selbstgebautes, dann eines mit Federfüllung in den Rückenkissen, die man nach jedem Hinsetzen wieder hätte aufschütteln müssen, weil sie komplett außer Form geraten waren…das hat mich immer sehr genervt! Und nun haben wir eines, bei dem man sogar die Rückenlehne verstellen kann, optisch nicht mehr ganz so edel und schick, aber viel bequemer und super zum lümmeln. Die Ansprüche ändern sich, besonders wenn Kinder dazugekommen sind 🙂 Und die Sache mit dem “Irgendwann mal” sehe ich genauso wie du 😉

Yea, ein Kommentar! Ich freu mich!